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Weltreise 2025/2026 - AIDA

Einmal um die Nordhalbkugel der Welt Read more
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    🌊 Atlantischer Ozean

    Tag 126 - Seetag

    2 hours ago, Atlantischer Ozean ⋅ 🌬 18 °C

    Ein weiterer Seetag liegt hinter uns – mit leicht bewölktem Himmel und etwa 3,5 Meter Seegang. Es war ziemlich stürmisch, und das Schiff hat deutlich gearbeitet. Man spürt dann jede Bewegung ein wenig mehr. Es hat schon ganz schön gewackelt. Es war übrigens erst der zweite Seetag auf dieser Reise, an dem ich nicht gearbeitet habe und einfach mal entspannt habe.
    Der Tag begann sportlich: morgens ging es zum Ausdauertraining. Andreas hat wieder beim Treppenlauf mitgemacht; das Ergebnis steht noch aus. Danach sind wir frühstücken gegangen. Ich habe gelesen, während Andreas Sport geschaut hat.
    Am Nachmittag habe ich mir um 14 Uhr noch einmal eine Ayurveda-Massage bei Handre gegönnt – einfach herrlich. Danach bin ich in die Wellness-Oase gegangen, habe gelesen mein aktuelles Buch und zwei Bücher in meiner Headway-App. Ähnlich wie Blinkist, aber noch stärker der Fokus auf Business. Später kam Andreas dazu. Er hat einen Aufguss mitgemacht, während ich danach lieber so in die Sauna gegangen bin – der Aufguss ist mir einfach immer zu heiß.
    Heute ist auch ein besonderer Familientag: Mein Bruder wird 80. Noch einmal von Herzen: Happy Birthday, liebes Brüderchen. 💕
    Der dritte Sonntag hintereinander mit einem Geburtstagskind:
    Am 1. März meine Enkelin Hermina, am 8. März meine Tochter Alexandra und heute mein Bruder. Drei Sonntage, drei Geburtstage – irgendwie ein schöner Gedanke aber auch traurig dieses Jahr für mich, nicht in der Heimat zu sein.
    Abends sind wir kurz essen gegangen und haben anschließend noch einen Polizeiruf geschaut. Langsam merkt man auf dem Schiff eine gewisse Aufbruchstimmung. Viele beginnen schon zu packen, obwohl wir noch eine ganze Woche vor uns haben. Wir bleiben gelassen: Wir lassen alles, wie es ist, und packen erst nächsten Sonntag – dann einmal in einem Schwung. Bis dahin genießen wir einfach weiter jeden Tag.
    Was uns allerdings zunehmend auffällt und auch ein wenig anstrengt, ist das viele Gemeckere um uns herum. So viele Menschen beschweren sich über Kleinigkeiten. Dabei haben wir doch das große Privileg, eine solche Reise machen zu dürfen. Diese Unzufriedenheit stimmt mich manchmal nachdenklich – und ich finde es wirklich schade.
    Morgen erreichen wir nach viereinhalb Monaten wieder Europa. Ein besonderer Moment auf dieser langen Reise. 🌊
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  • Tag 125 - Seetag

    Yesterday, Atlantischer Ozean ⋅ ⛅ 20 °C

    Heute war unser 60. Seetag. Wir haben Afrika nun endgültig hinter uns gelassen und fahren weiter Richtung Europa. Man merkt es deutlich: Es ist kühler geworden, wolkiger, und auch der Seegang nimmt langsam zu. Die See fühlt sich plötzlich ganz anders an als noch vor ein paar Tagen.
    Der Tag begann sportlich mit etwas Krafttraining und anschließendem Frühstück. Danach haben wir angefangen, ein wenig aufzuräumen. Das Schiff hat Boxen bereitgestellt für Dinge, die man am Ende der Reise nicht mehr mit nach Hause nehmen möchte. Eine wirklich gute Idee. Alles wird später an die Crew verteilt. Wir gewinnen Platz in den Koffern, und die Crew freut sich – eine schöne Lösung, von der alle etwas haben.
    Heute gab es wieder ein Thema, das mich nachdenklich gemacht hat. Ein Influencer, der ebenfalls auf dieser Weltreise dabei ist, hat allen Ernstes die Frage gestellt, ob man nicht eine Altersobergrenze für Passagiere einführen sollte, weil wieder Patienten ausgeschifft werden mussten. Ich finde diese Sichtweise sehr schwierig. Gesundheit hat doch nichts automatisch mit dem Alter zu tun. Hier an Bord gibt es Menschen über 80, die unglaublich fit und aktiv sind – und gleichzeitig auch jüngere, die schlecht zu Fuß sind oder gesundheitliche Probleme haben. Am Ende entscheidet jeder selbst, ob er sich fit genug für eine solche Reise fühlt. Auch junge Menschen können schließlich plötzlich ärztliche Hilfe benötigen. Diese Diskussion hat leider ein wenig gezeigt, wie manche Menschen hier denken und respektlos dem Alter gegenüber verhalten. Das fand ich schade.
    Ich selbst habe den größten Teil des Tages gearbeitet. Andreas war beim Spinning und später noch in der Sauna. Am Abend sind wir kurz essen gegangen und haben danach noch einen Krimi geschaut – ein ruhiger Ausklang eines eigentlich ganz normalen Seetages.
    Dann kam allerdings noch eine Nachricht, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte: Ein Anruf aus der Firma. Unser Lager, in dem alle Unterlagen stehen, steht unter Wasser. 🙈
    Zum Glück konnte ich direkt ein paar Helfer für morgen organisieren. Und ich bin sehr dankbar, dass meine Tochter Katharina und mein Schwiegersohn sich sofort kümmern. In solchen Momenten merkt man, wie wichtig Familie ist – besonders wenn man gerade mitten auf dem Meer unterwegs ist.
    Jetzt hoffe ich sehr, dass sich morgen alles halbwegs regeln lässt. Manchmal holt einen das Leben zu Hause eben doch schneller ein, als man denkt – selbst auf hoher See.
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  • Tag 124 - Praia/Santiago - Kapverde

