• Wilhelm Töff
  • Wilhelm Töff

Mit den Zugvögeln

4x4 Katharerland und Marokko Read more
  • Trip start
    October 5, 2025
  • Le Puy en Veley

    October 7, 2025 in France ⋅ ☀️ 16 °C

    Spirituelle Orte ziehen mich an. Schon im Mittelalter war Le Puy ein bedeutendes Pilgerziel, besonders bekannt für seine Kathedrale Notre-Dame du Puy, die seit Jahrhunderten Pilger aus ganz Europa anzieht. Sie markiert einen der wichtigsten Knotenpunkte auf dem Jakobsweg, dem berühmten Pilgerweg nach Santiago de Compostela.

    Eine der bemerkenswertesten Geschichten von Le Puy ist die der Schwarzen Madonna von Notre-Dame du Puy, deren Statue seit dem 11. Jahrhundert verehrt wird und viele Gläubige zu mystischen und heilenden Erfahrungen geführt haben soll.
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  • Tarn-Schlucht

    October 8, 2025 in France ⋅ ☁️ 20 °C

    Schon X-Mal dagewesen. Und doch bekomme ich nie genug,... Die Tarn-Schlucht ist ein Ort, an dem sich Geologie, Geschichte und natürliche Schönheit auf einzigartige Weise verbinden. Sie bietet Ruhe für Genießer, Herausforderungen für Sportliche und Staunen für alle – für mich ein echtes Juwel im Süden Frankreichs von dem ich nie genug bekomme. Egal ob ich mit dem Töff oder dem Auto unterwegs bin.Read more

  • Katharerland...

    October 9, 2025 in France ⋅ ☁️ 18 °C

    📜 Die Katharer lebten zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert im Süden Frankreichs und Norditalien. Die gnostische Bewegung glaubte an eine direkte Verbindung mit Gott! Sie lebten gesund, nach hohen ethischen Standards, im Einklang mit der Natur und Frauen waren gleichberechtigt. Man könnte sagen sie waren eine Community, die danach strebte in Frieden zu leben und eine harmonische Welt zu erschaffen. Die katholische Kirche jedoch sah das nicht gerne und fing an, sie zu verfolgen. Im Laufe von ungefähr 100 Jahren wurde sie alle ausgelöscht. Ihr letzter Anführer, Guillaume Belibaste, wurde 1321 am Scheiterhaufen verbrannt. Kurz vor seinem Tod sprach er eine Prophezeiung: "In 700 Jahren wird der Lorbeer wieder grün sein und gute Männer & Frauen werden zurück auf die Erde kommen." 1321 + 700 Jahre = 2021
    Die Katharer sprachen oft in Symbolen und der Lorbeer symbolisierte ihren Glauben und ihre Werte. “Der Lorbeer verwelkt” sagten sie als die letzten Katharer starben. Soll bedeuten, dass mit ihnen auch die Kenntnis der Wahrheit, Liebe und des Friedens verging. Die Welt war damals nicht bereit dafür. Im Laufe der Geschichte gab es immer wieder Bestrebungen, eine friedvolle Gesellschaft zu bilden, die jedes Mal blutig verfolgt oder zerstört wurden: Die Essener, die Katharer, die “Hexen” und später die Hippie Bewegung und noch einige mehr.
    Die Prophezeiung deutet nun genau auf unsere Zeit! 2021 kehren die Katharer zurück..
    Werden ihre Seelen reinkarniert sein und anfangen, wieder eine friedliche Welt zu erschaffen? Vielleicht bist du eine von ihnen.. vielleicht ist die Zeit jetzt reif.
    Egal ob diese Prophezeiung wahr ist oder nicht, wir leben definitiv in Zeiten des Wandels. Die Astrologen sagen wir sind im Übergang zum Wassermann Zeitalter. Eine Zeit der Dezentralisierung, Technologie und neuen Gesellschaft. Aber es liegt an uns, was wir daraus machen. Ob für Frieden und spirituelle Evolution - oder noch mehr Überwachung und Kontrolle. Über kurz oder lang werden sich aber in jedem Fall in der Wassermann Ära neue Communities bilden. Communities in denen Menschen nachhaltig, autark, in Harmonie mit der Natur und im Frieden miteinander leben. Ganz im Geiste der Katharer. Lasst uns gespannt sein!

