• Day 161 Seoul / DMZ

    June 14 in South Korea ⋅ ⛅ 28 °C

    Heute waren wir in der DMZ, der demilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea. Es war einer dieser Ausflüge, die nicht nur spannend, sondern auch sehr eindrücklich und nachdenklich machen. Schon die Fahrt dorthin fühlte sich besonders an, weil man genau wusste, dass man sich einem Ort nähert, der bis heute für die Teilung Koreas steht. Die DMZ entstand nach dem Waffenstillstand von 1953 und ist bis heute eines der sichtbarsten Zeichen dafür, dass der Koreakrieg nie mit einem Friedensvertrag beendet wurde.

    Vor Ort war es faszinierend zu sehen, wie nah Nord- und Südkorea geografisch beieinanderliegen und wie gross die Distanz trotzdem wirkt. Besonders eindrücklich war, dass wir sogar nach Nordkorea blicken durften. Mit dem Fernglas konnten wir Dörfer auf der nordkoreanischen Seite erkennen, und gleichzeitig standen wir nur etwa 180 Meter von der Grenze zu Nordkorea entfernt. Genau solche Momente machen plötzlich sehr greifbar, was man sonst nur aus Büchern oder Nachrichten kennt.

    Für Louis war besonders eindrücklich, dass Nord- und Südkorea eigentlich noch immer im Krieg stehen. Genau dieser Gedanke machte den Besuch für ihn noch einmal ganz besonders und liess uns alle spüren, wie nah Geschichte und Gegenwart hier beieinanderliegen.

    Sehr spannend fand Leroy auch, dass uns erklärt wurde, wie der Waffenstillstand bis heute überwacht wird. Nach dem Koreakrieg wurde dafür die Neutral Nations Supervisory Commission eingerichtet. Ursprünglich gehörten dazu Schweden und die Schweiz auf Seite des UNO-Kommandos sowie Polen und die damalige Tschechoslowakei auf Seite von Nordkorea und China. Nordkorea wies die tschechische Delegation 1993 und die polnische 1995 aus der nördlichen Seite hinaus. Heute spielen deshalb vor allem die Schweiz und Schweden weiterhin eine sichtbare Rolle in diesem Zusammenhang.
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