• Letzter Tag des Jahres

    31. december 2025, Norge ⋅ ☁️ -7 °C

    Ich wurde morgens durch eine hohe Welle, die an das Schiff klatschte, geweckt.
    Duschen und dann zum Frühstück. Der Speisesaal war schon voll mit Gästen aber ich fand für mich noch ein freies Plätzchen.
    Zu mir gesellte sich ein Ehepaar aus Guben. Wie klein ist die Welt.
    Wir unterhielten uns über unsere Reisen durch die nördlichen Gefilden Europas und fanden uns bei mancher Anekdote wieder.
    Ich stärkte mich am reichhaltigen Buffet. Es gab alles, was das Herz begehrt. Kaffee war mein Starter.
    Nach dem Frühstück ging ich auf das Oberdeck. Es fing an etwas heller zu werden und die Konturen der norwegischen, schneebedeckten Felsen, schälten sich langsam aus der Dunkelheit.
    Es schneite leicht, in der Ferne vor uns riss der Himmel ein Stückchen auf und man konnte tatsächlich das Tageslicht erblicken.
    Auf dem Oberdeck gab es eine Spezialität. So die Aussage des Servicepersonals. Ein Getränk, gemixt aus Kaffee, Ingwer und anderen edelen Kredenzien wurde serviert. Damit, so die Aussage, beiben wir garantiert 24 Stunden wach.
    Ich trank zwei von diesen Shots und sprang danach im Dreieck.
    Hoffentlich bleibt es nicht den ganzen Tag so.😁 Spaß
    Das Schiff fuhr an einer fast autarkt arbeitenden Gasbohrinsel vorbei. Dort wird Methangas aus der Tiefe, ca 250 Meter, gefördert, in den flüssigen Aggregatzustand heruntergekühlt und für viel Geld verkauft. Tolles Geschäft.
    Langsam erreichten wir wieder Hammerfest. ( In der Nacht fuhren wir von Hammerfest nach Honingsvag. )
    Nun läuft alles wieder nach Plan.
    Das Schiff legte an und wir hatten ca. 1 1/2 Stunden Zeit für den Landgang in Hammerfest, der nördlichste n Stadt der Welt.
    Ich stiefelte, immer die Uhr im Blick, geradewegs auf einen Hügel zu und erhoffte so einen Blick über den Hafen und die umliegende Gegend zu erhaschen.
    Durch tiefen Schnee ging ich einen Weg entlang und fand einen schönen Aussichtspunkt.
    Ein toller Anblick. Um mich herum verschneite Hügel, die kleine, leuchtende Stadt und mittendrin der Hafen mit der "MS Nordnorge" .
    Ein, zwei Fotos, innehalten und genießen.
    Danach stattete ich der Hammerfest Kirke einen Besuch ab. Ich ging hinein, entzündete eine Kerze, dachte an meine Eltern und verweilte ein paar Minuten.
    Langsam machte ich mich wieder auf den Weg zum Schiff.
    Bemerkenswert ist, wie aufmerksam die Autofahrer sind.
    Sobald man auch nur den Anschein macht die Straße zu überqueren, halten sie an und warten. Beispielhaft.
    Am Schiff angekommen, es begann wieder dunkel zu werden, blickte ich noch einmal am Schiff vorbei übers Wasser.
    Die Stadt leuchtete.
    Auf Wiedersehen Hammerfest.
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