    March 13 in Cape Verde ⋅ 🌬 21 °C

    Heute sind wir schon um 7 Uhr in Praia angekommen. Auf dem offenen Meer mussten wir etwa eine Stunde warten, bis wir anlegen konnten, da noch ein anderes Schiff im Hafen lag. Weil wir aufgrund der medizinischen Notfälle sechs Stunden früher als geplant angekommen sind, war der Hafen noch nicht ganz einsatzbereit.
    Nach einem Frühstück haben wir uns auf den Weg gemacht. Kap Verde hat eine faszinierende Geschichte: Die Inselgruppe wurde im 15. Jahrhundert von den Portugiesen entdeckt und wurde schnell zu einem wichtigen Handelsstützpunkt im atlantischen Sklaven- und Warenhandel. Später entwickelte sich ein vielfältiges kulturelles Leben, geprägt von afrikanischen, portugiesischen und kreolischen Einflüssen. Santiago, die größte Insel, war das historische und wirtschaftliche Zentrum und ist bis heute das Herz von Kap Verde.
    Der Weg hinauf zum Plateau führte an einem trockenen Flussbett vorbei, das leider unangenehm roch. Oben angekommen, tauchten wir in die Altstadt von Praia ein. Die engen, verwinkelten Straßen mit ihren bunten Häusern im kolonialen Stil, kleinen Kirchen und charmanten Plätzen vermitteln den historischen Charakter der Stadt. Manche Gassen laden zum Verweilen ein, andere wirken verfallen, mit bröckelndem Putz und Müll, der viel auf der Straße liegt.
    Wir schlenderten zuerst über einen kleineren, lebhaften Markt, auf dem Obst, Gemüse, Gewürze angeboten werden. Später ging es hinunter zum Mercado de Sucudera, dem größten Markt der Stadt. Dort herrschte geschäftiges Treiben.
    Trotz der schönen Ecken müssen wir sagen, dass uns Praia nicht vollkommen begeistert hat. Viele Bereiche wirken heruntergekommen, es liegt Müll auf den Straßen, und ich hätte mich hier nicht alleine sicher gefühlt. Gut, dass wir zu zweit unterwegs waren. Gleichzeitig gibt es aber auch charmante Gassen, freundliche Menschen und gutes Essen, was den Besuch etwas angenehmer machte.
    Wir kehrten in ein sehr nettes Lokal ein und haben richtig lecker gegessen. Anschließend bummelten wir weiter durch die Straßen, Andreas gönnte sich ein leckeres Eis, bevor es zurück zum Schiff ging. 19.000 Schritte, also etwa 13,5 km – ein ziemlich aktiver Tag. Danach haben wir uns auf dem Schiff entspannt und „Let’s Dance“ geschaut, um den Freitagabend gemütlich ausklingen zu lassen.
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  • Tag 123 - Seetag

