Stonetown
February 19 in Tanzania ⋅ ⛅ 29 °C
Die Nacht war ruhig, wir wieder dicht und daher haben wir uns mutig auf die gebuchte Tour nach Stonetown begeben. Der Fahrer hat uns um 8 Uhr am Hotel abgeholt und uns die Stunde auf die Westseite der Insel gefahren. Das erste Mal haben wir überhaupt etwas hiervon gesehen. Sansibar ist sehr grün und fruchtbar. Wohin man schaut werden die unterschiedlichsten Leckereien angebaut.
Riesige Obstbäume aller Arten stehen überall herum. Am Straßenrand verkaufen die Leute ihre Ernte.
Viele sind zu Fuß oder mit Fahrrädern unterwegs. Je näher man zur Stadt kommt, umso dichter wird die Anzahl der Busse und umso voller werden diese. Die meisten sind gnadenlos überladen, was bei den Polizeikontrollen nicht gut ankommt. An den Tankstellen bildeten sich lange Schlangen, da der Sprit knapp ist. An anderen war gar nichts los, die waren wohl schon leer.
Wir konnten, wie schon am Festland, die Arbeiten der Schreiner bewundern, die am Straßenrand ihre riesigen Betten verkauft haben. Echtholz macht Wind und Wetter halt weniger aus als unsere Billigfuniermöbel. Die wären hin.
Wir sind wieder am Stadion vorbei gefahren, das heute ohne Spiel leer war. Am ehemaligen Sklavenmarkt wurden wir hinaus gelassen und haben unseren Stadtführer getroffen. Und er hat uns gleich die dunkle Geschichte von Sansibar näher gebracht. Bis 1909 wurde hier Sklavenhandel betrieben.
Meist von den Arabern und Portugiesen. In niedrigen Verließen wurden bis zu 60 Menschen eingepfercht ohne Toilette und Frischluft. Die, die nach 4 Tagen noch gelebt haben, wurden für stark befunden und konnten gut verkauft werden. Männer und Frauen wurden getrennt. Der Rest hatte „Pech“ gehabt und war weniger Wert, sofern sie noch gelebt haben.
Die Engländer, die den Sklavenhandel ausgelöst haben, haben ihn 250 Jahre später dann auch wieder beendet. An der Stelle wurde später dann eine Kirche gebaut.
Weiter ging es auf den Markt, aus dem wir auch gleich wieder geflüchtet sind, denn der Anblick von den vielen Fischen und Innereien einiger Tiere hat sich geruchlich auch nicht besser getan.
Was uns hingegen total geflasht hat, war der Obst- und Gemüsemarkt.
Die Avocados waren 3x größer als unsere und von dem Aroma der Früchtewelt durften wir uns die letzten beiden Wochen überzeugen. Auch die für die Region besondere rote Banane gab es hier.
Weiter ging es in die engen Gassen der Stadt, wo uns einige schöne Holztüren gezeigt wurden.
Auch hat der Guide uns darauf hingewiesen, dass seit gestern Ramadan ist. Die Religionen leben hier friedlich neben- und miteinander. Da wir mit ihm unterwegs sind, bittet er uns, nicht in der Öffentlichkeit zu Essen oder Trinken, da tagsüber gefastet wird und das ein schlechtes Bild auf ihn wirft. Widerspricht dem Rest, aber es ist wie es ist. Dass man bei über 30 Grad tagsüber nichts trinken darf, entspricht nicht unserem Glauben, denn gesund kann das nicht sein…
Weiter durch die Innenstadt ging es in Richtung Meer.
Die Festung wurde gerade saniert, so dass sie gesperrt war. Direkt dahinter kam ein toller grüner Park zum Vorschein. Riesige alte Bäume haben geblüht.
Der Park lag direkt am Meer. Von hier aus starten Bootstouren auf diverse kleinere Inseln.
Quer durch die Stadt sind wir an eine Stelle gekommen, wo die ganzen Schulbusse gestartet sind.
Unser Guide hat erklärt, dass die Massai nicht zu Sansibar gehören. Da es aber ein Tansania ist, können sie leben, wo sie wollen. Tatsächlich haben wir heute auch nur ganz wenige Massai gesehen. Sie gehen anscheinend wirklich in die Touristenviertel, um an Geld zu kommen.
Zurück ging es auf dem gleichen Weg und wir sind völlig durchgesuppt in das herrlich klimatisierte Auto gestiegen. Die Tour war nach den letzten Tagen ganz schön anstrengend, aber wir sind alle dicht geblieben. Zurück im Hotel haben wir am Strand eine Kleinigkeit gegessen und letztmalig das Meer genossen.
Natürlich mussten wir auch nochmal in den Pool springen, wobei das keinerlei Abkühlung war.
Dann haben wir uns ausgeruht, denn heute Nacht in 0 Uhr werden wir abgeholt und zum Flughafen gebracht. Um 19 Uhr gab es einen Empfang vom Chef dieser Anlage. Cool war die Gruppe, die dazu getanzt hat. Wir haben beim Sitzen schon geschwitzt, die haben Vollgas gegeben. Dann wurden alle Manager vorgestellt und immerhin waren von 12 Menschen 5 Frauen dabei. Hauptsächlich aber bei den Roomservicediensten. Aber immerhin.Read more




















