• Jannik Krug

Caminho Portugues

A 20-day adventure by Jannik Read more
  • Trip start
    April 1, 2025

    Anfahrt mit dem Flixbus

    April 1 in Germany ⋅ ⛅ 5 °C

    Pünktlich um 7 Uhr morgens bin ich mit dem Flixbus abgefahren.

    Ich sitze auch immer noch im Bus, werde aber vorraussichtlich mit 2,5 Stunden Verspätung in 5,5 Stunden in Porto ankommen.

    Der erste Teil der Fahrt war sehr entspannt. Ich hatte eine Sitzreihe für mich, habe direkt 2 Leute aus Freiburg kennengelernt. die auch nach Porto wollen.

    Die Zeit ging ziemlich schnell vorbei. seit fast 30 stunden sitze ich im Bus und ich habe noch nicht mal einen Film angeschaut.

    Heute Nacht mussten wir Passagiere eiens anderen Flixbuses aufnehmen, der kaputtgegangen ist. Seitdem ist es sehr voll hier drin.

    An der letzten Rast habe ich einen Pilger kennengelernt (auf dem foto), der auch den Caminho Portugues laufen wird. Er hat aber schon viel Erfahrung und ist letztes Jahr sogar von Berlin nach Santiago gelaufen.
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  • Ich bin da

    April 2 in Portugal ⋅ 🌧 15 °C

    Ich bin da. Nach 35 Stunden Busfahrt habe ich es geschafft. Vom meinem Hostel sind es rund 40 Minuten Fußweg zur berühmten Brücke, von der ich dieses Video gemacht habe. Zum 3. mal stehe ich an diesem Punkt. Das letzte mal 2023 einen Tag bevor der Camper geschrottet wurde.Read more

  • Erste Etappe

    April 5 in Portugal ⋅ ⛅ 16 °C

    Endlich da. Vor 20 Minuten sind wir in der Herberge angekommen. Die Füße tun weh und es war ziemlich anstrengend. Und das obwohl wir nur 15km geschafft haben (+2 extra Kilometer, weil wir uns auf der Suche nach der Herberge verlaufen haben.

    Die ersten Kilometer waren wir überzeugt, dass wir ganz leicht mindestens 20-25km schaffen. Aber nach gut 8 Kilometern haben sich die ersten körperlichen Beschwerden bemerkbar gemacht. Die 9Kg Gepäck auf dem Rücken machen viel aus.

    Was auffällt ist, dass die Portugiesen alle sehr freundlich sind. Auf dem Weg wurden wir öfter angesprochen und haben uns Abkürzungen gezeigt oder auch mal Papiertücher vorbeigebracht.
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  • Auf ins Inland

    April 6 in Portugal ⋅ ☁️ 18 °C

    Heute mussten wir uns entscheiden ob wir den Inlandsweg oder den Küstenweg weitergehen. Die ersten 7 Kilometer gingen noch an der Küste und ab Vila de conde entschieden wir uns den Inlandsweg zu nehmen. Ein Freund von mir ist den Weg vor 2 Wochen gelaufen und konnte mir da einige Herbergen empfehlen. Außerdem haben wir gestern Abend eine deutsche Familie (Eltern und 16 jährige Tochter) kennengelernt, die uns auch den Inlandsweg empfohlen haben. Mit den drei werden wir die nächsten Nächte zusammen in den Herbergen verbringen.

    Wir sind rund 20 Kilometer gelaufen und um 14:30 in der Herberge in Rates angekommen. Die Herberge ist komplett auf Spendenbasis.

    Körperlich habe ich die Belastung heute deutlich besser weggesteckt, auch wenn meine Beine morgens noch wehgetan haben von gestern.
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  • Kurze Nächte, lange Märsche

    April 7 in Portugal ⋅ ⛅ 20 °C

    Ich bin wieder in der nächsten Unterkunft angekommen. Nach Barcelos haben wir es geschafft. Das sind nur knapp 16km aber wir haben für morgen eine berühmte Unterkunft vor gebucht, die rund 31km entfernt ist, also teilen wir die Kilometer auf die 2 Tage auf.

    Es tut wieder alles ein bisschen weh und die Sonne brutzelt. Ich habe schon Sonnenbrand und um noch mehr zu vermeiden laufe ich in langen Klamotten und Kappe durch die Gegend.

    Die Route heute war deutlich schöner als gestern. Viel mehr Natur, Wald und Wasser und weniger Straße.

    Mehrere neue Bekannte aus der gestrigen Unterkunft sind heute auch da. Zwei Italiener, die ein Pizzarestaurant auf Sardinien besitzen und eine Malaysianerin. Sie wird uns heute Abend auch bekochen, nachdem wir ihr gestern Abend von unseren Nudeln mit Pesto abgegeben haben.

