• Day 187 Kinabatangan

    July 10 in Malaysia ⋅ 🌧 31 °C

    Auch heute begann unser Tag wieder sehr früh. Die Stimmung am Morgen war einmal mehr etwas ganz Besonderes. Es war still, nur die Geräusche des Dschungels begleiteten uns, während wir langsam den Fluss entlangfuhren. Hoch oben in den Bäumen konnten wir verschiedene Vogelarten beobachten, die nach und nach erwachten.

    Heute führte uns unser Guide in einen ruhigen Seitenarm des Flusses, einen sogenannten Altarm. Dort war es nochmals stiller als auf dem Hauptfluss. Das Wasser lag fast spiegelglatt vor uns, und die üppige Vegetation machte den Ort fast ein wenig geheimnisvoll. Besonders spannend fanden wir die riesigen Seerosen, die ursprünglich aus dem Amazonas stammen und hier angesiedelt wurden. Mit ihren gewaltigen Blättern wirkten sie fast wie kleine schwimmende Inseln. Besonders eindrücklich war es, dort auch ein grosses Salzwasserkrokodil aus sicherer Entfernung beobachten zu können.

    Zurück in der Lodge wartete beim Frühstück dann das wohl lustigste Erlebnis des Tages auf uns. Die australischen Kinder, die französischen Kinder und unsere Jungs beschlossen, gemeinsam an einem Tisch zu frühstücken. Plötzlich sprangen wie aus dem Nichts zwei Affen auf den Tisch und bedienten sich kurzerhand am Frühstück. Der jüngste Junge sprang erschrocken auf und rannte davon. Lo schnappte sich blitzschnell seinen Teller und flüchtete zu uns, während Le und die anderen Kinder ebenfalls das Weite suchten. Wir mussten alle herzlich lachen. Leider ging alles so schnell, dass niemand ein Foto machen konnte.

    Nachdem die Affen verschwunden waren und alle Kinder ein neues Frühstück bekommen hatten, war der Schreck schnell vergessen. Mit vollem Bauch machten sich die Kinder sogar noch gemeinsam auf die Suche nach den beiden frechen Frühstücksdieben. Anschliessend spielten sie mit ihren neuen Freunden aus Australien noch eine Runde Dutch, ein Spiel, das sie während der letzten Tage kennengelernt hatten.

    Kurz vor dem Mittag hiess es dann Abschied nehmen. Mit dem Boot ging es zurück zum Anleger und von dort mit dem Auto nach Sandakan. Am Abend genossen wir noch die Aussicht auf einer Rooftop-Terrasse und machten einen kleinen Spaziergang durch die Stadt, bevor wir müde, aber mit vielen schönen Erinnerungen an die vergangenen Tage ins Bett fielen.
    Read more