Kampot
31. august 2025, Cambodja ⋅ 🌧 29 °C
Regentag in Kampot ☔️
Mark Twain sagte einmal: „Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.“ Dieses schöne Zitat versuchen wir uns jeden Tag vor Augen zu führen.
Eigentlich wollten wir heute mit dem Roller 🛵 einen Ausflug auf einen Berg ⛰️ unternehmen, welcher sich in einem nachgelegenen Nationalpark befindet. Hier hätten wir neben der schönen Natur, verlassenen Kolonialvillen auch die ehemalige, nun verlassene Sommerresidenz des Konigs besucht.
Aber der strömende Regen machte uns einen Strich durch die Rechnung. Die rutschigen Serpentinen waren leider zu glatt für eine Rollertour in die Berge.
Im Sinne von Mark Twain nutzten wir den Tag für ein anstrengendes Training im Fitnessstudio.
Bei unserem Lieblingsrestaurant aßen wir Nudeln, Reis und Hühnchen mit dem leckeren Kampot-Pfeffer. Das Strahlen der Besitzerin, als sie uns wieder sah, war bombastisch.
Danach ging es dann trotz des Regens mit dem Roller auf die andere Seite der Stadt. Über die alte, rostige Brücke fuhren wir zu den überschwemmten Salzfeldern, vorbei an den einfachen Behausungen der Locals, bis zu den Mangroven des Meeres. Dabei sahen wir sehr schöne Storche und hatten einen abenteuerliche Fahrt durch tiefe Schlammpfützen.
Am Abend gönnte sich Yannick nochmals eine Massage des Blinden. Sein kleiner Sohn, der sehen kann, nahm Yannick an der Tür in Empfang, hielt seine Hand und brachte ihn zu seine Massageliege. Der blinde Masseur ist ein unglaublich herzlicher Mensch, der sich sehr über sein Trinkgeld freute. Danach gab es noch ein leckeres indisches Essen.
Zurück im Hotel unterhielten wir uns noch mit unserem Rezeptionisten Gosum. Ein sehr inspirierender Mann, der 24h am Tag für 6 Tage die Woche für 500 Dollar im Monat arbeitet und seine Familie an einem Tag in der Woche sieht. Zudem arbeitet er an seinem freien Tag noch auf seinen Reisfeldern. Er schläft in der Lobby auf einem Sofa und wartet nachts bis alle Gäste im Hotel sind Er hat 18 Tage unbezahlten Urlaub im Jahr. Er erzählte, dass er soviel arbeitet, dass er seinen Kindern die Privatschule und den Englisch- und Chinesischunterricht bezahlen kann.
Trotz all dem war er stets gut drauf und lachte immer wieder freundlich.
Wir stellten wieder fest wie privilegiert wir in Deutschland mit hohen Gehältern, kostenloser Bildung, bezahltem Urlaub, Arbeitsschutzgesetz etc. sind.
Viel zu oft beschweren wir uns über alltägliche „Peanuts“… und übersehen doch, was wir alles haben…
So ergab sich aus einem Regentag, ein toller Tag aus Inspiration, Reflexion, toller Begegnungen… ganz im Sinne von Mark Twain.Læs mere










