• Erg Chegaga

    March 3, 2023 in Morocco ⋅ ☀️ 18 °C

    Nach einer unglaublich stillen Nacht am Tafelberg entscheiden wir uns, direkt zum "Erg Cheggaga" zu fahren. Das ist ein Dünengebiet ganz im Süden Marokkos und vom Tafelberg über Pisten zu erreichen. Hier beginnt also die Sahara 🤗

    Stundenlang fahren wir grob nach Osten. Sand fegt über den Boden und erschwert die Sicht. Es fühlt sich an wie im Nebel zu fahren, nur ohne Straße 😳 Ohne dem Track auf der Navigations-App wären wir komplett lost!

    Die Piste führt dann am "Iriki" See vorbei, der aber meistens ausgetrocknet ist. So auch jetzt und die Piste streift nur ein Randteil des See-Bettes. Am planen und krustigen Untergrund merken wir trotzdem, dass wir uns auf einem (ausgetrockneten) See befinden. Hier kommen wir dann doch etwas schneller als auf den Wellblechpisten voran.

    Bald darauf ist es dann soweit, die ersten "richtigen" Sanddünen kommen in Sicht. Nun wird es spannend den Track durch die Dünen zu finden. Nach einigem hin und her finden wir schließlich die richtige Sandpiste. Da wir auch das erste Mal auf Sand fahren sind wir überrascht wie gut das geht. Die Sandpiste ist doch relativ fest, ebenso die kleinen Dünenränder, über die wir fahren. Logischerweise musste vorher Luft aus den Reifen gelassen werden, wir fahren so mit 1,5 bar.
    Hin und wieder tauchen Kamele entlang des Weges auf. Überraschend viele Sträucher und Bäume wachsen hier am Wüstenrand..

    Unsere Absicht am Erg Chegaga nochmals frei zu campieren wird durch den starken Wind und dem vor sich hin treibenden Sand zunichte gemacht. Die Sandpiste soll nun freestyle-mäßig weiter durch die Dünen gehen. Aufgrund der schlechten Sicht und der kaum mehr auszumachenden Piste entschließen wir uns, eine andere Piste zur "Oase Sacree" zu nehmen. Und von dort eine weitere zur Straße nach Zagora.

    Kurz nach dem Abzweig Richtung Oase Sacree sehen wir einfach so eine Oryx-Antilope an einem Busch knabbern 🤩 Damit hätten wir überhaupt nicht gerechnet. Sehr beeindruckend.

    Die Piste zur "Oase Sacree" und dahinter nach Osten (Richtung Straße) ist in einem schlechteren Zustand als erwartet, sehr steinig und holprig. Wir leiden mit unserem Jeep mit, der lässt das aber scheinbar stoisch über sich ergehen.

    Nach nunmehr 223 km überwiegend auf Pisten kommen wir doch einigermaßen erschöpft am Campingplatz in Zagora an.
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