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Tansania 2026

Eine fantastische Reise nach Tansania zum Arusha NP mit seiner Vogelwelt, dem Tarangire NP mit seinen Elefantenherden, dem Ngorongoro-Krater mit Spitzmaulnashörnern, der Serengeti mit der Gnuwanderung und schließlich die Strände von Sansibar. Read more
  • Trip start
    February 4, 2026

    Tansania wir kommen

    February 4 in Germany ⋅ ☁️ 2 °C

    Wir haben den 4.2.2026, unsere Heimat liegt unter einer dicken Schneedecke begraben und unrealistischer kann es einem nicht vorkommen,  dass wir morgen nach Afrika fliegen. 

    Nachdem hier gestern absolutes Verkehrschaos war,  hoffen wir,  dass wir es morgen früh pünktlich zum Flughafen schaffen und unser Flieger dann auch landen und starten kann. Unser Flug mit Turkish Airlines führt uns nach Istanbul,  wo wir einen Zwischenstop haben werden,  bevor es weiter geht nach Arusha.Read more

  • Erster Stopp Istanbul

    February 5 in Germany ⋅ ☁️ 2 °C

    Durch den frühmorgendlichen Verkehr sind wir ohne Schnee und Eis in Frankfurt angekommen.  Das Einchecken ging problemlos und wir sind pünktlich gestartet.  Der erste Flug geht nach Istanbul,  wo wir nach einem Aufenthalt mit einem längeren Flug weiter zum Flughafen Kilimanjaro in Arusha fliegen werden.

    Dort werden wir mitten in der Nacht landen und von unserem Veranstalter Tansania Specialist in unsere erste Unterkunft gebracht,  wo wir uns erstmal aufs Ohr hauen werden.
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  • Welcome Arusha

    February 6 in Tanzania ⋅ ⛅ 25 °C

    Der Zwischenstop in Istanbul war schon krass. Ein riesiger Flughafen hat uns empfangen mit echt langen Wegen und heftigen Preisen.  Ein belegtes Brötchen wurde mal eben für 18 Euro angeboten.  Für eine Packung Baklava wurden bis zu 50 Euro aufgerufen. Man fragt sich schon,  wer das bezahlt.  Wir haben trotzdem geshoppt und für 10 Euro eine 1l  Flasche Martini erstanden,  was wir als echtes Schnäppchen empfunden haben. 

    Der Anschlussflug startete pünktlich und kaum waren wir in der Luft,  wurden wir von heftigen Turbulenzen begrüßt.  Allerdings war das der harmlose Teil des Fluges, denn die kompletten Stunden hat ein Baby geschrien und die Eltern haben es brav den Flugzeuggang hoch und runter getragen,  so dass alle etwas davon hatten.  Warum man sich so etwas als Eltern antut  werde ich nie verstehen… Die Turbulenzen haben wahrscheinlich einen kleinen Vorgeschmack von den Straßen durch die Nationalparks vermittelt. Pünktlich um 2.25 Uhr nachts ist der Flieger am Kilimanjaro Airport gelandet.

    Ein Teil der Leute ist sitzen geblieben,  da der Flieger weiter nach Sansibar fliegt.  Wir haben uns mit unserem Online Visum in die Schlange gestellt und waren dann gegen 3.30 Uhr eingereist. Am Ausgang stand wie erwartet der Fahrer mit unserem Namen. 

    Da der Flughafen östlich von Arusha liegt,  sich unsere Unterkunft für die nächsten drei Tage aber 30 km westlich von Arusha befindet,  haben 69 km Autofahrt auf uns gewartet.  Dies hieß 90 Minuten Fahrt durch das nächtliche Tansania.  Auch hier herrscht wieder Linksverkehr,  was wir vor kurzem ja erst auf den Seychellen hatten. Von unserer Umgebung haben wir aber außer sehr vielen Querrillen auf der Straße,  die zum langsam Fahren animieren sollten,  leider nichts gesehen.  Da wir wussten,  dass wir um so eine doofe Uhrzeit landen,  haben wir im voraus eine Prenight gebucht. An der Kutoka Lodge hat bereits ein Mann auf uns gewartet und uns nach dem Einchecken auf unsere Zimmer gebracht. 

    Und so lagen wir ziemlich genau 24 Stunden nachdem unser Wecker ging, um 5.15 Uhr wieder im Bett. 

    Um 10.30 Uhr haben uns der Wecker und eine anschließende Dusche wieder wach gerüttelt. Die Sonne hat uns empfangen: „Herzlich Willkommen in Afrika“ Wir hatten letzte Nacht noch Frühstück bestellt und der Kaffee hat weiter geholfen. Nach dem leckeren Frühstück haben wir uns die Anlage etwas angeschaut und wieder fast ein schlechtes Gewissen bekommen.  Hier springen mehr Angestellte als Gäste herum. 

    Seit ca 7 Jahren werden hier mehrere kleine Gästehäuser gebaut,  der Pool scheint recht neu fertig gestellt zu sein.

    Wir haben uns und unsere Klamotten etwas sortiert  und uns mit Sonnencreme eingeschmiert. Leider hat sich der Himmel gegen Mittag zugezogen und es hat richtig angefangen zu regnen. Hier können wir unsere WetterApp mal richtig vergessen… Um 14 Uhr wurden wir zu einer halbtägigen Stadtrundfahrt in Arusha abgeholt. Ein Guide und Fahrer haben uns in die Stadt gebracht und ein bisschen über ihren Arbeitgeber erzählt.  Tansania Specialist ist ein holländisches Unternehmen,  hat hier 200 Safarifahrzeuge und über 300 Guides beschäftigt. Der Guide sprach super deutsch,  was er in einem 7monatigen Sprachkurs gelernt hat.  Er ist 23 Jahre alt und darf erst mit 25 auch als Fahrer arbeiten.  So lange darf er nur mitfahren. Sein Ziel ist es,  Safaris leiten zu dürfen. Toll,  solche zielstrebigen junge Leute zu sehen.  Auf der Fahrt in die Stadt hat es geschüttet und trotzdem war es total schön und spannend,  das afrikanische Leben zu sehen,  das so anders als das unsere ist. 

    Am Straßenrand wurde alles mögliche verkauft, der Verkehr war chaotisch und wir sind jetzt schon froh,  einen Fahrer zu haben.  Vor allem können wir so das ganze Gewusel auf uns wirken lassen und müssen nicht selber fahren. 

    Unser erster Stop war bei der African Art Gallery, wo unzählige Künstler ihre Kunst verkauft haben.  Wahrscheinlich ärgern wir uns später wieder,  hier nichts eingekauft zu haben. 

    Hier gab es alles,  was das Herz begehrt und was man nicht braucht.  Vor allem aber kein Chinakram.

    Der nächste Stopp war am Frauenmarkt, wo diese Massen an Obst und Gemüse verkauft haben,  authentischer geht es nicht.  Außer Äpfeln wächst hier alles in der Gegend.

    Eine Treppe hoch sind wir auf dem Fleischmarkt gelandet,  wo wahrscheinlich jeder Deutsche genau nichts essen würde. 

    Die Hühner wurden in Käfigen gehalten und haben auf ihr Ende gewartet ohne es zu wissen.

    An einem Stand wurden uns von einem netten Herren seine Gewürze angepriesen und natürlich konnten wir anschließend nicht gehen,  ohne etwas zu kaufen.  Er hat wahrscheinlich das Geschäft seines Lebens gemacht. 

    Wir haben am Automaten Geld abgehoben,  400.000 Schilling, ca 130 Euro waren der Höchstbetrag und unsere Portmonaies platzen fast wegen der Menge Scheine. Mit dem Auto ging es vorbei am Clock Tower, der den Mittelpunkt von Tansania,  Kenia und Uganda kennzeichnet.

    Kurz danach sind wir noch am Minara Uhuru vorbei gefahren,  dem Denkmal, das für die Unabhängigkeit Tansanias in 1961 steht. Damals hieß das Land noch Tanganjika, nach dem Zusammenschluss mit Sansibar in 1963 hat sich das Land dann in Tansania umbenannt.  Arusha hat mit seinen umliegenden Regionen 2,3 Mio Einwohner.  Townships wie in Südafrika gibt es nicht.  Es gibt zwar durchaus auch arme Menschen,  die leben aber überall in der Stadt verteilt.

