Der freie Tag im Gefängnis
November 13, 2019 in Ireland ⋅ 🌧 6 °C
Mittwoch, unser zweiter freier Tag an welchem wir eigentlich im Hostel erwachen und in Glendalough wandern wollten. Stattdessen weckte uns der kalte Wind, der an unser Zimmerfenster, inmitten der Studfarm, preschte und die Scheibe erzittern ließ. Immerhin konnten wir ausschlafen und in Ruhe frühstücken, ohne Angst zu haben, nichts mehr zu bekommen. Amelia bat uns zwei Pflanzen am Eingang mit Lichterketten zu schmücken und eine mit Erde aufzufüllen. Während Tons duschte, versuchte ich Sherlock müde zu machen - mit Erfolg! Und nachdem ich mit ihm die Anfangsszene von König der Löwen nachgestellt hatte, machten wir uns auf den Weg zum Tor, um auf unser Taxi zu warten.
Das Taxi kam, der Fahrer fuhr eine doppelt so lange Strecke wie normalerweise und am Ende zahlten wir 20€ (am Tag davor hatten wir nur halb so viel bezahlt).
Immerhin kamen wir an unserem Ziel, dem Gefängnis/Museum in Wicklow, an und begaben uns auf die historische Reise dieses über 300 Jahre alten Gefängnisses (sogar mit Quiz!). Ich mein, wo geht man auch lieber an einem freien Tag hin als in ein Museum oder Gefängnis? Und was gibt es da besseres als diese beiden Sachen zu vereinen? Da wir das Quiz aber leider verkackten, würden wir wohl für immer in unserer Zelle verharren müssen...irgendwie schafften wir es dann aber doch zu entkommen (dank Micheals Hilfe |#prisonbreak| oder vermutlich durch den Ausgang |#soeinfachwars|)...
Danach wärmten wir uns in einem Café auf und verweilten dort drei Stunden, weil sich das Wetter dazu entschieden hatte, sich drastisch zu verschlechtern. Im Café beschlossen wir gemeinsam mit den anderen beiden Mädchen (Marine und Nina) abends etwas Trinken zu gehen. Da die beiden aber zunächst ihre Arbeit erledigen mussten, schlugen wir uns die Zeit tot, indem wir jeden möglichen Laden heimsuchten (draußen war es scheiße kalt!). Letztendlich blieben wir für einige Zeit in einer Bücherei, bis wir vom Bücherclub verjagt wurden (entweder gehen oder mitmachen). Nach einer gefühlten Ewigkeit und daraus resultierenden Frostbeulen, fanden wir uns alle im Pub vom letzten Mal wieder und genossen unseren Pint Guinness- Marine und ich auch noch unseren Baileys danach (allerdings alle mit leerem Magen und ich war am Verhungern!).
Später bestellten wir uns noch ein Taxi und stellten klar, dass es lediglich 10€ kosten würde. Der Taxifahrer gab die Adresse ein, doch sein Navi war zu schnell, weshalb er "Nonono", sagte und den Kopf schüttelte.
"Sorry couldn't find a Street named neuneuneu", meinte der Google Assistent darauf und brachte das ganze Auto zum Lachen (= tut mir leid, konnte keine Straße namens "Neuneuneu" finden).
Als wir zuhause ankamen, fielen wir alle heilfroh über Kates Kartoffelbrei mit Fleisch und Blumenkohl her und redeten noch eine ganze Weile, bevor wir dann zu Bett gingen...Read more










