• Wolphaartsdijk

    January 18 in the Netherlands ⋅ ☁️ 5 °C

    Heute klingelt schon um 7 Uhr der Wecker, denn es heißt, Abschied von Domburg zu nehmen. Bis 10 Uhr müssen die Schlüssel des Ferienhäuschens abgegeben sein. Vorher wollen wir natürlich noch frühstücken und das Auto fertig packen. Alles läuft gut und wir sind pünktlich bei der Hausverwaltung.

    Bevor wir Zeeland verlassen, fahren wir noch nach Wolphaartsdijk – von Domburg aus etwa 35 Kilometer. Hierhin lockt uns natürlich ein Geocache am „Golven, dijk en hand“ („Wellen, Deich und Hand“)-Denkmal, das von einer 16-jährigen Schülerin entworfen wurde. Es erinnert an 31. Januar 1953. Den ganzen Tag tobt ein schwerer Sturm. Niemand denkt an mögliche schlimme Folgen, also gehen alle einfach zu Bett. Doch dann bricht um 3 Uhr nachts der Deich südlich des Aardebollewegs. Wolphaartsdijk und Oud-Sabbinge werden überflutet. Häuser und Felder stehen unter Wasser. Vierzehn Menschen und viel Vieh kommen in dieser Katastrophennacht ums Leben. Vier Polder werden überflutet, das Wasser bleibt wochenlang dort stehen. Durch das salzige Wasser wird das Land unbrauchbar, die meisten Häuser sind beschädigt. Erst 1961 werden die daraufhin geplanten Schutzmaßnahmen beendet.

    Bei dem schönen Wetter heute fällt es nicht leicht, ins Auto zu steigen und nach Hause zu fahren. Aber was sein muss … Die Autobahnen sind nicht überfüllt, kein Stau, wir sind schneller in der Heimat als erwartet. Da bleibt noch Zeit für eine Pizza beim Italiener. Und dann ist leider mal wieder eine wunderschöne Reise zu Ende.
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