    Die Nächte sind sehr kurz. Es gibt einige laute Schnarcher und um 5-6 Uhr morgens stehen die ersten auf und packen ihr Zeit zusammen. Da ist ruhiges weiterschlafen nicht möglich.

    Wir haben jetzt die ersten 50-60 Kilometer geschafft. 196 sind es noch bis Santiago.
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  • Viele Menschen und beliebte Herberge

    April 8 in Portugal ⋅ ☁️ 24 °C

    Heute war unser Ziel die Casa Fernanda. Das ist eine private Herberge, die super beliebt ist und von allen empfohlen wurde. Der Platz ist sehr begrenzt also mussten wir vorreservieren.

    Die meiste Zeit sind Juri und ich alleine gelaufen allerdings kennen wir mittlerweile sehr viele Menschen, die hier laufen und so begegnet man den ganzen Tag immer wieder bekannten Menschen.

    Unter anderen habe ich heute Jutta (eine Arbeitskollegin von Papa) getroffen und bin mit ihr eine gute Stunde zusammen gelaufen. Sie hat allerdings keinen Platz in der Herberge mehr bekommen und schläft wo anders.

    Unsere Malaysianische Freundin ist auch hier mit uns gelandet.

    Und eine halbe Stunde bevor wir die Herberge erreicht haben, haben wir alte Freunde von Tag 1 wieder getroffen. Eine deutsche Familie mit 16 jähriger Tochter. Die haben die letzten 1,5 Tage Paise gemacht und sind mit dem Bus gekommen. Die Tochter ist sehr erzählfreufig und quatscht uns die Ohren ab über alle möglichen Serien und Bücher.

    Jetzt sind wir in der Herberge angekommen und wurden sehr herzlich begrüßt. Hier ist alles sehr familiär und Abendessen und Frühstück ist inklusive und zusätzlich so viel Wein wie man trinken kann.
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  • Noahs Ark

    April 9 in Portugal ⋅ ⛅ 27 °C

    Heute sind wir 21km gelaufen bis zur Herberge Noahs Ark. Dort werden wir heute Abend in Zelten schlafen. Die Herberge liegt außerhalb von Porto de Lima und hat direkt einen Fluss, in dem man baden kann.

    Heute ist es mit 27 Grad super warm und das Wasser im Fluss eine gute Abkühlung.

    Wie jeden Tag haben wir neue Leute auf dem Weh kennengelernt und viele alte Bekannte immer wieder getroffen. Die erste Stunde sind wir mit zwei Jungs in unserem Alter aus Stuttgart gelaufen. Die waren uns dann aber zu langsam.

    Weiter ging es dann eine Stunde mit Jutta (die arbeitskollegin von papa). Die haben wir dann auch abgehängt, als sie eine Kaffeepause machen wollte.

    Die Pizzariabesitzer aus Sardinien sind heute auch wieder in unserer Herberge.

    Wie gestern gibt es wieder ein gemeinsames Abendessen und morgen ein Frühstück. Das alles mit der Übernachtung bekommt man für 30€/Person.
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  • Weiteste Etappe und Höhenmeter

    April 10 in Portugal ⋅ ☁️ 27 °C

    Heute haben wir unsere bisher weiteste Etappe gemacht und auch die Etappe mit den meisten Höhenmetern. Wir mussten über einen Berg und mussten rund 600 Höhenmeter überwinden. Garnicht so leicht mit 10kg Gepäck, aber es lief entspannter als gedacht. Rund 23 Kilometer haben wir hinter uns.

    Heute ist auch der heißeste Tage und die Sonne brennt. Ab morgen soll es wieder kälter werden und sogar regnen.

    Morgen werden wir vorraussichtlich über die Spanische Grenze kommen.

    Wir sind wie jeden Tag wieder mit vielen verschiedenen Menschen gelaufen. Heute deutlich längere Strecken in einer Gruppe. Ich habe mich viel mit dem Italiener mit Pizzarestaurant unterhalten. Interessant zu sehen ist, dass sehr viele Menschen, die den Jakobsweg laufen schon viele Sachen durchgemacht haben. Der Italiener zum Beispiel hatte vor ein paar Jahren Stage 4 Lymphkrebs und ist aber wieder komplett in Remission.

    Hier im Inland ist die Bevölkerungsdicht sehr niedrig. Es gibt kaum Städte. Die letzten 30km sind wir höchstens durch dörfer mit wenigen tausend einwohnern gelaufen.
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  • Hallo Spanien

    April 11 in Spain ⋅ 🌧 18 °C

    Heute hatten wir nur eine kleine Etappe vor uns. 12 Kilometer sind wir gelaufen und sind dabei über die Spanische Grenze gekommen. Jetzt sind wir direkt nach der Spanischen Grenze im Ort Tui.

