• Zwischen Weinachten und Halloween

    23 Oktober 2019, Ireland ⋅ ⛅ 13 °C

    Cork. Eine der fünf Großstädte Irlands und jene, die uns sowohl als großartig als auch als "nicht schön" beschrieben wurde - daher beschlossen wir uns ein eigenes Bild von der Stadt und ihrer Vielfältigkeit zu machen.
    Bereits gegen 11 Uhr traf unser Bus in Cork ein, keine zwei Straßen vom Zentrum entfernt. Und was soll ich sagen, Cork verzaubert auf...seine Weise. Klar, es ist kein Galway, aber auch kein Limerick.
    "Wenn Limerick Mannheim ist, dann ist Cork Heidelberg" ungefähr das hat Tons gesagt, als wir durch die Einkaufsstraßen liefen und von einem Gemisch aus Weihnachtsdeko und Halloweengedöns begrüßt wurden. Denn eines ist sicher: Halloween wird in Irland groß geschrieben! Jedes (und ich meine wirklich JEDES) Geschäft bietet Halloweenmasken, -süßigkeiten oder -dekoration an, und Läden die so etwas nicht verkaufen, weil sie zum Beispiel einer der 1000 Friseurläden sind, die stimmen mit Perücken und Fratzen im Schaufenster ins Halloweengeschäft mit ein. Jeder hier liebt Halloween und jeder hier kann es kaum erwarten seine 50.000 verschiedenen Arten von Gummibärchen dem nächsten Kind anzudrehen. Yaaaay! Perfekt für zwei halloweenvermeidende (gar halloweenhassende) Traveller wie wir es sind.
    Wuuuhuuu (oder buhuuu?).
    Fast genauso beliebt wie das Halloweenfest ist auch Weihnachten, das lassen uns die Läden, die Ende Oktober schon voller Weihnachtsmänner und -gebäck sind, wissen. Man könnte also sagen, Cork ist gerade in Hallonachtstimmung... Weihween? Irgendwas zwischen Weihnachten und Halloween eben...
    Irland ist nun mal christlich geprägt, was man auch an den 10.000 Kirchen merkt, die über ganz Irland "verteilt" stehen. "Verteilt", weil eine Stadt meistens mehr als eine Kirche besitzt (wenn nicht sogar Kathedralen) - egal wie klein die Stadt auch sein mag.
    Cork natürlich auch. Und so kamen wir nicht darum herum zumindest zwei genauer unter die Lupe zu nehmen, auch wenn eine nur äußerlich begutachtet wurde (sechs Euro Eintritt sind einfach sieben zu viel!).
    Allerdings hat Cork noch viel mehr zu bieten! Das fanden wir heraus, nachdem wir (nach dauernden verlaufen...danke Google Maps, dass du uns durchgehend von A nach C geschickt hast, anstatt bei B zu stoppen!) den English Market aufgesucht hatten. Lasst euch gesagt sein: er ist größer als der Milk Market in Killarney und zwar um einiges! Die schönen Hallen, die frischen Waren und die gute Qualität ließen uns dahin schmelzen und machten unsere Mägen (da sind sie wieder: Panzen, Lab-, Netz- und Blättermagen) auf den kommenden Hunger aufmerksam.
    Zuvor ging es jedoch noch zum Fitzgerald Park, mit dem 30 Minuten Fußmarsch einherging. Inzwischen hatte unser Magen (jetzt haben wir plötzlich nur noch einen... okay?) deutlich gemacht, dass er jetzt etwas zu Essen will und nicht später. Er wurde zur Kenntnis genommen und keine 33 Minuten später irrten wir auch wieder im Zentrum umher, um die Pizzeria zu finden, die Google Maps uns nicht so einfach finden lassen wollte.
    Als wir sie dann endlich fanden, entschieden wir uns aus reinem Protest für die andere, eine Straße weiter (die war billiger!).
    Das Essen war vorzüglich, unsere Laune gehoben und wir bereit erneut den Markt zu betreten, um Brot zu kaufen.
    Zufrieden und mit Brot fuhren wir dann zurück nach Kinsale, um dort im strömenden Regen (der sich übrigens den ganzen Tag über durchgezogen hatte, aber in Irland regnet es nun mal viel, deshalb hielt ich es nicht mehr für nötig ihn zu erwähnen) beim Lidl einzukaufen und kurz darauf in unserem Zimmer zu verschwinden.
    Der Tag war mehr oder weniger anstrengend gewesen, aber dennoch zufriedenstellend und mit dieser Laune schliefen wir dann auch ein...irgendwann zumindest, denn unsere Zimmergenossin schnarcht wie ein Walross, versucht da mal zu schlafen...
    Baca lagi