• Das Vivarium

    May 3 in Slovenia ⋅ ☀️ 21 °C

    Das Vivarium Proteus liegt im vorderen Teil der Höhle von Postojna, im sogenannten „Gang der neuen Unterschriften“. Es ist in zwei Bereiche unterteilt: einen Forschungsteil und eine Schauausstellung zur Speläobiologie.

    Die Tierwelt des Vivariums

    Im Mittelpunkt steht der Grottenolm (Proteus anguinus), das größte Höhlentier der Welt. Da die Tiere in der freien Höhle oft schwer zu entdecken sind, ermöglicht das Vivarium eine gezielte Beobachtung in naturnah gestalteten Aquarien.

    Anpassung: Gezeigt wird, wie sich die Tiere an ewige Dunkelheit angepasst haben (keine Augenpigmente, hochsensibler Geruchs- und Tastsinn).

    Artenvielfalt: Neben den Grottenolmen sind weitere spezialisierte Höhlenbewohner zu sehen, wie der Schlankhalskäfer, verschiedene Höhlenspinnen, Grillen und winzige Krebstiere. Insgesamt gilt das System von Postojna als das artenreichste Höhlensystem weltweit.

    Mehr zum Grottenolm:
    Durch die Evolution in lichtloser Umgebung hat der Grottenolm extreme körperliche Anpassungen entwickelt:Blindheit: Die Augen sind unterentwickelt und von einer Hautschicht überzogen. Er orientiert sich stattdessen über einen ausgeprägten Geruchs- und Geschmackssinn sowie über die Wahrnehmung elektrischer Felder.Pigmentlosigkeit: Die Haut ist fast farblos, weißlich bis zartrosa, da keine Farbpigmente (Melanin) benötigt werden.Neotenie: Das Tier bleibt sein Leben lang in einem Larvenstadium (äußere Kiemenbüschel), wird aber dennoch geschlechtsreif.Beine: Er besitzt auffallend dünne Beine mit jeweils drei Fingern an den Vorder- und zwei Zehen an den Hinterbeinen.Warum "Drachenbabys"?Die Bezeichnung geht auf Sagen aus dem 17. Jahrhundert zurück. Wenn nach starken Regenfällen die Flüsse im Karst anschwollen, wurden die bleichen, schlangenähnlichen Wesen gelegentlich an die Erdoberfläche gespült. Die Menschen hielten sie für die Nachkommen von furchterregenden Höhlendrachen.Rekordverdächtige LebensweiseHohes Alter: Ein Grottenolm kann bis zu 100 Jahre alt werden.Hungerkünstler: Aufgrund seines extrem langsamen Stoffwechsels kann er bis zu 10 Jahre ohne Nahrung überleben.Bewegungsmuffel: Forscher beobachteten ein Exemplar, das sich über einen Zeitraum von sieben Jahren fast gar nicht von der Stelle bewegte
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