    Zuerst sind wir zur öffentlichen Herberge gelaufen und nachdem wir dort eingecheckt (und bezahlt) hatten, haben wir benerkt, dass die Küche der Herberge gerade nicht begehbar ist. Daruafhin wollten wir wieder auschecken, jedoch wollten sie uns unser Geld nicht wieder geben. Die Mitarbeitern des Hostels war sehr unfreundlich und generell war die Stimmung im gesamten Hostel nicht wirklich gut.

    Wir waren vorher extra im Supermarkt einkaufen um selber zu kochen. Wir beschlossen dann eine andere Unterkunft aufzusuchen und sind nochmal 500 Meter weiter zum nächsten Hostel gelaufen.

    Dadurch haben wit zwar 10€ verloren, jedoch hätten wir sonst noch mehr Geld zum essen gehen ausgeben müssen.
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  • Kein Schlaf und erstes Reisetief

    April 12 in Spain ⋅ ☁️ 15 °C

    Die letzte Nacht habe ich keine Sekunde geschlafen. Mein Nervensystem war überreizt. Mit 14 fremden Menschen in einem Raum zu schlafen ist auch einfach nicht so meins. Es gab Schnarcher, die Matratze war schrecklich und ich wurde von Moskitos gestochen.

    Deswegen bin ich heute Morgen schon sehr kaputt losgegangen. Um 7:50Uhr sind wir gestartet. Nach 15km wollte ich dann schon Schluss machen für den Tag, also haben wir uns ein Zweibettzimmer gesucht und (zum glück) gefunden.

    Der Jakobsweg ist ab Tui (da wo wir gestern waren) viel voller, da dort die letzten 100km anbrechen. Und man braucht mindestens 100km um das Zertifikat zu erhalten. Auch sind in Spanien die Osterferien angebrochen und deswegen quillt der Weg über. Alle Herbergen sind ausgebucht und es ist schwer noch freie Plätze zu finden. Es wird also anstrengender.

    Durch die ganzen Umstände ist heute der erste wirkliche Tiefpunkt der Reise, an dem man sich zwischendurch wünscht einfach zuhause zu sein. Juri geht es aber ähnlich und so können wir das ganz gut zusammen durchstehen. Im Vorhinein habe ich aber auch von allen Pilgern gehört, dass man mindestens einmal auf dem Weg ernsthaft überlegt abzubrechen. Von demher passt das alles in den “normalen” Reisefortschritt auf dem Jakobsweg.

    Körperlich kann ich sonst echt zufrieden sein. Ich habe keine einzige Blase an meinen Füßen und keine langanhaltenden Schmerzen. Nur nach eienr langan Etappe tut der Körper mal ein paar Stunden weh. Wir haben mittlerweile viele kennengelernt, die schon mehrere Pausetage eingelegt haben oder Etappen mit dem Zug fahren mussten, weil sie körperlich zu kaputt waren.

    155km haben wir hinter uns, 100 noch vor uns
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  • Wegrennen vor den Spaniern

    April 13 in Spain ⋅ ☁️ 15 °C

    Letzte Nacht habe ich wieder mehr Schlaf bekommen. Der Camino ist extrem überfüllt von den Spaniern und um das zu umgehen versuchen wir ihnem davon zu laufen. Deshalb habenn wir heute ca 23km Strecke gemacht. Während die Spanier in einem Ort an den Herbergen lange Schlange gestanden sind, sind wir noch 10km weiter gelaufen.

    Wir haben uns wieder mit den Italienern getroffen und mit ihen einige Biere getrunken. Bei denen im
    Hostel gibt es auch einen Pool, in den wir uns geschlichen haben.

    Später gehen wir nochmal zu deren Hostel um mit ihmen abend zu essen.
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  • 2 Stunden anstehen für ein Bett

    April 14 in Spain ⋅ 🌧 13 °C

    Heute war der erste richtige Regentag. Zum Glück nicht ganz so stark, aber trotzdem hat es gereicht um die ganze Zeit durch Matsch zu gehen.