    Der nächste und letzte Programmpunkt des Tages war die Twiga Brauerei, die einzige Brauerei Tansanias.  Sie wurde in 2015 gegründet und uns wurde die Gründungsgeschichte mit all ihren Hindernissen erzählt, was recht interessant war. Und natürlich haben wir auch ein Biertasting gemacht.

    Auf dem Weg zurück zur Lodge sind wir in einem Monsterstau gelandet.  Aus einer 2spurigen Straße wurde eben mal eine 5spurige Straße gemacht und es ging gar nichts mehr.  Die LKWs  sind einfach rechts den Abhang runter und sind auf dem Feld weiter gefahren.  Zwischendurch Mopeds und Fußgänger – was ein Chaos.  Gegen 20 Uhr waren wir zurück in der Lodge,  voller neuer toller Eindrücke und super hungrig. Nach dem Abendessen sind wir ins Bett gefallen,  um für morgen fit zu sein,  denn dann starten wir in die Tierwelt Tansanias.
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  • Arusha Nationalpark

    February 7 in Tanzania ⋅ ☁️ 27 °C

    Der Arusha Nationalpark beherbergt, wenn man so manchen Berichten glaubt,  die größte Population an Giraffen weltweit.  Und da wir  diese riesigen anmutigen Tiere lieben,  freuen wir uns entsprechend auf den Tag.  Andi geht es leider nicht gut,  ihn hat eine Erkältung erwischt.  Daher war heute morgen die Überlegung,  ob er einen Tag im Bett bleibt.  Aber wir haben alles aus der Reiseapotheke geholt,  was wir gefunden haben und sind nach einem leckeren Frühstück mit dick gefüllten Lunchboxen gestartet. So früh morgens war es noch angenehm kühl. Mit einem Jambo und Hakuna Matata hat uns unser Guide Daniel für die nächsten Tage empfangen. Wir sind in unser Safarifahrzeug gestiegen und los ging es – zuerst wieder durch den Stadtverkehr von Arusha. Dann sind wir links zum Arusha Nationalpark abgebogen. 

    Der Verkehr auf den Straßen wurde dünner, der ca 4500m hohe Mount Meru kam immer näher und 20 Minuten später standen wir am Eingang. Unser Guide hat den Eintritt für uns bezahlt,  pro Person immerhin 45 Dollar.

    Das Dach unseres Safari-Fahrzeugs wurde hochgeklappt und dann ging es in den Park. Der Park gehört zu den kleinsten in Tansania und ist für den Anfang daher genau passend.

    Kurz hinter dem Eingang hat uns bereits auf einer Ebene eine große Zebraherde empfangen. Direkt daneben im Gebüsch haben sich die ersten Giraffen gezeigt. 

    Die Kameras sind das erste Mal heiß gelaufen.

    In den Bäumen neben uns haben sich plötzlich die Äste bewegt und eine Herde schwarz-weißer Stummelaffen ist um uns herum getollt. Man konnte sie super gut an ihren weißen dicken Schwänzen erkennen. Dass so etwas in der Natur praktisch sein kann,  fällt einem schwer zu glauben.

    Ein paar Meter weiter war dann die nächste Affenbande, die uns neugierig beäugt hat. Hier handelte es sich um blaue Affen,  warum auch immer sie so heißen.

    Paviane haben sich dann auch die Ehre gegeben,  bevor wir an einen See gekommen sind, wo Flamingos am Ufer nach Essen gesucht haben. 

    In der Ferne haben ein paar Giraffen ihre Hälse in die Höhe gereckt. Wir haben auf dem Flug hierher Jurassic World geschaut und irgendwie wurden wir daran erinnert. An einem Aussichtspunkt haben wir unsere Luchpakete ausgepackt und bei herrlichem Blick das Essen genossen. 

    Bei der Weiterfahrt standen auf einer Wiese vor uns plötzlich 10 Giraffen und haben Gras gefressen. 

    Sie haben sich von uns in keinster Weise stören lassen,  sondern sind vor uns sogar ganz ruhig über die Straße gelaufen. 

    Da es schon nachmittag war,  sind wir zurück zum Parkeingang und waren mit unserer Ausbeute des ersten Tages sehr zufrieden. 

    Andi war dann noch sehr mutig und hat ein Selfie mit einem Elefanten gemacht.

    Gegen 16 Uhr waren wir zurück in der Lodge,  es hat wieder angefangen zu regnen und wir haben uns ausgeruht. Wir haben heute schon ordentlich das Geschaukel der afrikanischen Massage abbekommen. Außerdem haben sich die Duschen so richtig gefreut. Auf der Veranda haben wir die Zeit genutzt,  Blog geschrieben und Bilder/ Filme sortiert.  Wir haben vor der Flut des Datenmaterials am Ende des Urlaubs etwas Respekt…

    Nach einem leckeren Abendessen haben wir den Tag mit unserem Martini ausklingen lassen.
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  • Tarangire Nationalpark

    February 8 in Tanzania ⋅ ☁️ 24 °C

    Unser Wecker morgens arbeitet sich langsam zu Weckzeiten, die man im Urlaub eigentlich nicht haben will.  Aber: wir sind nicht hier,  um am Pool zu liegen,  sondern etwas zu sehen. Heute früh hatte Andi keine Wahl,  denn nach dem Frühstück haben wir mit unserem Gepäck unsere Unterkunft verlassen und sind gen Westen gefahren.  Unser Ziel ist der Tarangire Nationalpark,  der für seine Affenbrotbäume und Elefanten bekannt ist. Taran bedeutet Fluss, Gire Warzenschwein. Unser Guide hat uns vor der Abfahrt eine kurze Erklärung des Parks gegeben.

    Die Straße war super ausgebaut und wir sind deutlich besser vorangekommen als die letzten Tage durch Arusha.

    Das erste Mal haben wir das Volk der Massai gesehen.  Sie bauen auf dem Land kleine zwei Zimmer Hütten. In dem einen Zimmer lebt die Frau mit den Kindern,  in dem anderen der Vater.  Die Männer dürfen mehrere Frauen haben,  jede Frau hat dann ihre eigene Hütte.  Der Mann schläft immer mal woanders. 

    Die Kinder werden nicht zur Schule geschickt,  da die Angst besteht,  die eigene Kultur zu verlieren. Die Massai sind gut an ihrer Kleidung zu erkennen, da diese sich große Tücher über werfen. Die Frauen haben rasierte Haare und müssen ihren Männern Respekt zeigen.  Sie haben keinerlei Rechte. Schlimm,  dass es heutzutage noch so etwas gibt. 

    Je weiter wir aufs Land gekommen sind,  umso mehr Müll lag am Straßenrand rum.  Seit einigen Jahren versucht die Regierung dies zu reduzieren, indem sie Plastiktüten verboten hat. Vermutlich spielt das Thema Bildung hier aber auch eine Rolle, denn wenn man nicht zur Schule geht kann es nicht besser werden.

    Nach einem Stück Schotterstraße sind wir am Parkeingang angekommen,  sind nochmal aufs Klo und Daniel hat das Dach wieder aufgeklappt.

    Und los gings. In der Nähe vom Eingang haben sich direkt ein paar Giraffen,  Zebras und Gnus getummelt.

    Der Park war traumhaft schön grün.  Große grüne Bäume wohin man geschaut hat.  Die Straßen waren nicht so staubig wie gestern. Und dann stand vor uns eine große Gruppe Elefanten. 

    Sie hatten viele Kleine dabei und sind direkt an unserem Auto entlang gelaufen. Die Pfützen auf den Straßen haben sie genutzt und sich mit Wasser voll gespritzt. 

    Dabei waren sie total friedlich und haben sich mit ihren Ohren Luft zugefächert.

    Wir sind kreuz und quer durch den Park gefahren. Zu der Wahrheit hier gehört auch,  dass die Straßen vor Verkehr überquellen.

    Safarifahrzeuge ohne Ende und entsprechend viele Touristen.

