• Ein einzigartiger Tag

    30 Oktober 2019, Ireland ⋅ ☁️ 9 °C

    Wie fang ich heute an? Dieser Frage stehe ich inzwischen tagtäglich gegenüber. Was unterscheidet diesen Tag von dem gestrigen?
    Angefangen hat er gleich, mit einem einfältigen Frühstück bestehend aus Toast und Kaffee (diesmal sogar schwarz, da die Milch alle war).
    Allerdings veränderte er sich sogleich als wir beschlossen abends in ein Pub zu gehen, um der Live Musik zu lauschen und als wir nicht einen Spaziergang um das Castle machten, sondern in den Vorraum der Burg traten, um ein Ticket für die Besichtigung Kilkenny Castles zu kaufen.
    Tatsächlich waren es weniger Räume als erwartet, aber dennoch das Geld (mehr oder weniger) wert. Besonders die kleinen Details, wie die unterschiedlichen Holzornamente, die in die Säulen geschnitzt worden waren (vor allem als Säulen der Erde-Hörer war ich davon ganz hin und weg!) oder die Vielfalt der Bilderwahl im zweitlängsten Saal Irlands, machten die Burg sehenswert.
    Es war bereits mittags als wir wieder im Burgpark standen. Bevor wir die weise Entscheidung unserer Mägen (...Plural...) Ernst nahmen und uns zu dem kleinen Café in und über dem Bücherladen aufmachen wollten (der bot Smoothies an *_*), machten wir zunächst noch einen kurzen Abstecher zum Butlers House und Garden (die Butlers waren eine sehr einflussreiche Familie in Kilkenny). Erst danach folgten wir unserem Hungerbedürfnis.
    Das Café war voll. Und zwar komplett! Deshalb entschieden wir uns, es morgen nochmal zu probieren und heute ein anderes zu suchen. Kurz darauf fanden wir auch schon eines und verbrachten dort, mit lesen und Mocha trinken, unsere Mittagsstunden.
    Als wir am Hostel ankamen, beschlossen wir unsere Zeit (immerhin wollten wir abends ja noch weg) nicht auf dem Zimmer totzuschlagen, sondern den Aufenthaltsraum in Angriff zu nehmen und so wurde dort gezeichnet, Hörbücher gehört oder auf einer Gitarre ohne H-Seite rumgezupft, allerdings verzogen wir uns dann doch nach oben, als es dann zu laut wurde.
    Dort versuchten wir uns dann an Portraits und mich überkam ein plötzliches Verlangen nach Cookies. Ja, manche Tätigkeiten würden sich halt nie vom Tag davor unterscheiden und so schlenderten wir zum Dunnes Store, um diesem Verlangen nachzukommen.
    Raus kamen wir mit einer Packung Schokokeksen und begannen diese bereits auf dem Weg zu vernichten. Außerdem entschieden wir uns dazu, in der Gegend umherzuschlendern.
    Anstatt also der Live Musik in einem Pub zu lauschen, hörten wir die verschiedensten Musikausschnitte aus unterschiedlichen Pubs, während wir die Tüte leerten und uns auf den Heimweg begaben.
    Dort feuerte ich Tons beim Yoga an, bevor wir gemeinsam Jumanji schauten.
    Also was unterscheidet diesen Tag von jedem anderen? Der Aufenthaltsraum, das Café, die Burg? Ganz ehrlich? Keine Ahnung, er hatte ein Morgen und auch ein Abend und begann und endete mit schlafen. Aber (Vorsicht, das könnte jetzt kitschig werden!) die Erinnerungen, die wir an diesem Tag geschaffen hatten, bauen auf denen der vorherigen Tage auf und wenn ihn das nicht einzigartig macht, weiß ich auch nicht…
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