    March 12, Atlantischer Ozean ⋅ 🌬 22 °C

    Heute war der siebte von sieben Seetagen auf dem Weg nach Praia. Der Tag begann wie fast jeder hier: mit Sport. Ich habe Ausdauer- und Schultertraining gemacht. Andreas ist wieder seine Strecke Richtung „Praia“ gelaufen – dazu später mehr. 🫶
    Danach haben wir gemütlich im Yachtclub gefrühstückt. Man merkt allerdings deutlich, dass wir in nördlichere Gefilde kommen. Es war spürbar kühler, nur noch etwa 21 Grad, leicht bewölkt und der Wellengang stärker. Ich brauchte mal wieder eine Reisetablette. Die hat mich allerdings so müde gemacht, dass ich erst einmal noch eine Stunde geschlafen habe. 🤣
    Danach habe ich mich an die Arbeit gemacht. Um 19 Uhr deutscher Zeit stand eine weitere Meisterprüfungssitzung an – zwei Stunden lang. Währenddessen war Andreas noch beim Spinning und anschließend in der Sauna.
    Heute Morgen hatte unser Kapitän uns bereits informiert, dass wir morgen früh drei Stunden früher auf den Kapverden ankommen werden, da zwei Passagiere aus medizinischen Gründen ausgeschifft werden müssen. Am Nachmittag kam dann eine weitere Durchsage: Es gab noch einen medizinischen Notfall, und wir würden nach Dakar fahren, damit der Patient dort mit einem Hubschrauber vom Schiff geholt werden kann.
    Nach etwa einer Stunde kam allerdings wieder eine Änderung: Wir können doch nicht nach Dakar fahren, weil die Behörden den Hubschraubereinsatz abgesagt haben. Also sind wir nun mit Vollgas auf dem Weg nach Praia und werden morgen schon gegen 7 Uhr statt 13 Uhr ankommen, damit die Patienten an Land medizinisch betreut werden können.
    Es geht manchmal so schnell, dass eine Reise plötzlich ganz anders verläuft. Umso dankbarer sind wir jeden Tag, dass wir gesund sind. Das Hospital an Bord ist derzeit voll, und das medizinische Team leistet schon die ganze Reise über einen großartigen Job. Wir hoffen sehr, dass es den erkrankten Passagieren bald wieder besser geht.
    In der Primetime am Abend wurden dann die Gewinner des Praia-Laufes bekannt gegeben. Zusammen sind alle Teilnehmenden unglaubliche 1000 Kilometer gelaufen. Und surprise, surprise: Andreas wurde Zweiter! Herzlichen Glückwunsch! 🏃‍♂️
    Zum Abendessen sind wir in die Almhütte gegangen. Als Tagesgericht gab es Spargel mit Schnitzel für Andreas und für mich Spargel ohne Schnitzel. Andreas hat uns noch einen Cocktail geholt, und jetzt lassen wir den Abend ganz gemütlich mit einem Krimi ausklingen.
    Ein ereignisreicher letzter Seetag. Morgen erreichen wir Praia. 🌊
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  • Tag 122 - Seetag

    March 11, Atlantischer Ozean ⋅ ⛅ 27 °C

    Ein weiterer wunderschöner Seetag mit strahlender Sonne und 28 Grad. Ich genieße dieses Wetter so sehr und weiß jetzt schon, dass ich es vermissen werde.
    Andreas hat morgens wieder seinen Praia-Lauf gemacht – heute ganze 26 Runden. Danach haben sich allerdings seine Sportschuhe endgültig verabschiedet. So viel Sport haben sie dann wohl doch nicht mehr mitgemacht.
    Ich habe mich in der Zeit an meine Schulterübungen gemacht. Das war heute ziemlich hart. Zwischendurch wurde mir sogar schwindelig – nicht gerade angenehm, wenn man in den Schmerz hinein trainiert. Aber es hilft ja nichts, da muss ich durch.
    Zur Belohnung haben wir danach ein herrliches Frühstück auf der Terrasse genossen. Sonne, Meerblick und einfach Zeit – sehr schön. Ich habe mich dann an die Arbeit gemacht.
    Andreas war am Nachmittag beim Spinning und anschließend in der Sauna. Da wir inzwischen zwei Stunden hinter Deutschland liegen, konnten wir heute den Krimi schon vor dem Abendessen schauen.
    Zum Abendessen sind wir in den Yachtclub auf die Terrasse gegangen und haben nur eine Kleinigkeit gegessen. Danach hatte ich allerdings plötzlich noch Gelüste, also sind wir doch noch in die Almhütte gegangen. Dort gab es eine Breze mit Obatzdn.
    Seit Aschermittwoch verzichte ich komplett auf Zucker und habe mir vorgenommen, das bis Ostern durchzuhalten. Das habe ich noch nie so bewusst gemacht. Ich bin gespannt, ob ich eine Veränderung merken werde.
    Den Abend haben wir schließlich ganz ruhig in unserer Kabine ausklingen lassen – mit offener Balkontür. Um 22 Uhr waren es draußen immer noch 27 Grad. Einfach herrlich. 🌙☀️
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  • Tag 121 - Seetag - Äquatorüberquerung