    Der Park ist ja auch für seine Baobabs, also Affenbrotbäume bekannt und an einem besonderen Exemplar haben wir gehalten und durften in ihn hinein steigen.  Innen war ein richtiger Raum,  total irre, wie groß er war. 

    Eine Weile haben wir einer Gruppe Paviane zugeschaut,  wie sie herungetollt sind und aus den Pfützen getrunken haben.  Sie hatten viele Kleine dabei,  was echt süß war. 

    Dann ging es in einer langen Schlange von Fahrzeugen zu einer Picknickstelle, von wo aus man einen tollen Blick hatte.  Auch heute gab es wieder leckere Lunchboxen. 

    Nach dem Essen sind wir noch ein bisschen durch den Park gefahren,  bevor wir ihn gegen 15 Uhr wieder verlassen haben. 

    Der Park hat uns richtig gut gefallen, auch haben wir keine einzige Tsetse-Fliege gesehen,  vor der wir ein bisschen Respekt hatten.. Trotzdem hoffen wir,  dass es sich in der Serengeti etwas mehr verläuft. Weiter ging es in Richtung Westen, vor uns ist der Lake Manyara aufgetaucht und hinter ihm eine hohe Felswand. Diese sind wir über diverse Serpentinen hochgefahren.  Die Landschaft hat sich wieder komplett verändert.  Rote Felder,  Hügel und viele Bäume haben das Bild geprägt.

    Nach einem kurzen Stopp ging es weiter zu unserer heutigen Unterkunft. Die Pamoja Farm Villa hat sehr gute Bewertungen und die sind zurecht so gut.  Durch ein Tor kommt man auf einen Hof und wir wurden vom gesamten Personal empfangen.  Drei Massai haben gesungen und getanzt und uns Willkommen geheißen.  Durch die traumhafte Anlage mit unzähligen Bananenbäumen wurden wir auf unser Zimmer gebracht. 

    Und auch hier hat uns wieder ein total geschmackvolles Zimmer empfangen.  Tolle Unterkünfte findet man in Afrika echt immer an Stellen,  wo man sie am wenigsten erwartet.  Der Tag war anstrengend und mich hat der Pool gelockt.  Andi ist immer noch krank und war froh,  den Tag so gut überstanden zu haben.  Also bin ich alleine ins schöne kühle Nass. 

    Abends haben wir noch lecker gegessen,  bevor wir wieder fleißig Bilder sortiert haben.
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  • Das Ndutu Gebiet

    February 9 in Tanzania ⋅ ☁️ 20 °C

    Heute wurden wir erst um 9 Uhr abgeholt.  Wir sind nicht weit weg vom Eingang des Ndutu-Gebiets und können mit unserem Ticket um 9.30 Uhr in den Park einfahren.  Es gibt wohl auch andere Eingänge,  die früher öffnen,  zu denen wären wir aber länger unterwegs.  Nach einem super leckeren Frühstück haben wir also unsere Koffer wieder gepackt und weiter ging es.

    Der Ort war Montag morgen wieder super geschäftig. Nachts hat es geregnet und so waren die ganzen Felder richtig schön satt rotbraun. 

    Und dann war vor uns plötzlich wieder eine Menge von Safarifahrzeugen. Wir sind am Eingang der Ngorongoro Region angekommen.  Hier hieß es wieder Ticket kaufen,  auf die Toilette gehen und ab in den Park. Obwohl die Region direkt an verschiedene Nationalparks angrenzt, ist dies kein Nationalpark.  Der Grund dafür sind die hier lebendenden Massai. Sie leben schon immer hier und wurden teilweise aus der Serengeti vertrieben,  als die zum Nationalpark wurde.

    Die Straße war nicht mehr befestigt und führte steil bergauf durch viele Kurven durch Regenwald. Von einem Aussichtspunkt aus hatte man einen tollen Blick auf den Ngorongoro Krater,  der vor ca 2 Mio entstanden ist. 

    Es ging weiter bergauf,  bis wir uns auf eine Höhe von 2300 m geschraubt haben.  Die Landschaft hat sich wieder geändert. 

    Weite Ebenen sind vor uns auftaucht,  die Kuhherden der Massai haben die holperige Straße gesäumt, immer wieder standen aber auch Zebras, Gnus, Giraffen und Impalas mitten drin.

    Schlagartig hat sich die Landschaft wieder geändert,  genau wie die Straße.  Diese wurde sehr uneben und ruckelig. Die Ebene liegt auf 1600 m und hat bei dem Vulkanausbruch viel Asche abbekommen. 

    Wenn es regnet wird der Boden steinhart, daher wachsen keine Bäume, sondern nur Gras. Hier liegt auch die Gabelung, an der es geradeaus in die Serengeti und links ab in das Ndutu-Gebiet geht.

    Wir haben das Dach geöffnet und sind ins Ndutu-Gebiet abgebogen.  Den Abstecher machen wir,  da es in dieser Region die jährliche große Tierwanderung gibt.  Die Gnus ziehen im Laufe des Jahres in einem Kreis durch ein großes Gebiet,  immer dem Wasser und der Nahrung hinterher.  Im Februar sind sie in der Ndutu-Gebiet, um hier ihre Kleinen zu kriegen und aufzuziehen.  Es befinden sich Millionen von Gnus hier und entsprechend haben wir auch nicht gleich bei den ersten gehalten.  Wir sind zum kleinen Flughafen,  um auf Toilette zu gehen und dann in das Gebiet gefahren.  Daniel hat Gas gegeben,  hat für uns kreuz und quer irgendwelche Wege eingeschlagen und plötzlich haben wir uns vor einer Gruppe Löwinnen wieder gefunden. 

    Sie lagen einfach rum und haben gepennt. Durch unsere haben sie sich in keinster Weise gestört gefühlt.  Zwei haben sich gegenseitig abgeleckt und Fellpflege betrieben.  

    Das Funkgerät von Daniel lief auf Hochtouren und er ist mitten durch die Gnuherden weiter geheizt. Bis wir in der Ferne mehrere Safariwagen gesehen haben.  Sie alle standen um einen Busch herum,  in dem es sich ein Leopard gemütlich gemacht hat.  Leider hat er sich kaum bewegt und man konnte ihn kaum erkennen. 

    Also haben wir auf den nächsten Funkspruch gehört,  der einen Geparden angekündigt hat.  Wieder ging es über Stock und Stein zu einem anderen Busch.  Hier lag ein Gepard mit 3 Kleinen,  die gerade Milch gesaugt haben.  Ohne Guides und deren Netzwerk hätten wir das nie gefunden, so gut versteckt lag er. 

    Der Himmel zog sich zu,  der nächste Funkspruch,  der Leopard ist aus dem Baum gekommen.  Also zurück und tatsächlich,  der Leopard ist wegen des Regens aus dem Baum gekommen und lag inmitten der Safarifahrzeuge. 

    Er hat sich gemütlich geputzt und überhaupt nicht stören lassen. 

    Daniel hat uns erklärt,  wie selten es ist,  ob dieser Gegend Leoparden zu sehen. Weiter ging es,  denn eigentlich waren wir ja wegen der Gnuherden hergekommen.  Riesige Gruppen sind durch die Gegend gezogen,  haben friedlich gegrast und die Kleinen haben herum getollt.

    Auf dem Weg zur Lodge haben wir dann noch einen Abstecher zum Lake Masek gemacht und zur Kür des Tages lagen im Wasser ca 20 Nilpferde und haben vor sich hingegähnt.

    Perfekter hätte der Tag nicht sein können.  Heute übernachten wir in einem Camp, das direkt am dem See liegt. Es liegt mitten in der Natur,  d.h. hier gibt es alles,  was es heute auch im Park gab.  Daher muss man für alle Wege nach Dunkelheit eine Security beauftragen. Wir haben ein Walkie Talkie bekommen,  um uns bemerkbar zu machen. 

    Der Blick auf den See war überragend und ich bin froh,  nachts mit Ohrenstöpseln zu schlafen.  Die Geräusche der Tierwelt sind jetzt schon unglaublich… Aber ein Kilimanjaro hilft immer!