    A e i ò u
    Die Vokale in diesem Gesang haben auch eine Bedeutung. In der griechischen zeremoniellen Magie waren die Vokale sehr wichtig und symbolisierten die Grundpfeiler der Schöpfung. Man ging davon aus dass der Schöpfer unser Universum in die Existenz gesungen hatte! Auch Tolkien schreibt im Silmarillion vom Gesang der Ainur, der Götter die alles schufen. Wenn du genau hinhörst, kannst du Obertöne auf dem i-o-u hören. Diese Obertöne sind Vielfache des Grundtones und kommen natürlich in der Stimme vor. Obertongesang ist eine alte Gesangstechnik die von Mönchen und Schamanen in verschiedenen Teilen der Welt praktiziert wurde.

    https://youtu.be/QLDjlMcqFpw?si=64qwXNFsxWYuRefv
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  • 4x4-Tag

    October 10, 2025 in France ⋅ ☀️ 18 °C

    Das Katharerland – eine Region voller geheimnisvoller Burgruinen, dramatischer Landschaften und schmaler, unbefestigter Wege. Genau das Richtige für ein kleines 4x4-Intermezzo! Lutz, ein Bekannter, der Deutschland den Rücken gekehrt hat und hier lebt fährt mit seinem Toyota voraus. So erkunde ich zusammen mit seinen Freunden, ganz entspannt abgeschiedene Pfade, fahre über steinige Pisten und geniesse spektakuläre Ausblicke auf die Pyrenäen.Read more

  • Warten auf's Schiff

    October 13, 2025 in Spain ⋅ ☁️ 17 °C

    Mitten in einer Metropole wie Barcelona einen Platz für die Nacht zu finden, ist mit einem Auto mit Dachzelt nicht so einfach wie für den Wohnmobilisten. Man fühlt sich irgendwie angreifbarer und weiss auch nicht wie die Obrigkeit auf einen parkenden Landi mit aufgeklapptem Dachzelt reagiert. Den Platz, den ich ganz in der Nähe des Hafens gefunden habe war ein Glücksgriff. Die Nacht habe ich dennoch nicht gerade im Tiefschlaf verbracht.Read more

  • Männerwirtschaft bei Meknes

    October 15, 2025 in Morocco ⋅ ☀️ 27 °C

    Mehr als eine Woche unterwegs - Zeit die Klamotten zu waschen...

    Männerwirtschaft auf Reisen
    (Oder: Männer im Dreck – Differentialsperren, Untersetzung und schmutzige Unterhosen mit Geschirrspülmittel waschen)

    Unterwegs im 4x4 – irgendwo zwischen Wildnis, WLAN-Flaute und der festen Überzeugung, dass Spaghetti mit Ketchup ein vollwertiges Gericht sind. Die Männerwirtschaft auf Reisen funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Was nicht direkt umfällt oder brennt, wird ignoriert.

    Kochen?
    Klar, der Gaskocher ist da – irgendwo zwischen drei Paletten Bierdosen. Gekocht wird nach dem Motto: „Wird schon nicht tödlich sein.“ Ein Topf, Gewürze? Salz ist da, weil es aus Versehen mitkam.

    Waschen?
    Kleidung wird gewaschen, wenn sie von alleine steht. Meistens reicht es aber, sie für eine Stunde in die Sonne zu legen – das tötet bestimmt irgendwas ab. Körperpflege? Einmal mit dem Waschlappen den Körper befeuchten und danach behaupten: „Jetzt fühl ich mich wie neu geboren!“ (Ich hoffe, dass niemand nach meinem genauen Geburtsjahr fragt.)

    Windschutzscheibe Putzen?
    Wird vertagt. Auf unbestimmte Zeit. Vielleicht macht der Regen das irgendwann. Oder ein Wunder.

