• Abendessen in Nagato

    December 27, 2025 in Japan ⋅ ☁️ 5 °C

    Wir haben uns wieder ein kleines Restaurant, diesmal im Nagato gesucht. Gleich beim Eintreten spürt man diese besondere japanische Atmosphäre. Es wird gelacht, gewitzelt und natürlich gegessen und getrunken.
    Wir ziehen unsere Schuhe aus und setzen uns auf die Tatami-Matten in den Zashiki-Sitzbereichen. Das sind diese traditionellen tiefen Tische mit dünnen Kissen auf denen man kniet. Die einzelnen Bereiche waren durch Rollos voneinander getrennt, die je nach Auslastung oben oder unten waren.
    Pascal zerrt sich kurz etwas, kurze Zeit später war aber wieder alles ok.
    Ich bestellte Soba, Pascal eine Miso-Ramen. Zu trinken gibt es ein Zitronenwasser für Pascal und eine Sake für mich.
    Auf der Flasche steht 65%. Ich bin überrascht, bis ich herausfinde dass es sich hierbei um den Reispoliergrad handelt.
    Das bedeutet 65 % des Reiskorns sind übrig, 35 % wurden abgeschliffen.
    → Das steht für saubereren, feineren Geschmack.
    Der Alkoholgehalt liegt bei Sake fast immer bei ca. 15–16 %.

    Bei der Marke meines Sake: Gokyō handelt es sich um einen regionalen Sake auf der Brauerei Gokyō Shuzō. Den habe ich allein getrunken, da Pascal später noch zu unserem Schlafplatz zurückfahren musste. Der Sake schmeckte sehr mild und rund.

    Die Besitzerin nahm die Bestellung mit Stift und Zettel auf und wir kamen später noch ins Gespräch.
    Sie fragte, woher wir kommen, und holte ihre Tochter dazu, die etwas Englisch sprach. Wir erzählten, dass wir mit dem Camper von Tokio unterwegs sind und aus Deutschland kommen, was sie sichtbar beeindruckte. Später zahlten wir die Rechnung (3400Yen) als ein Mann hinzu kam, der sich mehrfach tief verbeugte.
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