Ballonfahrt über die Serengeti
February 11 in Tanzania ⋅ ☀️ 24 °C
Um 4.30 Uhr hat uns der Wecker heute aus dem Bett geklingelt. Um 5.15 Uhr sollten wir abgeholt und zum Startplatz der Heißluftballone gebracht werden. Wir haben die ganze Woche schon gebibbert, ob das Wetter mitspielt, da es bisher ja sehr wechselhaft war. Da Andi gestern Abend aber das erste Mal tolle Aufnahmen vom Sternenhimmel machen konnte, waren wir positiv gestimmt. Auch heute morgen sah es immer noch gut aus.
Unser Abholservice kam dann um 5.45 Uhr, da er sich im Schlamm festgefahren hatte. Wir sind über schlammige Straßen durch die Dunkelheit gerutscht, bis wir am Straßenrand die Ballone haben liegen sehen. Für einen Kaffee waren wir zu spät, daher haben wir Sicherheitsgurte angelegt und sind zu den Ballonen gelaufen.
Von unserem Piloten John haben wir die Sicherheitseinweisung bekommen und sind auf abenteuerliche Art in den Korb eingestiegen. Dann wurde es warm, der Ballon ist aufgestiegen und der Korb hat sich aufgerichtet. Und dann waren wir in der Luft. Wir durften aufstehen und waren sofort begeistert von der Landschaft.
Der Ballon ist geräuschlos über die Wiesen geschwebt.
Die Sonne war gerade aufgegangen und hat alles in ein saftiges Grün verwandelt.
Wir waren der letzte Ballon, was einen tollen Blick auf die anderen gegeben hat.
Unser Pilot war Klasse. Er spricht mehrere Sprachen und macht 200 Ballontouren pro Jahr. Er war mit dem Ballon schon in allen Ländern der Welt unterwegs.
Nach ca. einer Stunde sind wir sanft auf einer Wiese gelandet und waren glücklich, da es einfach nur toll war. Wir haben zwar keine Massen an Tieren gesehen, trotzdem war es ein geniales Erlebnis.
Wie es Tradition ist, gab es ein Glas Sekt nach der Fahrt. Unser Fahrzeug von morgens war inzwischen da, bei einem weiteren wurde schnell der Reifen gewechselt und dann wurden wir zum Frühstück gefahren. Wir waren davon ausgegangen, dass wir ein Brötchen auf die Hand kriegen. Erwartet hat uns eine festlich gedeckte Tafel mit allem, was das Herz begehrt.
Sogar die Toiletten waren ein Foto wert. So einen Ausblick hat man selten…
Der Fahrer hat uns nach Seronera gebracht, dem Zentrum der Serengeti. Dort hat uns Daniel mit einem frisch gewaschenen Auto erwartet. Er hat noch getankt und dann ging es wieder auf Safari. Direkt um die Ecke war ein Tümpel, in dem zwei Nilpferde und ein Krokodil Siesta gehalten haben.
Dann ist plötzlich eine Gruppe Giraffen über die Straße gerannt und ist in eine Richtung starrend stehen geblieben. Ca 200 m entfernt ist eine Löwin durchs Dickicht geschlichen. Bei den Giraffen waren ein paar junge Tiere dabei. Der Giraffenbulle ist dem Löwen entgegen gelaufen und hat ihn verscheucht.
Links neben der Straße war ein brauner, ca 50 cm hoher Erdhaufen, den keiner von uns beachtet hat. Es war das Zuhause von ein paar Mangusten, die neugierig aus ihrem Bau geschaut haben.
Durch endlose grüne Wiesen ging es weiter gen Norden. Wir haben ein Schild gesehen, auf dem gezeigt wurde, dass die Serengeti so groß wie Belgien ist, was einem ein Gefühl für die Größe dieser unglaublichen Natur gibt.
Wir haben uns irgendwann gefragt, wie lange wir noch durch die Gegend fahren. Bis wir mitten im Nichts plötzlich auf eine Wiese gefahren und auf einen Baum zugesteuert sind. Darunter lagen 12 Löwen und haben friedlich geschlafen.
Ab und zu ist mal einer aufgestanden und hat sich einen neuen Platz gesucht.
100m weiter lagen zwei Junge und wieder 100 m weiter zwei Löwen. Sie sahen alle gut genährt aus.
Nach einer Pause haben wir uns auf den Rückweg gemacht. Wir sind allerdings nicht wirklich weit gekommen, da am Wegesrand eine riesige Büffelherde gegrast hat.
In einem Baum haben wir einen Leoparden entdeckt. Bis wir ihn mit den Kameras geortet haben, ist er unglaublich schnell in die Baumkrone geklettert und nur noch schemenhaft zu erkennen gewesen. Wir sind weiter gefahren und uns kamen zig Safarifahrzeuge entgegen. Alle wollten den Leoparden sehen. Was ein Glück, dass wir die Tage schon so ein tolles Tier so lange bestaunen durften. Zurück am Camp standen einige Leute mit Ferngläsern da. Angeblich soll sich eine größere Gruppe Löwen in der Nähe aufhalten.Read more



