    Fazit: Männerwirtschaft unterwegs ist mein Abenteuer für alle Sinne – manchmal sogar für den Geruchssinn. Aber hey, dafür wissen wir jetzt: Man kann drei Tage lang von Käsrspätzle leben. Und es gibt Schlimmeres als verbrannten Kaffee. Zum Beispiel keinen Kaffee. Und die Regierung fliegt ja bald ein...
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  • Marokkos Identität zerfällt

    October 16, 2025 in Morocco ⋅ ☁️ 20 °C

    In Marokko stehen viele traditionelle Stampflehmbauten, sogenannte Kasbahs, kurz vor dem Verfall. Diese beeindruckenden Lehmburgen, einst Symbole für Macht, Schutz und Gemeinschaft, prägen seit Jahrhunderten die Architektur und das kulturelle Erbe des Landes. Doch mit dem Wandel der Zeit – Urbanisierung, Abwanderung der Landbevölkerung und fehlende Instandhaltung – geraten sie zunehmend in Vergessenheit. Der Verfall dieser Bauten bedeutet weit mehr als den Verlust architektonischer Substanz: Mit ihnen verschwindet auch ein Stück kollektiver Erinnerung und kultureller Identität. Junge Generationen wachsen zunehmend ohne Bezug zu diesen traditionellen Lebensformen auf, während moderne Baumaterialien und westliche Lebensstile das Bild prägen. Ohne gezielte Erhaltungsmaßnahmen droht ein unwiederbringlicher Verlust marokkanischer Geschichte und Identität.Read more

  • Kultureller Schlaganfall...

    October 17, 2025 in Morocco ⋅ ☀️ 29 °C

    Haben statt Sein – der satte deutsche Rentner und seine Apokalypse auf sechs Rädern. ODER einmal durch Marokko, ohne es je betreten zu haben - eine sarkastisch-satirische Feldstudie auf dem Campingplatz in Marrakesch.

    Die ego-zentrierten Weltoffenen kommen in Geleitzügen. Langsam, fett wie Kreuzfahrtschiffe - nur nicht auf dem Wasser aber mit mehr Satellitenschüsseln: die rollenden Rentnerpaläste aus Deutschland.

    Schwanzvergleich...
    Wohnmobile? Ach, bitte. GRAND Empire!! 😂. Diese Kolosse sind fahrende Villen mit Panzer-Panoramaverglasung,

    Meiner ist länger... Mit Riesen-Flat-Screen Wäschspinne, einem Smart in der Garage und Weinkeller – alles montiert auf 3-Achs-Sattelzugfahrgestellen, damit der deutsche Gartenzwergli-Traum von „Ich bin noch mehr, schaut her“ auch im marokkanischen Staub glänzen kann.

    In Marrakesch, wo der Duft von Minze, Gewürzen und Kamelmist die Luft erfüllt, parken sie ihr Schlachtschiff Bismarck neben staubigen Eselkarren – ein kultureller Schlaganfall für das Land. Der sogenannte „Pöbel“, also Einheimische und Individualreisende ohne hydraulisch nivellierbare Dachterrasse, wird mit leichtem Ekel gemustert. Man selbst sitzt schließlich erhoben – im Schatten der eigenen Markise – mit einem Glas Prosecco (gekühlt natürlich, und man hat ja eine stromfressende Klimahölle im Innern des Fahrzeugs). Man wartet nur noch darauf dass sie beginnen Kaviarhäppchen auf den perserteppichausgelegten Sandboden zu streuen. Nicht zum Essen – zum Ausrutschen. Für den gemeinen Campingpöbel wie mich

    Fängt man Wortfetzen ihrer Kommunikation untereinander auf, drehen sich die Geschichten von Herr und Frau Neureich nicht etwa um Kultur, Geschichte oder gar die Menschen vor Ort – Gott bewahre! Sondern um 'ach wie billig hier' und den Preis des Navigationssystems mit KI-gestützter Staubpartikelanalyse... oder ob man auf dem Rückweg über den Spanien "noch kurz Lissabon in Portugal mitnehmen" sollte – wegen der Bucketlist. Jedes Land ein Häkchen. UND jedes Selfie ein Beweis für die eigene gelebte Großartigkeit.

