• Day 156 Busan/ Gyeongju

    June 9 in South Korea ⋅ ☁️ 24 °C

    Nach rund 40 Minuten Zugfahrt von Busan nach Gyeongju waren wir plötzlich in einer ganz anderen Welt angekommen. Nach der Grossstadt fühlte sich Gyeongju sofort ruhiger, gemütlicher und fast ein wenig entschleunigt an. Die Stadt ist vor allem für ihre vielen historischen Stätten bekannt und wird oft als Ort beschrieben, an dem Geschichte im Alltag ganz selbstverständlich präsent ist.

    Für unseren Aufenthalt haben wir ein Hanok gebucht, also ein traditionelles koreanisches Haus. Hanoks sind meist aus natürlichen Materialien wie Holz gebaut und so gestaltet, dass sie viel Ruhe ausstrahlen und den Garten oder Innenhof mit einbeziehen. Genau dieses ruhige, einfache und zugleich besondere Wohngefühl machte unseren Aufenthalt dort so schön. Unser Hanok bestand aus einem kleinen Zimmer mit Badezimmer, geschlafen wurde auf dünnen Matten direkt auf dem Boden. Auch hier gab es wieder die typischen Toilettenschuhe, die wir inzwischen aus allen bisherigen Unterkünften in Südkorea kennen. Solche kleinen Eigenheiten des Alltags finden wir immer wieder besonders spannend.

    Was uns in Gyeongju ausserdem sofort auffiel, war, wie angenehm ruhig alles war. Wir waren ehrlich gesagt erstaunt, dass es hier fast keine Touristen hatte.

    Nach unserer Ankunft genossen wir zuerst den schönen Garten und die Ruhe rund um unser Hanok.

    Am Abend machten wir einen Spaziergang in die Stadt, assen koreanisch zu Abend und schauten uns noch die Woljeonggyo-Brücke an. Diese Brücke geht ursprünglich auf die Silla-Zeit zurück und wurde nach historischen Vorlagen wieder aufgebaut. Heute gilt sie als die grösste Holzbrücke Koreas und ist besonders am Abend ein sehr stimmungsvoller Ort. Danach gingen wir zurück in unser Hanok und liessen den Abend dort ganz gemütlich ausklingen.
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