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  • Day113

    Hello Summer!

    January 16 in Turkey ⋅ ☁️ 15 °C

    Am nächsten Morgen geht es für Kathi erst mal in die Laufschuhe und den Küstenweg entlang, während Maurice seine heißgeliebte Morgenstunde mit einer Tasse Kaffee und Lesen zelebriert. Die Sonne scheint und der schwache Wind legt sich auch noch, so dass wir nun auch unser Spezialfrühstück Ei-Lachs-Zwiebel-Toast draußen am Strand genießen können. Mit der Windstille kamen dann auch die Bienen und haben uns etwas genervt, indem sie um den Bus und unser Frühstück schwärmten. Kathi packte einen Trick aus, den sie bei ihrer Arbeit auf Festivals kennengelernt hat: Kaffeepulver anzünden und räuchern lassen. Es erfüllt den Zweck gut und reicht gar nicht mal so schlimm.
    Wir beschließen, noch etwas zu bleiben und den Tag dort zu genießen. Mit Kaffee oder Tee lesen wir etwas erst noch etwas am See. Dann kramen wir ein faltbares, nässeunempfindliches Backgammon hervor, welches uns Kathis Mutter vor ca. 4 Jahren für unsere Tramp-Reise durch Skandinavien geschenkt hat und welches wir irgendwie noch nie genutzt haben. Mit der nun vorhanden Muße widmen wir uns den Spielregeln und dem zunächst ungewohnten Spielfeld. In den letzten Wochen haben wir zunehmend Neugier und Lust bekommen, das Spiel kennenzulernen, weil es viel in Parks, Tee-Lokalen und neben der Straße besonders in der Türkei gespielt wurde, meist von gut gekleideten älteren Herrengruppen.
    Die Regeln sind schnell begriffen, erste Runden mit Spaß gespielt und wir diskutieren schon über unklare Situationen. Das Internet informiert uns später über unterschiedliche Spielweisen wie die offiziellen Turnierregeln und dagegen die Gewohnheiten in der Türkei und Griechenland.
    Da es in der Türkei wohl keine Selbst-Waschsalons gibt und alles mindestens eine Nacht bräuchte, waschen wir ein paar der nötigen Sachen mit der Hand durch und spannen eine Leine am Auto - mangels erreichbarem Baum. Maurice geht nun auch noch Joggen durch die herrliche Landschaft, etwas einen Wanderweg entlang, der dann leider zu beinbrecherisch wird. Aufgewärmt davon geht sogar ein kurzes Bad im Meer. Wir wollen doch noch ein Stück weiterfahren, packen zusammen und es geht zurück über die längere Schotter- und Erdpiste zur Landstraße und ein Stück weiter Richtung Westen zu einem viel versprechenden Platz von park4night. Schon der Weg ist sehr schön, eine kleine Straße schlängelt sich über klarem oft türkisen Wasser durch Pinienwäldchen.
    In der Art ist dann auch der Platz für die Nacht, wir sind begeistert. Am Anfang des langgezogenen Platzes steht ein deutscher Geländewagen mit Wohnaufbau. Wir freuen uns und wollen grüßen, der Junge, den wir sehen, bemerkt uns entweder nicht oder hat kein Interesse. Naja, dann vielleicht später oder morgen oder gar nicht und wir fahren weiter hinter, wo es noch ruhiger ist. Nah am Wasser stellen wir Louie unter Pinien ab und gehen etwas ans Wasser. Oberhalb des Platzes haben Einheimische wohl ihre Freizeit- oder Sommergrundstücke, mit kleinen Häuschen, Grill und Gartendusche.
    Da es sehr mild ist und kaum windig, bauen wir am Meer unseren Tisch auf und essen bei Kerzenschein. Diesmal haben wir beim Sahnekauf aufgepasst und es gibt sehr leckere Erbsen-Sahne-Pasta. So lecker, dass wir die 500 g komplett aufessen!
    Es muss noch eine Runde Backgammon sein und mangels gescheiten Lichts ziehen wir doch um ins Innere. Nachts tuten ein paar Schiffe, aber es schläft sich gut!
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