    Direkt nach dem Anstoßen wurde es unruhig, da zwei Nilpferde aus dem Wasser den Weg zum Camp hinauf genommen haben. Die Security hat darauf hingewiesen,  heute Nacht vorsichtig zu sein…
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  • Ab in die Serengeti

    February 10 in Tanzania ⋅ ⛅ 26 °C

    Ein Hoch auf die Erfindung der Ohrenstöpsel. Als es heute früh der Wecker geschafft hat,  durchzudringen und wir sie aus den Ohren genommen haben,  hat uns die Tierwelt in ihrer vollen Lautstärke empfangen.  Schnatternde Vögel in allen Varianten,  irgendwo hat etwas gegrunzt und gefühlt waren alle Zelte um uns herum schon wach.  Vermutlich hatten sie keine Ohrenstöpsel dabei… Nachdem wir den Reißverschluss unseres Zeltes geöffnet haben,  haben wir über dem See einige Heißluftballons gesehen und Vorfreude auf unsere Tour morgen bekommen. 

    Über dem Restaurantzelt ist gerade die Sonne aufgegangen und im See haben die Nilpferde vor sich hin gegrunzt.

    Nach dem Frühstück wurden unsere Koffer geholt. Man kann gar nicht glauben,  dass das Camp alle 4 Monate abgebaut und an einem anderen Ort wieder aufgebaut wird.  Es zieht quasi mit den Gnus auf ihrer Wanderung mit.  Was das für eine Logistik bedeutet mag man sich gar nicht vorstellen. 

    Kurz hinter dem Camp sind wir auf eine Gruppe von 30 Giraffen gestoßen.  So viele auf einmal haben wir noch nie gesehen.  Egal,  wo man hingeschaut hat,  ragten die langen Hälse aus dem Gebüsch. 

    Heute früh waren unheimlich große Zebraherden unterwegs.  Durch den Regen gestern war viel Wasser in den Straßengräben, was eine praktische Tränke für sie ist.  Allerdings sind sie mitten auf der Straße nicht immer gut aufgehoben. 

    Ein kleines totes Zebra lag auf Straße,  die Mutter stand tauernd daneben.  Schilder am Straßenrand weisen auf die Höhe der Strafen hin,  wenn man denn eins der Tiere tötet.  Bei einigen muss man den Preis für ein neues Auto wohl noch hinzu rechnen. 

    Gegen 10 Uhr standen wir am offiziellen Eingang zur Serengeti. Daniel hat wieder das Ticket gelöst und los ging es.  Eine weite Ebene hat uns empfangen,  weites Grasland so weit das Auge reicht. 

    In der Serengeti muss man wieder auf den Wegen bleiben und darf nicht kreuz und quer fahren.  Daniel hat wieder gefunkt und vorbei an riesigen Herden von Gnus und Zebras ging es durch die Gegend.  Einige Hyänen haben sich im Matsch gesuhlt.

    In weiter Ferne ist ein Baum aufgetaucht.  Darunter lag ein alter Löwe, der sich seine Wunden von der letzten Jagd geleckt hat.

    Vor uns sind einige Felsformationen größer geworden,   die an König der Löwen erinnert haben.  Und tatsächlich lagen 3 Löwinnen auf dem Felsen und haben vor sich hin gedöst.

    An Wasserlöchern haben die Hyänen ihr Reich gegen die Zebras und Gnus verteidigt.

    In einem Baum saßen Ohrengeier und haben auf ihr Festmahl gewartet. 

    Gefühlt lag in jedem weiteren Busch ein Löwe. 

    An einer Wasserstelle lag dann ein ganzes Rudel und hat geschlafen. 

    Unter einem Baum haben wir im Auto die Mittagspause gemacht,  da um uns herum schon einige Löwen lagen.

    In der Ferne sind heftig dunkle Wolken aufgezogen und es hat angefangen zu regnen. 

    Am Anfang fanden wir es lustig, ein bisschen über die Straße zu rutschen. Der Regen wurde aber schnell heftiger und wir waren baff,  wie schnell sich die Straßen in ein matschiges Etwas verwandelt haben. 

    Wir sind mit einem anderen Fahrzeug unseres Anbieters in Kolonne gefahren,  was bei dem Wetter nicht die schlechteste Idee war.  Ca 3 Kilometer vor dem Camp ist ein anderes Fahrzeug im Schlamm stecken geblieben. Unser Fahrer hat das Abschleppseil heraus geholt und hat ihn heraus gezogen.  Offroad-Abenteuer pur.  Unglaublich,  was diese Fahrzeuge können. 

    Dann sind wir gut erhalten an unserem Camp für die nächsten drei Tage angekommen.

    Nach einer Dusche haben wir die Flasche Martini aus Istanbul gekillt. 

    Gegen 18 Uhr kam ein Herr,  der uns ein Briefing für morgen früh gegeben hat. Wir werden um 5.15 Uhr abgeholt, um eine Ballonfahrt zu machen und freuen uns wie Bolle. Also geht’s heute früh in die Heia…
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  • Ballonfahrt über die Serengeti

    February 11 in Tanzania ⋅ ☀️ 24 °C

    Um 4.30 Uhr hat uns der Wecker heute aus dem Bett geklingelt.  Um 5.15 Uhr sollten wir abgeholt und zum Startplatz der Heißluftballone gebracht werden.  Wir haben die ganze Woche schon gebibbert, ob das Wetter mitspielt, da es bisher ja sehr wechselhaft war.  Da Andi gestern Abend aber das erste Mal tolle Aufnahmen vom Sternenhimmel machen konnte,  waren wir positiv gestimmt. Auch heute morgen sah es immer noch gut aus.

    Unser Abholservice kam dann um 5.45 Uhr, da er sich im Schlamm festgefahren hatte.  Wir sind über schlammige Straßen durch die Dunkelheit gerutscht, bis wir am Straßenrand die Ballone haben liegen sehen.  Für einen Kaffee waren wir zu spät,  daher haben wir Sicherheitsgurte angelegt und sind zu den Ballonen gelaufen.

    Von unserem Piloten John haben wir die Sicherheitseinweisung bekommen und sind auf abenteuerliche Art in den Korb eingestiegen.  Dann wurde es warm,  der Ballon ist aufgestiegen und der Korb hat sich aufgerichtet.  Und dann waren wir in der Luft.  Wir durften aufstehen und waren sofort begeistert von der Landschaft.

    Der Ballon ist geräuschlos über die Wiesen geschwebt.

    Die Sonne war gerade aufgegangen und hat alles in ein saftiges Grün verwandelt. 

    Wir waren der letzte Ballon,  was einen tollen  Blick auf die anderen gegeben hat. 

    Unser Pilot war Klasse. Er spricht mehrere Sprachen und macht 200 Ballontouren pro Jahr.  Er war mit dem Ballon schon in allen Ländern der Welt unterwegs. 

    Nach ca. einer Stunde sind wir sanft auf einer Wiese gelandet und waren glücklich, da es einfach nur toll war.  Wir haben zwar keine Massen an Tieren gesehen,  trotzdem war es ein geniales Erlebnis.  

    Wie es Tradition ist,  gab es ein Glas Sekt nach der Fahrt.  Unser Fahrzeug von morgens war inzwischen da,  bei einem weiteren wurde schnell der Reifen gewechselt und dann wurden wir zum Frühstück gefahren.  Wir waren davon ausgegangen,  dass wir ein Brötchen auf die Hand kriegen.  Erwartet hat uns eine festlich gedeckte Tafel mit allem,  was das Herz begehrt.  

    Sogar die Toiletten waren ein Foto wert.  So einen Ausblick hat man selten…

    Der Fahrer hat uns nach Seronera gebracht,  dem Zentrum der Serengeti.  Dort hat uns Daniel mit einem frisch gewaschenen Auto erwartet.  Er hat noch getankt und dann ging es wieder auf Safari.  Direkt um die Ecke war ein Tümpel,  in dem zwei Nilpferde und ein Krokodil Siesta gehalten haben.

    Dann ist plötzlich eine Gruppe Giraffen über die Straße gerannt und ist in eine Richtung starrend stehen geblieben.  Ca 200 m entfernt ist eine Löwin durchs Dickicht geschlichen. Bei den Giraffen waren ein paar junge Tiere dabei. Der Giraffenbulle ist dem Löwen entgegen gelaufen und hat ihn verscheucht. 