    Also wird Marrakesch nicht erkundet, sondern im Selfiemodus abfotografiert. Aber eigentlich will man ja nicht „zu sehr unter die Leute“. Einheimische dienen bestenfalls als pittoreske Statisten auf Fotos. Bettelnde Kinder auf Eseln? Klick. Alte Frau mit Henna-Händen? Klick. „Alles sooo authentisch hier!“

    Die Routen der deutschen TÜV-Gesichter sind durchoptimiert: Nur nicht zu weitab von den Autobahnen. Nur keine Überraschungen. In den Fahr-Pausen wird jeder Touristenramsch mit deutscher Effizienz geplündert, als wäre er Teil einer ZDF-Doku über Kolonialnostalgie im Ruhestand. Wenn es doch mal Kontakt mit einem echten Marokkaner gibt, dann nur beim Feilschen – mit der Unnachgiebigkeit eines Tiger-Panzerkommandanten: 10 Dirham fürs Brot? Skandal! Aber 800.000 Euro für das Wohnmobil? Ein Schnäppchen.

    Es ist ein voll klimatisiertes Leben in Klimazonen, nicht in Kulturen. Statt am Lagerfeuer sitzt man vor dem TV und lauscht gebannt dem Geschwafel der 'Regierungs-Marionetta Slomka' im ZDF-Heute -Journal, anstatt mit den Camping-Nachbarn am Lagerfeuer den Sternenhimmel zu schauen.

    Diese weltoffenen deutschen Kleingeister bringen ihre Temperatur, ihre Küche, ihre Möbel, Werte und ihre Weltanschauung also gleich mit – Gartenzwerge eben - isoliert in Alu und Kunststoff, immun gegen Eindrücke, außer sie lassen sich mit Filtern versehen.

    „Haben statt Sein“, das ist nicht bloß Motto – es ist des betuchten Teutonenrentners Religionsersatz. Sein Sabbat ist der Tag, wenn das Wohnmobil mit hunderten Litern Wasser in der Wüste von billigen "Fachkräften" auf hochglanz gebracht wird, damit es beim 'Videoblabla mit Champagner' vor den Dünen von Merzouga so richtig in Szene gesetzt werden kann.

    Nobel geht die Welt zugrunde... Halleluja, was geht es uns doch gut!

    Und wenn sich die Bettler über den letzten Couscous - halb angefressen und stehen gelassen - hermachen und den letzten Bekannten auf WhatsApp auch das zu langweilig wird, geht's heuschreckenartig weiter – Richtung Agadir, oder Fes, oder sonstwo williwichtig hin. Völlig egal. Hauptsache: snobistisch, abgehoben ... Vor uns die Sintflut - dann aber wenigstens im GRAND EMPIRE!

    Postskriptum:
    Der Kaviar im GROSS(en) - DEUTSCHEN WOHNMOBIL ist alle. Der Pöbel kann wieder aufstehen.
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  • Wilde Bergstrasse

    October 20, 2025 in Morocco ⋅ ☀️ 27 °C

    Die Strecke von Agadir nach Tafraoute zählt zu den eindrucksvollsten Routen Südmarokkos – eine Reise durch Zeit, Stein und stille Dörfer. Von der Atlantikküste führt der Weg erst durch das fruchtbare Souss-Tal mit seinen Palmenhainen und Mandelbäumen, bevor sich die Straße in die Höhen des Anti-Atlas schraubt. Hier beginnt das eigentliche Abenteuer: enge Serpentinen, schroffe Felswände, uralte Berberdörfer und gewaltige Granitblöcke, die in der Nachmittagssonne rot und rosa leuchten.

    Die teils schmalen Bergstraßen sind kurvenreich, aber gut befahrbar – vorausgesetzt, man nimmt sich Zeit. Unterwegs laden Aussichtspunkte zu kurzen Stopps ein, kleine Cafés und Stände am Wegesrand bieten Einblicke in das ruhige Leben der Region.
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  • Tafraoute

    October 20, 2025 in Morocco ⋅ 🌙 22 °C

    Tafraoute selbst liegt spektakulär inmitten bizarrer Felsformationen – ein Ort, der Stille, Weite und Berbertradition verbindet. Die Fahrt dorthin war für uns kein simpler Transfer, sondern Teil des Erlebnisses: ein Panorama aus Natur, Kultur und rauer Schönheit.Read more

  • Wildcamping

    October 21, 2025 in Morocco ⋅ ☀️ 25 °C

    Paradies in der Wüste... Heute wartet ein magischer Aufenthalt in den Gorges d’Aït Mansour

    Inmitten der kargen, rot leuchtenden Felsen des Anti-Atlas öffnet sich plötzlich eine grüne Oase: Die Gorges d’Aït Mansour sind ein verstecktes Paradies aus Palmen, Dattelgärten und steilen Schluchtwänden. Wer hier wild campt, erlebt eine der stillsten Nächte Marokkos – nur begleitet vom leisen Rascheln der Palmen und dem Quaken von Fröschen.