    Der Jakobsweg ist leider viel zu voll geworden in den letzten Tagen. Wir sind heute zu einem größeren Ort mit vielen Herbergen gelaufen, jedoch waren schon am Mittag alle privaten Herbergen komplett ausgebucht. Die einzige Möglichkeit war die Öffentlicher Herberge, die man nicht vorbuchen kann. Man muss rechtzeitig zur Öffnung dort sein. Das war in dem Fall 13:00. Als wor ankamen um 12:30 gab es schon eine lange Schlange von Pilgern. Wir mussten über 2 Stunden anstehen um das Bett zu bekommen. Die Alternative wäre noch 3 Stunden weiterzuwandern zum nächsten Ort. Aber da wir schon nass und kalt waren und auch schon schmerzende Füße, war das keine Option.Read more

  • Nur noch 45km

    April 15 in Spain ⋅ 🌙 9 °C

    Heute morgen sind wir direkt im Regen gestartet. Zum Glück hat es aber nicht durch geregnet, am Nachmittag kam dann sogar richtig die Sonne raus. Wir haben uns dazu entschieden nicht in der “großen” Stadt zu schlafen sondern mitten im nichts, ein paar Kilometer vor der Stadt. Die Herbergen außerhalb der Stadt sind meist viel schöner und haben oft große Gärten und nicht so viele Betten.

    Ansonsten gibt es nicht viel aufregendes zu berichten. Der Weg ist noch genauso voll. Mittlerweile läuft man im Pulk. Wirklich alleine ist man nicht mehr. Teilweise sieht man zwischen 20-30 Pilgerer wenn man nur nach vorne und hinten schaut. Wirklich Spaß macht das nicht. Man merkt auch, dass der Jakobsweg Tourismus hier viel stärker ist auf den letzten 100km vor Samtiago. Es gibt immer wieder Souvenirshops oder irgendwelche Foodtrucks am Wegrand. Das hat es auf den ersten 150km kein einziges mal gegeben.
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  • Die Erkältung kommt

    April 16 in Spain ⋅ ⛅ 13 °C

    Schon die letzten 2 Tage hatte ich leichtes Halskratzen aber konnte trotzdem noch gut laufen. Heute habe ich zur Sicherheit nur 13km gemacht, nachdem ich schon morgens mit einem unangenehmen Halsgefühl wach geworden bin. Leider ist jetzt auch noch Erschöpfung und Frösteln dazu gekommen.

    Morgen werde ich deswegen wahrscheinlich das erste mal eine Etappe mit dem Taxi/Bus fahren. Ich habe auch ein privatzimmer für morgen gebucht, damit ich nicht in einem großen Schlafsaal schlafen muss. Heute geht das nicht mehr anders und ich hoffe, dass die Nacht einigermaßen okay wird mit 20 anderen Menschen im Raum.
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  • Pausetag

    April 17 in Spain ⋅ ☁️ 13 °C

    Heute morgen bin ich mit dem Bus die Etappe von 15km zum gebuchten Hostel mit Privatzimmer gefahren. Die Busverbindung ist sehr gut gewesen. Ich konnte quasi von Haustür zu Haustür fahren. Juri hat es auch mit Erkältung erwischt, er wollte heute trotzdem die Etappe laufen.

    Mein Hals tut ziemlich weh und die Nase ist zu, Fieber hab ich aber nicht. Ich hoffe, dass ich morgen vllt sogar die letzten 15km zu Fuß nach Santiago laufen kann. Dort haben wir auch wieder ein Hotelzimmer gebucht.
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  • Mit dem Taxi ins Ziel

    April 18 in Spain ⋅ 🌧 10 °C

    Ich bin leider viel zu erkältet um wirklich Strecke zu machen. Ich habe es ein paar hundert Meter versucht aber es hat heute zusätzlich den ganzen Tag in strömen geregnet, dass ich schon direkt durchnässt war. Also musste ich mir für die letzten 15km noch ein Taxi buchen. Da heute hier auch Feiertag ist, sind keine Busse gefahren.

    Juri hat sich mit Ibuprofen zu Fuß durchgekämpft.

    In Santiago habe ich dann zufällig Anni wieder getroffen (auf dem foto), die wir schon seit Anfang der Reise immer wieder treffen. Sie reist ohne Smartphone und ohne Vorplanung und schafft es trotzdem immer wieder auch in komplett ausgebuchten Unterkünften ein Bett zu ergattern. Die ersten Tage war ich ihr persönlicher Reiseberater, da ich immer wusste wo wir am nächsten Tag hin wollten und sie sich dann immer wieder angeschlossen hat.
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  • Kerze für Oma und Rückweg

    April 19 in Spain ⋅ 🌧 9 °C

    Langsam geht es wieder zurück. Heute fahren wir mit dem Bus zurück nach Porto und morgen fliegen wir wieder nach Karlsruhe.

    Heute morgen bin ich noch einmal zur Kathedrale gelaufen. Gestern war die Schlange so lange, dass man mehrere Stunden anstehen müsste un reinzukommen. Heute morgen ging das schnell. In der Kathedrale habe ich eine Kerze für Oma angezündet.

    Das wird dann der letzte Eintrag von dieser Reise sein.

    230km bin ich gelaufen und rund 30km mit dem Bus gefahren.
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    Trip end
    April 20, 2025