    Links neben der Straße war ein brauner, ca 50 cm hoher Erdhaufen,  den keiner von uns beachtet hat.  Es war das Zuhause von ein paar Mangusten, die neugierig aus ihrem  Bau geschaut haben.

    Durch endlose grüne Wiesen ging es weiter gen Norden.  Wir haben ein Schild gesehen, auf dem gezeigt wurde,  dass die Serengeti so groß wie Belgien ist, was einem ein Gefühl für die Größe dieser unglaublichen Natur gibt. 

    Wir haben uns irgendwann gefragt,  wie lange wir noch durch die Gegend fahren.  Bis wir mitten im Nichts plötzlich auf eine Wiese gefahren und auf einen Baum zugesteuert sind.  Darunter lagen 12 Löwen und haben friedlich geschlafen. 

    Ab und zu ist mal einer aufgestanden und hat sich einen neuen Platz gesucht.

    100m weiter lagen zwei Junge und wieder 100 m weiter zwei Löwen.  Sie sahen alle gut genährt aus.

    Nach einer Pause haben wir uns auf den Rückweg gemacht.  Wir sind allerdings nicht wirklich weit gekommen,  da am Wegesrand eine riesige Büffelherde gegrast hat. 

    In einem Baum haben wir einen Leoparden entdeckt.  Bis wir ihn mit den Kameras geortet haben,  ist er unglaublich schnell in die Baumkrone geklettert und nur noch schemenhaft zu erkennen gewesen.  Wir sind weiter gefahren und uns kamen zig Safarifahrzeuge entgegen.  Alle wollten den Leoparden sehen.  Was ein Glück,  dass wir die Tage schon so ein tolles Tier so lange bestaunen durften.  Zurück am Camp standen einige Leute mit Ferngläsern da.  Angeblich soll sich eine größere Gruppe Löwen in der Nähe aufhalten.
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  • Das Zentrum der Serengeti

    February 12 in Tanzania ⋅ ⛅ 26 °C

    Da wir einmal den Sonnenaufgang in der Serengeti fotografieren wollten,  haben uns die Wecker heute früh um 5.15 Uhr raus geschmissen.  Um kurz nach 6 Uhr hat uns Daniel geholt und wir sind eine Anhöhe hinauf gefahren auf der Suche nach einer schönen Akazie.  Nachdem wir diese gefunden haben,  hieß es warten. 

    Und was wir für einen perfekten Platz gefunden hatten,  haben wir erst verstanden,  nachdem die Sonne langsam aufgegangen ist.  Mitten durch sind hintereinander zwei Ballone gefahren,  mehr Glück kann man nicht haben. 

    Die ganzen Begleitfahrzeuge sind an uns vorbei gerauscht auf der Verfolgung der Ballone. Total gechillt stand eine Giraffenherde direkt neben der Straße und hat am Baum gefressen. 

    Wir sind zu einem Gewässer gefahren,  wo weit über hundert Nilpferde im Wasser lagen. 

    Sie haben sich mit ihren kurzen Stummelschwänzen gegenseitig mit Wasser bespritzt und dabei ihr Geschäft getätigt.  Lecker… Man hatte richtig Lust,  in dem Gewässer baden zu gehen. 

    Während wir die Tiere beobachtet haben,  haben wir unsere Frühstücksboxen geleert. Es ging weiter und im Laufe des Vormittags haben wir festgestellt,  dass heute der Tag der großen Herden ist. 

    Eine Elefantenherde mit ca 30 Tieren und ganz vielen kleinen Dumbos war unterwegs zu einem Wasserloch. In diesem lagen allerdings unzählige Nilpferde, so dass das Wasser bestimmt nicht lecker war. 

    Die zwei kleinsten Dumbos haben sich hingeworfen und rumgewälzt. Danach konnten sie alleine nicht mehr aufstehen und die anderen haben mit ihren Rüsseln unterstützt.  Total süß.  

    Einer riesigen Büffelherde folgte eine Herde Zebras wie wir sie bisher noch nicht gesehen haben.  Teilweise haben sie geschlafen und dabei ihre Köpfe gegenseitig auf den Rücken abgelegt. 

    Ein paar Meter weiter lagen ein paar dösende Löwen im Gebüsch. Die Zebras in erster Reihe waren total achtsam und hatten ein paar Aufpasser abgestellt. 

    Daniel hat ein paarmal gefunkt und wieder Gas gegeben.  Unser Ziel war dieser schöne Leberwurstbaum.

    Wir wussten erst nicht so recht,  warum wir hier sind,  bis wir drei Löwen unter dem Baum haben liegen sehen.  Es kam aber noch viel besser,  denn auf den Ästen lagen weitere vier Exemplare,  die vor sich hingeschlummert haben und sich nur bewegt haben,  wenn eine ihrer Tatzen runter gefallen ist.

    Dass sich diese großen Tiere dort so gut halten können, geschweige denn dort hoch kommen, ist unglaublich. 

    Wir haben beschlossen,  heute zwischendurch mal eine Siesta einzulegen und sind zurück zum Camp. In den Zelten war es allerdings vor Wärme kaum auszuhalten, so dass wir nach der Pause richtig platt waren.  Kein Wunder,  dass die ganzen großen Tiere in der Mittagshitze faul in der Ecke rum liegen und drauf warten,  dass die Sonne ihre Kraft verliert. Um unser Zelt herum sind eine Menge Klippschliefer, die herum getollt sind und uns neugierig beäugt haben.

    Gegen 16.30 Uhr sind wir nochmal los gezogen. Am Himmel sind dunkle Wolken aufgezogen und es wurde richtig windig und gleich ein paar Grad kühler,  herrlich.

    Die Suche nach einem Leoparden war heute leider ergebnislos.  Daher wollten wir uns einen schönen Platz zum Sonnenuntergang schauen suchen.  Die Wolkenfront ist aber immer dichter geworden und plötzlich haben sich über der Regenfront ganz bunte Wolken gebildet,  sogenannte  Perlmutwolken.

    So etwas haben wir noch nicht gesehen und wir waren super glücklich.

    Morgen früh werden wir die Serengeti leider schon wieder verlassen.  Es waren anstrengende,  aber super tolle Safaritage.
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  • Der Ngorongoro-Krater

    February 13 in Tanzania ⋅ ☀️ 21 °C

    Dafür,  dass wir es gestern Nachmittag in den Zelten vor Wärme kaum ausgehalten haben,  waren wir nachts froh,  dicke Decken zu haben.  Um 6 Uhr haben wir uns zum frühstücken getroffen und um 6.30 Uhr ging es los. In unserem Camp waren zwei Giraffen,  die genüßlich die Blätter von den Bäumen gezupft haben.   

    Kurz nach unserem Start ging die Sonne auf und überall gab es wieder traumhafte Motive. 

    Wir hatten unglaubliches Glück,  denn am Straßenrand lief eine Gepardin mit zwei Jungtieren.  Es sind einfach so wahnsinnig schöne Tiere. 

    Wir sind heute die Hauptstraße zum Parkausgang gefahren.  Wir mussten durch richtig tiefe Wasserlöcher, die Straßen werden sich selber überlassen.

    Und dann waren wir schon wieder am Parkausgang und haben nach drei wunderschönen und erlebnisreichen Tagen die Serengeti verlassen. 

    Kaum waren wir aus dem Park raus,  standen am Straßenrand wieder die Massai und haben ihre Herden gehütet. Wir sind mit 80 kmh über die Waschbrettpisten gebrettert. Die Autos sind alle GPS überwacht,  daher muss man sich an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten.  Vor uns ist wieder das Massiv des Ngorongoro-Kraters aufgetaucht und die Straße hat sich wieder hinauf gewunden. Wir waren bisher relativ allein auf der Straße unterwegs. Plötzlich ist vor uns eine Autoschlange aufgetaucht.  Wir hatten den Eingang in den Ngorongoro Krater erreicht.  Auch hier muss man wieder Eintritt zahlen,  daher der Stau.

    Von einem Aussichtspunkt haben wir in den 610 m tieferen Krater geschaut, bevor es hinab ging. 