    Wenn die Sonne untergeht, beginnt ein neues Schauspiel: ein Sternenhimmel, klar und überwältigend, frei von Lichtverschmutzung. Die Milchstraße zieht sich hell über die Felsen, während das Tal in tiefe Schatten fällt.

    Eine Nacht in Aït Mansour ist wie Tausendundeine Nacht – es ist eine Rückkehr zur Einfachheit und zur Kraft der Natur.
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  • Piste ins Unbekannte

    October 22, 2025 in Morocco ⋅ ☀️ 25 °C

    Allein, allein. Stundenlang keine Menschenseele... Langsam bekommen wir ein mulmiges Gefühl. Kein guter Ort für technische Schwierigkeiten. Und dann gottlob diese Arbeiter. Die Info, dass die Piste ab jetzt besser wird lässt unsere Anspannung verschwinden.

    Was dann folgt ist ein Traum. Eine Schlucht voller Oasen und genial freundlicher Menschen....
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  • Mitten im Nix

    October 23, 2025 in Morocco ⋅ ☀️ 27 °C

    Keine Tourist weit und breit und über mehr als 100 Kilometer niemand gesehen... 270 Kilometer von Tata nach Foum Zguid über einsame Bergpisten. Was uns fehlt sind Kollegen mit einem zweiten Fahrzeug. Es ist so alleine nicht ganz ohne, diese Strecken zu fahren, die teilweise auch noch recht anspruchsvoll sind.Read more

  • Sterne gucken

    October 23, 2025 in Morocco ⋅ 🌙 26 °C

    Am Rand der Sahara....
    In der mondlosen Weite der Sahara liegt eine Stille, die fast unwirklich scheint. Kein Laut, kein Windhauch stört die Ruhe der Nacht. Der Sand, tagsüber glutheiß, gibt seine Wärme ab. Über uns spannt sich ein Himmel, so klar, dass er fast wie ein Tor zum Universum erscheint

    Ohne das Licht des Mondes entfaltet die Nacht vor uns ihre ganze Tiefe. Sterne leuchten wie feine Kristalle, dicht an dicht, als hätte jemand den Himmel mit Licht bestäubt. Die Milchstraße zieht sich als silbriger Strom über das Firmament, deutlich zu erkennen der äusserste spiralförmige Arm unserer eigenen Galaxis. Als zartes, leuchtendes Band, das unsere eigene Winzigkeit und die Ewigkeit greifbar macht.

    In dieser Dunkelheit verliert der Mensch seinen Ich-Bezug. Der Horizont verschmilzt mit dem Himmel, die Zeit scheint anzuhalten. Das ferne Schimmern der Galaxis erinnert daran, dass auch wir - die Erde Teil dieser unendlichen Bewegung sind. Uns ergreift ein Gefühl von Ehrfurcht, von Staunen und Demut zugleich – so wie bei meinen ersten Sahara-Reisen. Es ist als dürfe man für einen Augenblick Zeuge eines unermesslich großen Ganzen sein.

    Und dann, inmitten der unendlichen Leere, spürt man eine tiefe Freude. Eine stille, reine Begeisterung über das Dasein selbst – über das göttliche Geschenk, in dieser flüchtigen Sekunde das Herz des Kosmos schlagen zu sehen.
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  • Im Westen was Neues

    October 24, 2025 in Morocco ⋅ 🌙 31 °C

    Dasselbe wie die letzten Tage. 4x4. Nur heute im Sand, mit Dromedaren, Rallyeheimers und Dünen...

    Fahren im Sand. Nicht nur der Motorradfahrer muss auf Pisten in der Sahara jede Fahrzeugbeweung fühlen, muss die Dünen surfen wie Wellen auf einem Meer – und ist immer auf der Suche nach der perfekten Spur.Read more