Alfie außer Rand und Band
November 18, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 7 °C
Montag, einer unserer zwei freien Tage in dieser Woche und wir begannen ihn bereits um 7.30 Uhr mit einem gemütlichen Frühstück. Nina gesellte sich zu uns, bevor sie ihrer Arbeit nachging. Und genau dabei würden wir sie heute stören. Gemeinsam verließen wir das Haus und machten uns auf den Weg zu den Hunden (indessen Rüden), die von Nina gerade ausgemistet wurden. Nach ihnen, begann sie mit den Hündinnen, wobei Tons und ich diese beschäftigten, während sie ihrer Tätigkeit ausführte. Zu guter Letzt waren die Welpen an der Reihe. Darauf hatte ich mich schon Ewigkeiten gefreut. Die Tür ging auf und sieben kerngesunde Welpen (+ zwei Babysitterrüden) purzelten raus. Mit vorne dabei: Nala <3.
Sowohl Antonia als auch ich freuten uns, die Kleinen wiederzusehen.
Da so gutes Wetter war (und es anscheinend der letzte gute Tag sein sollte) beschlossen wir einen Spaziergang zu unternehmen.
Sobald wir also fertig mit unserem Rundgang bei Hunden und Pferden waren, schlenderten wir zum Tor und bald darauf die Straße entlang.
Nina kam nach einigen Minuten nach und so liefen wir von 11 Uhr bis 13 Uhr umher.
Mittags ruhten wir noch etwas, bevor wir erneut mit Nina zu den Hunden gingen. In dieser Zeit tat es uns Marine gleich und nutzte ihre Pause für einen langen Spaziergang (selbe Strecke, wie wir sie gegangen waren). Dabei hat sie wirklich tolle Bilder gemacht (die ich im kommenden Footprint zeigen werde! Aber zuvor noch tausend Bilder von Nala, Frodo & Co).
Wir blieben noch etwas draußen und unterhielten uns mit Nina, als Mick plötzlich Alfie raus ließ. Dieser begann aufgeregt das Futter auf den Boden zu fressen, wobei keiner der anderen Hunde ihm in die Quere kam (außer Heidi, die Rebellin!), sondern sich lieber zu Tons und Nina auf die Bank verzogen. Verwirrt erklärten wir Mick, dass Marine noch Pferde beim Ausmisten war und deshalb das Scheunentor noch offen stehen würde. Wer bei den letzten Beiträgen aufgepasst hat, weiß vermutlich, worauf ich hinaus will.
Alfie dreht bei Pferden durch und Marine musste diese noch füttern und misten, was bedeutete, dass er dort auf keinen Fall hin durfte! Aber versucht das Mal einem aufgeregten zweijährigen belgischen Schäferhund klarzumachen. Mick jedenfalls meinte, dass er Alfie nicht wieder einsperren könne, da dieser bereits zu unruhig wäre. Wir sollten einfach einen Stock bei uns haben (einen normalen oder Gehstock), das wäre nämlich das einzige, vor dem er Respekt hätte. Und mit diesen Worten ließ er uns allein.
Da standen oder saßen wir nun. Mit drei großen Hunden, die sich auf die Bank verkrümeln wollten, einem kleinen, dem alles egal war und einem Riesenhund, der Pferde angriff. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie angespannt die Stimmung war. Ich gab Marine Bescheid, dass Alfie draußen sei und wir versuchen würden, ihn abzulenken. Zunächst funktionierte mein Plan auch ganz gut.
Sobald er Richtung Stall/Scheune lief, rief ich ihn zu mir und er versuchte stattdessen meinen Arm zu beißen oder mich anzuspringen (er beißt nicht fest, aber schön ist es trotzdem nicht). Wenn das nicht klappte, hielten wir ihn den Stock vor, sodass er sich in diesen verbeißen konnte.
Aber auch das war nur für kurze Zeit eine Ablenkung.
Ihr könnt euch sicher schon denken, worauf ich hinaus will. Alfie rannte zur offenen Scheune- und wir mit Stock hinterher. Als wir an den Ställen ankamen, war Alfie bereits mitten in der Scheune und rannte aufgeregt auf und ab. Marine versuchte ihn bereits durch Kommandos zu stoppen, doch hielt ihn das nicht lange auf. Keine Stalltür war offen gewesen, was schon mal einmal gut für uns und die Pferde war. Denn diese würden sicher durchdrehen, wenn Alfie deren Beine attackieren würde. Nina und ich holten die Leine und ich legte Alfie sein Halsband an. Widerwillig ließ er sich aus der Scheune führen, wobei er immer wieder auf meinen Arm einbiss. Das verbesserte die Situation nicht gerade. Wir zerrten Alfie mit uns, der sich stark wehrte und an der Leine riss und zog. Mit einer Hand versuchte ich die Leine zu halten, mit der anderen schob ich den Stock zwischen Alfie und meinen Arm. Nina half mir derweil Alfie zu drehen, der sich immer wieder gegen uns auflehnte und zurück zur Scheune wollte. Inzwischen hatten wir den halben Weg geschafft.
Irgendwie schaffte Alfie jedoch sich auf seinem Halsband zu winden und zurück zur Scheune zu rennen- und wir hinterher. Erneut legte ich ihm sein Halsband an und wir zogen ihn aus der Scheune (Marine konnte nicht weitermachen, solange er draußen war). Gemeinsam mit Nina hielt ich seine Leine und einige Meter (40m) vor der Scheune blieben wir stehen. Wir wussten beide, dass es uns nicht half weiterzugehen. Alfie riss so stark an der Leine, dass er uns wieder entwischen würde. Er war viel zu nervös, frustriert und aufgeregt. Würden wir mehr ziehen, würde das die Chance erhöhen, dass er uns beißen würde. Also versuchten wir ihn zu beruhigen. Marine war währenddessen zu uns getreten und ich bat sie, Mick anzurufen. Er hätte Alfie womöglich eher unter Kontrolle und könne ihn zurück in seinen Käfig führen. Erst jetzt fiel mir auf, dass Tons die ganze Zeit über gar nicht bei uns gewesen war.
Einige Zeit später tauchte dann Mick auf und nahm uns Alfie ab. Antonia stieß ebenfalls zu uns. Erschöpft liefen wir zurück zur Scheune, wo Marine bereits wieder ihrer Arbeit nachging. Tons half ihr noch etwas, während Nina und ich ins Haus liefen.
Am Abend gab es (zu aller Enttäuschung) Hackfleisch mit (wer errät es? Richtig!) Kartoffelbrei, worüber wir alles andere als erpicht waren...
Danach schauten wir zusammen mit Nina (Marine war zu müde) "Sterben muss gelernt sein" und gingen dann ins Bett...Read more