    Nochmal kurz aufs Klo,  bevor wir die Rundtour durch den Krater gestartet haben. Der Durchmesser ist zwischen 17 und 21 km,  ca.  25.000 Großtiere leben hier. 

    Der Krater  ist vor ca. 2-3 Millionen Jahren entstanden.  Er hat auf kleiner Fläche eine extreme Tierdichte und ist UNESCO Welterbe. Gefühlt jedes Fahrzeug hier ist auf der Suche nach einem der ca 50 hier lebenden Nashörnern. Bis mittags haben wir auch sechs Exemplare gesehen,  allerdings waren sie so weit weg,  dass sie durch das Flimmern der Hitze kaum zu erkennen waren.  Der Krater ist auch wirklich anders als die Serengeti oder die anderen Parks.  Die Tiere sind recht weit von der Straße entfernt und man kann sie teilweise schlecht erkennen. Allerdings ist dies für die Tiere auch gut,  denn so können sie sich vor den vielen Autos  zurück ziehen und verstecken,  wenn ihnen danach ist.  Im See in der Mitte leben viele Flamingos und spiegeln sich schön im Wasser. 

    Mittags haben wir an einem schönen See mit massenhaft anderen Fahrzeugen Pause gemacht.  Pelikane haben gefischt,  in der Mitte sind Flusspferde geschwommen.  Idylle pur, wären da nicht die vielen Menschen…

    Wir sind nochmal zurück zu der Stelle gefahren,  an der wir vormittags die beiden Nashörner gesehen haben und tatsächlich sind sie der Straße und somit unseren Kameras etwas näher gekommen.

    Am Wegesrand stand eine Gruppe Kronenkraniche, das Wappentier Tansanias. 

    Auf den Wiesen waren ein paar alte Elefanten.  Ihre Zähne sind kaputt,  daher benötigen sie das weiche Gras.  Die jüngeren Tiere halten sich in den Wäldern auf,  da es dort mehr zu fressen gibt. 

    Eine Horde Wasserbüffel hat friedlich gegrast und der Krater hat sich langsam von den vielen Fahrzeugen geleert.

    Die Pelikane und Flamingos haben sich die Bäuche voll gehauen.

    Bevor wir den Park verlassen haben,  musste natürlich noch ein Beweisfoto her,  dass wir auch hier waren. 

    Der Ausgang führte durch ein Waldstück, in dem noch eine Elefantenherde gegrast hat.  Und es war zum Abschluss der kleinste Dumbo dabei,  den wir bisher gesehen haben. 

    Steil bergauf führte uns um 16 Uhr die Straße die 610 Höhenmeter.  Oben angekommen,  haben wir noch einen kleinen Stopp am Denkmal der Grzimeks eingelegt,  bevor wir das Ngorongoro Gebiet wieder verlassen haben.

    Und dann: eine geteerte Straße.  Nach mehreren Tagen Geschaukel war dies ein Traum.  Ca.  eine Stunde ging es weiter durch Zivilisation zu unserer Lodge.  Die vielen Menschen und der Verkehr waren irgendwie merkwürdig nach den Tagen der Einsamkeit.  Dafür sind wir wieder durch diese tolle grüne Gegend mit ihren roten Feldern gefahren.  Wir haben heute so viel Staub geschluckt wie den ganzen Urlaub nicht. Völlig eingestaubt sind wir dann in der Manyara Best View Lodge angekommen,  im Luxus pur.  Die Lodge liegt an der Kante eines Grabenbruchs und bietet eine unglaubliche Aussicht. 

    Mit kleinen TukTuks sind wir den Berg hinab zu unserem Zimmer gefahren worden,  wo wir das nächste Mal baff waren.

    Nicht nur,  dass man eine unglaubliche Aussicht hat,  wir haben sogar einen eigenen Pool mit Sitzecke. Und das Beste: hier bleiben wir morgen den ganzen Tag und lassen es uns gut gehen.
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  • Chillen in der Manyara Best View Lodge

    February 14 in Tanzania ⋅ ☀️ 28 °C

    Oh wie war das herrlich,  heute länger schlafen zu können.  Haben wir zwar nicht gemacht,  da wir den Sonnenaufgang über dem Tal sehen wollten, aber allein der Gedanke hat gezählt. 

    Die Hauptanstrengung heute bestand darin,  das Essen für die nächste Mahlzeit aussuchen zu dürfen.

    Die Lodge ist richtig toll. Eine Anlage direkt in den steilen Hang des ostafrikanischen Grabens gebaut. 300 m unter uns liegt das Tal,  das teilweise bis zu 150 km breit ist.

    Riesige Bananenplantagen bewachsen das grüne Tal. Der Graben ist 3500 km lang. Die Seen Ostafrikas sind durch ihn entstanden. Vom Pool aus kann man gut den Manyara See sehen. 

    Wir befinden uns immer noch auf 1200 m Höhe. Heute war es wieder recht warm,  dabei ging aber ein schöner Wind und wir haben fast den ganzen Tag am Infinity Pool verbracht und unsere unzähligen Bilder geprüft,  gelöscht und gesichert.

    Tagsüber waren wir fast alleine,  nachmittags kamen andere von der Safari zurück und es wurde voller.  Die Anlage ist von einem tollen Garten umgeben,  in dem es an jeder Ecke blüht.

    Unser Zimmer liegt direkt unter dem Infinity Pool,  was dafür sorgt,  dass es ganz gut gekühlt wird.  Eine Klimaanlage gibt es zu unserer Überraschung nämlich nicht.

    Abends gab es in der Lodge noch eine Tanzvorführung von einer Massai-Gruppe mit einigen akrobatischen Einlagen.
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  • Manyara Nationalpark

    February 15 in Tanzania ⋅ ☀️ 29 °C

    Nach einer Nacht,  die wir alle mehr oder weniger auf dem Klo verbracht haben, hieß es heute morgen packen und Abschied nehmen.  Das Frühstück ist recht mager ausgefallen,  da es in den nächsten Nationalpark gehen sollte und dort sind die Toiletten rar.  Daniel hat uns um 8 Uhr abgeholt und los ging es,  zuerst wieder über die neulich total staubige Straße. Da es letzte Nacht geregnet hat,  war es heute nicht mehr staubig und man konnte abseits der Straße die Häuser der Leute erkennen. Nicht weit von der Lodge war schon der Eingang in den Park. Er liegt direkt am See und ist sehr grün.  Er bekommt das Wasser aus dem Ngorongoro Gebiet. Da der See keinen Ablauf hat,  steigt der Wasserstand stetig.  Die toten Bäume im Wasser sind schlichtweg ersoffen,  da der Wasserstand gestiegen ist. Aus dem Grund gibt es auch nicht mehr so viele wilde Tiere.  Die Löwen und Leoparden sind in Gebiete weiter gezogen,  in denen es mehr Nahrung gibt.  Trotzdem haben sich einige Tiere gezeigt,  die wir bisher noch nicht gesehen haben,  vor allem Vögel. 

    Wir haben alles aufgesogen,  was wir heute zum letzten Mal sehen werden in diesem Urlaub. 

    Sogar für Selfie-Wahn hat es noch gereicht.

    Im Park war heftig zu sehen,  wie  Parasitenpflanzen Akazien befallen haben.   Überall waren die Bäume wie eingesponnen. An dem Parasiten hingen apfelähnliche Früchte, die ungenießbar sind. 

    Dann sind wir ans Ufer des Lake Manyara gekommen und haben die abgestorbenen Bäume aus nächster Nähe gesehen. 

    Der Park ist fest in Affenhand. Überall sitzen und springen Massen an Pavianen und Blauaffen herum.

    Die Paviane hatten ganz viele junge Tiere dabei und hielten sich in Gruppen auf.

    Gegen 12 Uhr haben wir unsere Lunchboxen am Parkausgang verdrückt und dann ging es ca.  2 Stunden zurück nach Arusha. 

