• Lovatnet - das grüne Wunder

    18. juli 2024, Norge ⋅ ☁️ 12 °C

    Ein Traum in smaragdgrün. Einfach faszinierend. Wieder ein Sehnsuchtsort in Norwegen.
    Der See befindet sich in der Nähe der Ortschaft Loen. Er wird von den Gletschern Jostedalsbreen und Tindefjellbreen gespeist. Das Schmelzwasser von Schnee und Gletschern ("Gletschermilch") schenkt dem Lovatnet seine wunderschöne smaragdgrüne Farbe.

    Allerdings verbindet sich mit dem See eine tragische Geschichte: Erdrutsche vom Berg Ramnefjellet in das südliche Ende des Sees verursachten 1905 und 1936 zwei große Tsunamis. Am 15. Januar 1905 fiel ein Erdrutsch mit einem Volumen von 350.000 Kubikmetern aus einer Höhe von 500 Metern in den See und erzeugte drei Tsunamis einer Wellenhöhe von bis zu 40,5 Metern. Die Wellen brachten Tod und Zerstörung mit sich. Am 13. September 1936 ereignete sich der zweite Erdrutsch aus einer Höhe von 800 Metern mit einem Volumen von 1.000.000 Kubikmetern, der drei Megatsunamis erzeugte, von denen der größte eine Wellenhöhe von 74 Metern erreichte. Erneut waren Tod und Zerstörung die Folge.
    Die Katastrophe von 1936 führte zur Entvölkerung des Gebiets.

    Heute gibt es hier nur noch Touristen und Sommerhäuser. Die Straße bis an das Ende des Sees, wo man das Ende einer Gletscherzunge sehen kann, ist sehr kurvig und extrem eng.
    Ich (Martina) fuhr hier vor 2 Jahren selbst und wusste ganz sicher, dass ich das nicht noch einmal tun würde. Also nahmen wir einen Shuttlebus vom Campingplatz aus dort hin. Die Fahrerin manövrierte uns mit beeindruckender Sicherheit entlang des Sees. Diese Routine beim schnellen Reagieren und meterlangen Rückwärtsfahren war faszinierend.
    So kamen wir doch deutlich entspannter am Ende des Sees an und konnten dort die Gletscherzunge und den angeblich elft-schönsten Wasserfall der Welt bewundern.
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