• Day 166 Bandar Seri Begawan

    June 19 in Brunei ⋅ ☁️ 31 °C

    Früh am Morgen machten wir uns auf den Weg in den Ulu Temburong Nationalpark, und schon dort war spürbar, dass uns ein ganz besonderer Tag erwartete. Was uns am meisten beeindruckte, war die Ruhe und der Dschungel an sich. Alles wirkte unglaublich ursprünglich, grün und lebendig. Schon unterwegs entdeckten wir riesige Ameisen, deutlich grösser als jene, die wir aus Europa kennen, was uns sofort staunen liess.
    Im Nationalpark machten wir eine Wanderung, die uns über mehrere Hängebrücken und schliesslich hinauf zur bekannten Canopy Walkway führte. Ganz oben auf dem Gerüst wurde es für uns kurz etwas mulmig. Je höher wir stiegen, desto mehr spürten wir den Wind, und das Gefühl, auf einer hohen Stahlkonstruktion mitten im Dschungel zu stehen, war schon speziell. Umso schöner war dann die Aussicht von oben. Rundherum sah man nichts als Natur, Wald und Weite. Genau dieser Blick machte den Aufstieg mehr als lohnenswert.
    Sehr spannend fanden wir auch, wie konsequent Brunei seine Natur schützt. Obwohl es auf Borneo in vielen Regionen Ölpalmenplantagen gibt, ist in Brunei ein grosser Teil des Regenwaldes erhalten geblieben und steht unter Schutz. Gerade das machte diesen Ausflug für uns noch eindrücklicher, weil man spürte, dass der Natur hier wirklich viel Raum gelassen wird.
    Ein grosser Glücksfall war auch unser Guide, der uns nicht nur den Dschungel näherbrachte, sondern uns auch viel über Brunei erzählte. Besonders spannend war für uns zu hören, dass hier fast jeder Einwohner ein eigenes Auto besitzt. Das hängt auch mit den sehr tiefen Treibstoffpreisen zusammen. Ein Liter kostet hier nur 0,53 Brunei-Dollar, also ungefähr 36 Cent in Euro. Solche Zahlen machen nochmals deutlich, wie stark Öl und Gas das Land geprägt haben.Als Belohnung für die Wanderung konnten wir uns am Ende noch beim Wasserfall abkühlen. Nach der Wärme und dem Aufstieg war das genau das Richtige.
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