Tag 64 - Busan - Südkorea
January 12 in South Korea ⋅ ☀️ -2 °C
Heute Morgen sind wir nach zehn Seetagen gut in Busan angekommen. Es war schön, mal wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Nach dem Frühstück sind wir vom Schiff gegangen und durch die Passkontrolle – alles lief problemlos.
Andreas macht eine 50 km Fahrradtour, und ich nehme an einem Ausflug zu verschiedenen Tempeln und Orten in Südkorea teil.
Während wir unterwegs sind, werden 15 Container geliefert, die ausgeladen werden müssen. Außerdem bekommen wir Treibstoff. Einige Passagiere, die die Seetage übersprungen haben, kehren zurück an Bord, und ein paar Patienten werden in Krankenhäuser gebracht.
Unser Tag in Busan war wunderschön. Andreas hatte eine tolle Fahrradtour bei kalten -3 bis dann 5 Grad Mittags. Es hat ihm dennoch gut gefallen.
Ich war mit dem Bus unterwegs. Zuerst sind wir durch Busan gefahren.
Die Geschichte Busans reicht weit zurück. Bereits in der Antike war die Region besiedelt und gehörte zum Königreich Silla (57 v. Chr.–935 n. Chr.), einem der Drei Reiche Koreas. Durch seine Lage am Meer spielte das Gebiet schon früh eine Rolle im Handel und im Kontakt mit Japan.
Während der japanischen Invasionen Koreas Ende des 16. Jahrhunderts war die Region stark umkämpft.
Einen entscheidenden Einschnitt für Korea brachte der Koreakrieg zwischen 1950–1953. Busan war zeitweise die einzige größere Stadt, die nicht von nordkoreanischen Truppen besetzt wurde. Sie diente als provisorische Hauptstadt Südkoreas und nahm Millionen Flüchtlinge auf.
Nach dem Krieg entwickelte sich Busan zu einer zentralen Industrie- und Hafenstadt. Sie wuchs rasend schnell. Da die das Land viele Berge hat wurden sehr hohe Gebäude gebaut, um genügend Wohnraum für die Einwohner zu schaffen. Bis heute gilt Busan als Tor Koreas zur Welt und ist der sechsgrösste Containerhafen weltweit.
Nachdem wir aus der Stadt rausgefahren sind ging es zum Bulguksa-Tempels. Wir besichtigten diese Anlage und fuhren dann weiter nach Gyochon. Dort haben wir das Gyeongju Gyochon Traditional Village und der Woljeonggyo-Brücke besichtigt. Hier hat man gesehen, wie die Menschen früher gelebt haben. Dann ging es weiter zum Tumuli-Park . Hier hatten wir eine Stunde zur feien Verfügung. Ich bin die Strassen entlang gebummelt und habe eine koranische Spezialität gegessen. War sehr lecker. Im Tumuli Park haben wir uns dann eines der zwei ausgegrabenen Grabhügel, das jetzt als Museum ausgebaut ist besichtigt. Zum Abschluss fuhren wir zum Donggung Palast und Wolji Pond.
Zurück auf dem Schiff gab es einen Sonderaufguss für die durchgefrorenen Biker. Noch ein bisschen lesen und dann ging es zum Essen.
Es war wirklich ein toller Tag. Schön wieder in Asien zu sein. Ich liebe einfach diese Menschen, diese Länder, diese Kulturen. Südkorea war für mich auch neu, aber es hat mir verzaubert.Read more

