    Wir haben uns von Daniel am Flughafen verabschiedet,  unser Gepäck aufgegeben und dann auf unseren Flug nach Sansibar gewartet.  Die Inlandsflüge gehen nicht vom Kilimanjaro Airport östlich der Stadt,  wo wir gelandet sind,  sondern vom Arusha Airport westlich der Stadt.  Von hier aus starten unzählige kleine Maschinen zu den Flughäfen,  die wir in den letzten Tagen mit dem Auto passiert haben. Unsere war die Größte,  die auf dem Platz herum stand.  Um 17 Uhr,  als wir abheben sollten,  ist gar nichts passiert.  Um 17.30 Uhr saßen wir immerhin im Flieger.  Draußen fing es an zu regnen, was unsere Hoffnung,  einen Blick auf den Kilimanjaro zu bekommen,  ziemlich zunichte gemacht hat. 

    Der Pilot hat aber gewartet,  bis das Regengebiet durch war und von über den Wolken konnten wir dann doch einen kurzen Blick auf den 5.895 m hohen Berg Afrikas erhaschen.  Gesehen hat man aber nur den Teil über den Wolken. 

    Gegen 19 Uhr sind wir gelandet,  mussten das Formular für die extra Krankenversicherung vorzeigen,  ohne die man seit kurzem nicht mehr einreisen darf und mussten dann etwas auf die Koffer warten. Ein Fahrer von unserem Anbieter hat uns abgeholt und wir sind in Richtung Hotel gestartet.  Dabei mussten wir durch Stonetown. Auf Sansibar leben ca 2 Mio Menschen,  der Großteil in der Hauptstadt.  Und genauso voll war es.  Wir sind am Stadion vorbei gefahren,  wo ein Fußballspiel vom Afrikacup statt gefunden hat. Tansania hat gerade 1:0 gegen Tunesien geführt,  worüber sich unser Fahrer sehr gefreut hat.   Entsprechend voll war es. Da es tagsüber hier sehr warm ist, kommen die Leute nach Sonnenuntergang raus und kaufen sich Essen statt zu kochen. Nach ca 1,5 Stunden Fahrt sind wir völlig erledigt im Hotel angekommen.  Mittlerweile war es nach 21 Uhr und bevor wir die Zimmer bezogen haben,  haben wir das Restaurant gestürmt.  Seit der Lunchbox war es schon etwas her… Anschließend konnten wir unsere Zimmer beziehen und endlich die warmen Klamotten ausziehen.  Selten hat die Dusche so gut getan. Das Klima ist hier echt heftig.  Um 23 Uhr sind es noch 25 Grad.  Zum Glück haben wir eine Klimaanlage.
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  • Ausruhen auf Sansibar

    February 16 in Tanzania ⋅ ☁️ 30 °C

    Nachdem wir gestern echt fertig waren nach dem Tag,  war die Nacht alles andere als lustig.  Andi ist vom Klo nicht mehr runter gekommen,  ich hatte richtig Schüttelfrost und habe den kompletten Tag im Bett verbracht.  Angeschaut haben wir hier noch nicht wirklich etwas.  Daumen drücken,  dass es morgen besser wird….Read more

  • Sansibar

    February 17 in Tanzania ⋅ ☁️ 29 °C

    Heute war endlich das Fieber weg und wir konnten wieder etwas Essen.  Nach dem Frühstück haben wir das erste Mal etwas von der Anlage hier gesehen, die echt schön ist.  In einen Garten gebaut stehen viele 2stöckige Häuser,  in denen je 4 Zimmer sind. 

    Es gibt viele überdachte Sitzecken, die Sonnenschutz bieten,  denn es ist echt heftig warm hier.  Vor allem die Luftfeuchtigkeit setzt uns zu. Kurz: es ist nicht das Klima,  in dem wir uns wohl fühlen.  Wir haben uns auf ein paar Liegen am Strand gelegt und der Blick hinunter war ein bisschen wie Kino.  Am Strand standen die Massai und haben die Hotelausgänge beobachtet.  Sobald ein Touri an den Strand gegangen ist,  sind sie losgelaufen und haben die Leute in Gespräche verstrickt und nicht mehr alleine weiterlaufen lassen.  Viele haben sich auch darauf eingelassen,  wann und ob sie ihre Portemonnaies geöffnet haben,  haben wir aber nicht gesehen.  Vermutlich habe ich auch einfach schon zu viele Reportagen darüber gesehen,  dass ich so kritisch eingestellt bin. 

    Am späten Vormittag war Ebbe und wir haben uns auch mal an den Strand gewagt.  Als wir die Massai ignoriert haben,  haben sie uns beschimpft,  wir hätten es nicht verdient,  hier zu sein.  Wir sind den Strand entlang der Hotelanlagen gelaufen,  danach kamen Bretterbuden, die mit Schildern „Kaufland“, „Lidl“ und „IKEA“ gekennzeichnet waren.  Dahinter standen die Baukräne und haben weitere Luxushotels gebaut. 

    Irgendwie eine Welt,  in der wir nicht zuhause sind.  Wir sind ein bisschen ins Meer hinaus gelaufen,  da Holzpflöcke im Wasser unsere Aufmerksamkeit erregt haben.  Zwischendrin saßen Frauen und haben das Seegras geerntet, das sich bei Ebbe dort gesammelt hat.  Dieses wird wohl für Cremes verwendet. 

    Außerdem lagen die für hier typischen Holzboote im Wasser und die Eigentümer haben auf die Flut gewartet,  damit sie wieder näher ans Ufer und die Touris kommen,  um ihre Touren anzubieten. 

    Am späten Nachmittag hat sich ein komplett anderes Bild aufgetan.  Die Flut hat alle Leute verdrängt und man konnte nur noch auf dem Hotelgelände laufen. 

    Dahinter war ein ganz schmaler Streifen, an dem man den Massai nicht mehr aus dem Weg gehen konnte.  Das haben wir uns nicht angetan und haben es uns am Pool gemütlich gemacht. 

    Den Abend haben wir gemütlich ausklingen lassen, denn unsere Begleiter Inge und Axel haben heute Silberhochzeit.  So richtig anstoßen konnten wir aber nicht,  da wir abwechselnd aufs Klo geflitzt sind…  Trotzdem auch hier nochmal: Herzlichen Glückwunsch auf 25 Jahre.
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  • In guten wie in schlechten Zeiten...

    February 18 in Tanzania ⋅ ☀️ 29 °C

    Das hatten wir uns anders vorgestellt.  Wir haben heute unseren 10. Hochzeitstag und ich habe mal wieder ne ätzende Nacht hinter mir.  18 x bin ich aufs Klo gerannt, so dass die anderen ohne mich zu fragen heute morgen den Doc geholt haben.  Der hat mich kurz untersucht und dann mit ins Krankenhaus genommen,  yeah… Ich hatte erst ein bisschen Schiss in ein Krankenhaus auf Sansibar zu kommen,  aber der Fahrer ist in eine Hotelanlage abgebogen, auf dessen Gelände die Klinik war. 

    Dort haben sie Andi und mir Blut abgenommen,  Ultraschall- Untersuchungen gemacht und Stuhlproben genommen. Der Puls lag bei mir bei über 110. Dann wurde ich an einen Tropf mit 500 ml Elektrolyte angeschlossen,  der ca.  4 Stunden durch lief.

    In der Hoffnung,  dass inzwischen die anderen Ergebnisse vorliegen,  habe ich mich gefreut,  dass ich endlich wieder gehen kann, aber zu früh gefreut.  Die nächste Infusion wurde angeschlossen, die irgendwelche Bakterien abtöten sollte. 

    Im Bett neben mir lag ein Mann aus Ulm.  Seine Frau und er besuchen eine Freundin,  die vor 2 Jahren aus Deutschland ausgewandert ist und mit einem Massai zusammen ist,  dem 3. in den 2 Jahren.  Er hat erzählt,  dass die Massai am Strand bis zu ihrem 28. Lebensjahr von ihren Familien vom Festland hierher geschickt werden,  um von ihren Schwestern gebastelten Schmuck zu verkaufen.  Das Geld schicken sie dann nach Hause zu ihren Familien.  Dies ist wohl mehr,  als sie normalerweise verdienen.  Schon heftig.

