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  • Day67

    Mount Taranaki, Skydiving und Waitomo

    April 21, 2019 in New Zealand ⋅ 🌧 9 °C

    Kurz nachdem wir wieder auf der Nordinsel angekommen waren, mussten wir ein weiteres Mal um unsere Tohora (unser Campervan) fürchten... dieses Mal blinkte die orangene Motorleuchte auf, aber zum Glück brauchte Tohi nur ein bisschen Öl (und wahrscheinlich auch etwas Zuneigung) :-)
    Da wir nochmal ein wenig Vulkanluft schnuppern wollten, fuhren wir zum Mount Taranaki, einem alleinstehenden Vulkan an der Westküste der Nordinsel. Leider war uns das Wetter nicht so gut gesonnen, weswegen wir viel Zeit im Auto verbringen mussten. So auch Ostern, deswegen waren wir „gezwungen“, unsere Ostereier abwechselnd im Auto zu verstecken.
    In Neuseeland gibt es nicht nur den Osterhasen, sondern auch einen Osterkiwi: der Kiwi ist das Nationaltier der Neuseeländer, ein Vogel, der verlernt hat, zu fliegen, da er keine natürlichen Feinde am Boden hatte, bis... die Europäer Mäuse und andere Nager einführten. Nun sind die Kiwi vom Aussterben bedroht und werden nur noch selten gesichtet (auch weil sie nachtaktiv sind). Wir konnten sie aber einige Male nachts hören, weil sie sehr einprägsame Laute von sich geben. Der Kiwi hat eine so große Bedeutung für die Neuseeländer, dass sie sich selber auch Kiwis nennen - vielleicht auch deshalb, weil New Zealander etwas komisch klingt. Noch dazu gibt es natürlich noch die Frucht Kiwi in verschiedenen Ausführungen, die hier besonders lecker schmecken. Es gibt also drei verschiedene Kiwis in Neuseeland: den Vogel, das Obst und die Neuseeländer selbst!
    Als das Wetter wieder besser wurde, konnten wir unsere Umgebung etwas besser erkunden: wir campten nämlich an einem wilden, schwarzen Strand mit Felsklippen an beiden Enden. Auch hier ließ es sich Christoph nicht nehmen, ins Wasser zu springen, war aber aufgrund der starken Strömungen dieses Mal nicht ganz so lange im Wasser.
    Am nächsten Tag machten wir eine kleine Wanderung am Vulkan selber und fuhren weiter über den Forgotten World Highway zum Lake Taupo.
    Die ganze Reise über schwebte uns immer ein Gedanke im Kopf herum: ob wir Fallschirmspringen gehen sollen oder nicht... noch in Queenstown motiviert, wurden wir dort von der Geschichte eines tragischen Unfalls total demoralisiert. Doch als Claudias Patenonkel von unseren Plänen erfuhr, freute er sich, dass sie nun endlich ihr Konfirmationsgeschenk einlösen könnte (nachdem sie sich 15 Jahre darum gedrückt hatte) und unterstützte uns finanziell. Dadurch waren wir quasi dazu „gezwungen“, den Sprung zu wagen, da wir nun wirklich keine Ausrede mehr hatten! Die Zeit vor und nach dem Sprung erinnerte uns extrem an unsere „guten“ Tage vom 3. Staatsexamen im Studium... davor schwankte man zwischen den Gefühlsextremen „es wird alles schief gehen“ und „eigentlich sollte alles gut gehen“. Am Tag selber wechselte es zum Gedanken „einfach nur durch“ und danach war man fix und fertig. Erst am Tag drauf realisierten wir so richtig, was wir gemacht hatten... wir sind aus einem Flugzeug rausgesprungen! Der Sprung selber ist natürlich überhaupt nicht mit dem Staatsexamen zu vergleichen... der pure Adrenalinschub beim freien Fall und darauffolgende die wunderschönen Aussichten beim Gleitschirmflug sind kaum in Worte zu fassen!
    An unserem letzten Tag in Neuseeland unternahmen wir nochmals ein actionreiches Abenteuer: wir gingen Blackwater-Raften in den Waitomo Höhlen. Diese Höhlen sind für ihr hohes Aufkommen an Glowworms bekannt, sind aber leider auch sehr touristisch. Wir hatten allerdings das Glück, in einer kleinen Gruppe eine abgeschiedene Höhle zu besichtigen. Beim Blackwater-Rafting sind Teile der Höhlen mit Wasser geflutet, dadurch kraxelt man nicht nur hindurch, sondern muss auch durch Wasser waten, schwimmen oder man bekommt das Vergnügen, sich in einem großen Luftreifen treiben zu lassen. Immer wieder waren die Decken über uns durch die Glowworms erhellt, bei denen man dieses Mal auch ganz deutlich ihre Körper und ihre Fangfäden (wie herabhängende Spinnenfäden) erkennen konnte. Man hatte das magische Gefühl, dass in der Höhle Sterne leuchteten.
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