    Um 17.30 Uhr haben wir die Diagnose Viraler Infekt bekommen,  alles andere wie Malaria & Co. konnte ausgeschlossen werden.  Um 19.20 Uhr waren wir wieder im Hotel.  Der Doc hat dann die Rechnung noch gebracht und wir haben beide 350 Dollar gezahlt.  Den Tag hätte ich mir sparen können.  Mir wäre es heute auch so wieder besser gegangen, wenn ich noch im Bett geblieben wäre…  Aber ich kann es leider nicht mehr ändern…

    Einer von den vielen sinnlosen Tagen auf der langen Liste der sinnlosen Tage – Check
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  • Stonetown

    February 19 in Tanzania ⋅ ⛅ 29 °C

    Die Nacht war ruhig, wir wieder dicht und daher haben wir uns mutig auf die gebuchte Tour nach Stonetown begeben.  Der Fahrer hat uns um 8 Uhr am Hotel abgeholt und uns die Stunde auf die Westseite der Insel gefahren.  Das erste Mal haben wir überhaupt etwas hiervon gesehen.  Sansibar ist sehr grün und fruchtbar.  Wohin man schaut werden die unterschiedlichsten Leckereien angebaut. 

    Riesige Obstbäume aller Arten stehen überall herum.  Am Straßenrand verkaufen die Leute ihre Ernte.

    Viele sind zu Fuß oder mit Fahrrädern unterwegs.  Je näher man zur Stadt kommt,  umso dichter wird die Anzahl der Busse und umso voller werden diese.  Die meisten sind gnadenlos überladen, was bei den Polizeikontrollen nicht gut ankommt.  An den Tankstellen bildeten sich lange Schlangen, da der Sprit knapp ist.  An anderen war gar nichts los,  die waren wohl schon leer.

    Wir konnten,  wie schon am Festland,  die Arbeiten der Schreiner bewundern,  die am Straßenrand ihre riesigen Betten verkauft haben.  Echtholz macht Wind und Wetter halt weniger aus als unsere Billigfuniermöbel. Die wären hin. 

    Wir sind wieder am Stadion vorbei gefahren,  das heute ohne Spiel leer war.  Am ehemaligen Sklavenmarkt wurden wir hinaus gelassen und haben unseren Stadtführer getroffen.  Und er hat uns gleich die dunkle Geschichte von Sansibar näher gebracht.  Bis 1909 wurde hier Sklavenhandel betrieben. 

    Meist von den Arabern und Portugiesen. In niedrigen Verließen wurden bis zu 60 Menschen eingepfercht ohne Toilette und Frischluft. Die,  die nach 4 Tagen noch gelebt haben, wurden für stark befunden und konnten gut verkauft werden. Männer und Frauen wurden getrennt.  Der Rest hatte „Pech“ gehabt und war weniger Wert,  sofern sie noch gelebt haben. 

    Die Engländer, die den Sklavenhandel ausgelöst haben,  haben ihn 250 Jahre später dann auch wieder beendet.  An der Stelle wurde später dann eine Kirche gebaut.

    Weiter ging es auf den Markt, aus dem wir auch gleich wieder geflüchtet sind,  denn der Anblick von den vielen Fischen und Innereien einiger Tiere hat sich geruchlich auch nicht besser getan. 

    Was uns hingegen total geflasht hat,  war der Obst- und Gemüsemarkt.

    Die Avocados waren 3x größer als unsere und von dem Aroma der Früchtewelt durften wir uns die letzten beiden Wochen überzeugen.  Auch die für die Region besondere rote Banane gab es hier.

    Weiter ging es in die engen Gassen der Stadt,  wo uns einige schöne Holztüren gezeigt wurden.

    Auch hat der Guide uns darauf hingewiesen,  dass seit gestern Ramadan ist.  Die Religionen leben hier friedlich neben- und miteinander. Da wir mit ihm unterwegs sind,  bittet er uns,  nicht in der Öffentlichkeit zu Essen oder Trinken,  da tagsüber gefastet wird und das ein schlechtes Bild auf ihn wirft.  Widerspricht dem Rest, aber es ist wie es ist.  Dass man bei über 30 Grad tagsüber nichts trinken darf,  entspricht nicht unserem Glauben,  denn gesund kann das nicht sein…

    Weiter durch die Innenstadt ging es in Richtung Meer.

    Die Festung wurde gerade saniert, so dass sie gesperrt war.  Direkt dahinter kam ein toller grüner Park zum Vorschein.  Riesige alte Bäume haben geblüht.

    Der Park lag direkt am Meer. Von hier aus starten Bootstouren auf diverse kleinere Inseln. 

    Quer durch die Stadt sind wir an eine Stelle gekommen,  wo die ganzen Schulbusse gestartet sind. 

    Unser Guide hat erklärt,  dass die Massai nicht zu Sansibar gehören.  Da es aber ein Tansania ist,  können sie leben,  wo sie wollen.  Tatsächlich haben wir heute auch nur ganz wenige Massai gesehen.  Sie gehen anscheinend wirklich in die Touristenviertel, um an Geld zu kommen.

    Zurück ging es auf dem gleichen Weg und wir sind völlig durchgesuppt in das herrlich klimatisierte Auto gestiegen.  Die Tour war nach den letzten Tagen ganz schön anstrengend, aber wir sind alle dicht geblieben.  Zurück im Hotel haben wir am Strand eine Kleinigkeit gegessen und letztmalig das Meer genossen. 

    Natürlich mussten wir auch nochmal in den Pool springen,  wobei das keinerlei Abkühlung war.

    Dann haben wir uns ausgeruht,  denn heute Nacht in 0 Uhr werden wir abgeholt und zum Flughafen gebracht. Um 19 Uhr gab es einen Empfang vom Chef dieser Anlage. Cool war die Gruppe,  die dazu getanzt hat.  Wir haben beim Sitzen schon geschwitzt,  die haben Vollgas gegeben.  Dann wurden alle Manager vorgestellt und immerhin waren von 12 Menschen 5 Frauen dabei.  Hauptsächlich aber bei den Roomservicediensten. Aber immerhin.
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  • Zurück nach Hause

    February 20 in Germany ⋅ ☁️ 3 °C

    Pünktlich um 0 Uhr sind wir in Richtung Flughafen gestartet.  Um die Zeit war auf den Straßen nichts los,  so dass wir bereits nach 45 Minuten dort waren.  Der Check In hat gerade geöffnet und wir konnten unsere Koffer abgeben.  Unsere von zuhause gebuchten und extra bezahlen Plätze waren irgendwie wieder nichts wert,  da es eine ganz andere Maschine war.  Um kurz nach 3 Uhr ist die Maschine gelandet. Um 4.30 Uhr sind wir dann zu dem kurzen Flug zurück zum Kilimanjaro Airport abgehoben.  Dort sind Passagiere aus- und wieder eingestiegen.  Mittlerweile war es draußen hell und wir hundemüde. Der Stop hat deutlich länger gedauert,  als angekündigt. Der Weiterflug nach Istanbul verlief relativ ruhig.  Wir saßen am Notausgang und hatten daher schön Platz zum Schlafen.  Allerdings hat um uns herum alles geniest und geschnupft, was einem ein ungutes Gefühl gegeben hat. Als wir die Türkei erreicht haben,  konnte man von oben dick beschneite Berggipfel bewundern.

    In Istanbul hat der Pilot zur Landung angesetzt und musste dann nochmal durchstarten, weshalb wir noch eine Ehrenrunde gedreht haben.  Wir sind dann viel zu spät gelandet und statt fast 3 Stunden hatten wir nur noch eine knappe Stunde zum Umsteigen.  Und das war in dem riesigen Flughafen echt ne Challenge.  Wir mussten natürlich auch von Terminal F ans Terminal B ganz am anderen Ende. Patschnass geschwitzt sind wir dann am Gate angekommen.  Für unseren Flug wurde gerade der letzte Aufruf gemacht und wir haben es geschafft.  Ob es unser Gepäck auch geschafft hat,  werden wir später in Frankfurt erfahren. Der Flug war kurzweilig. Und dann sind wir in die graue Suppe des Deutschen Himmels eingetaucht und der Winter hat uns wieder. Das Gute: auch unser Gepäck hat es geschafft.  Gegen 18.30 Uhr waren wir wieder daheim.

    Fazit Tansania folgt morgen.  Für uns folgt erstmal ne Dusche und unser Bettchen…
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    Trip end
    February 20, 2026