    March 10, Atlantischer Ozean ⋅ 🌙 29 °C

    10. November – 10. März
    Heute vor vier Monaten begann die Reise unseres Lebens. Wenn ich daran denke, was wir in dieser Zeit alles erleben und sehen durften, wird mir erst richtig bewusst, wie besonders diese Monate waren. Und gleichzeitig ist die Zeit wie im Flug vergangen. Aber es liegen noch knapp zwei Wochen vor uns und wir wollen noch nicht an das Ende der Reise denken, obwohl wir uns beide auch sehr auf zu Hause freuen.
    Unser Admin hat heute das grosse Thema- wann darf ich meine Koffer rausstellen- zu hoffentlich aller Zufriedenheit mit der Hoteldirektorin geklärt. Seit Tagen überschlugen sich deswegen die Gemüter. Danke an Thomas, der sich schon seit zwei Jahren um so viel gekümmert hat und so viel für uns durchgesetzt hat. Er hat einen Mega-Job gemacht.🙏
    Heute durften wir wieder einen wunderschönen Seetag genießen – mit unserer zweiten Äquatorüberquerung, ganz pünktlich um 12:00 Uhr. Nun sind wir wieder auf der Nordhalbkugel. Das Wetter war genau so, wie man es sich am Äquator vorstellt - konstante 28 Grad, ein paar kleine Wolken am Himmel und eine ganz ruhige See. Einer dieser Tage, an denen man einfach nur dankbar ist, das alles erleben zu dürfen.
    Ich war heute Morgen beim Sport und habe die nächste Stufe meiner Schulterübungen begonnen. Jetzt heißt es tatsächlich: in den Schmerz hinein trainieren. Nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig – aber ich weiß ja, wofür ich es mache.
    Zum Frühstück haben wir uns getroffen, danach ging es wieder an die Arbeit. Andreas hat sich heute einer echten Herausforderung gestellt - ein dreistündiger Spinning-Marathon mit rund 30 anderen – inklusive des Kapitäns, dessen Idee diese sportliche Aktion war. 🤣
    Ein langes Telefonat mit meiner lieben Manuela hat mir heute besonders gutgetan. Solche Gespräche sind auf so einer langen Reise einfach Gold wert.
    Andreas kam erst gegen sieben zurück. Da wir aktuell eine Stunde hinter Deutschland liegen, haben wir zuerst noch den RTL-Krimi geschaut. Und danach haben wir uns ganz gemütlich eine leckere Pizza gegönnt. Muss auch mal sei . 🍕✨
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  • Tag 120 - Seetag

    March 9, Atlantischer Ozean ⋅ ⛅ 28 °C

    Ein erneuter Seetag auf dem Weg zum Äquator- Bilderbuchwetter, 28 °C, sanftes Meer
    Heute war ein rundum aktiver und zugleich entspannter Tag. Andreas hat sich wieder seinem Praia-Lauf hingegeben – unglaubliche 22 Runden. Ich habe mich erneut bei Saskia meiner Schulter gewidmet. Es geht schon einiges besser, aber viele Streckungen in verschiedene Richtungen sind noch schwierig. Sie hat mir neue Übungen gezeigt, die ich nun regelmäßig machen soll.
    Danach war ich 30 Minuten Radfahren, bevor wir uns zum Frühstück im Yachtclub getroffen haben. Mein Frühstück habe ich Euch mal fotografiert😇.
    Ein langes Telefonat mit meiner Tochter hat den Vormittag abgerundet, danach habe ich gearbeitet.
    Am Nachmittag habe ich mir eine Ayurveda-Massage bei Handre gegönnt – entspannend bei so viel Arbeit 😅. Andreas war in der Zwischenzeit beim Spinning und in der Sauna. Mein Arbeitstag endete mit einem weiteren Meeting, QM-Prozess erstellt und am Shop gearbeitet.
    Der Abend klang bei einem kurzen Essen aus, während draußen ein heftiges Gewitter tobte. Dann ging es in unsere Kabine. Ich liebe sie und geniesse die Stille und das Rauschen des Meeres bei einem guten Buch. 🫶
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  • Tag 119 - Weltfrauentag auf See

    March 8, Atlantischer Ozean ⋅ ⛅ 27 °C

    Was für ein traumhafter Seetag. Die Sonne meinte es heute besonders gut mit uns: 28 Grad, ein sanfter Wellengang und dieses endlose Blau des Meeres – genau solche Tage machen eine Reise unvergesslich. Und dann fiel dieser wunderschöne Tag auch noch auf den Weltfrauentag.
    Ganz besonders war der heutige 8. März natürlich wegen Alexandra. Meine Tochter wird heute tatsächlich 30 Jahre alt. Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist. Gerade war sie doch noch ein kleines Mädchen – und heute feiert sie ihren runden Geburtstag. Happy Birthday, mein Schatz. Ich habe heute oft an sie gedacht.
    Andreas war wieder sportlich unterwegs und ist den Lauf nach Praia gelaufen – 20 Runden bei diesem warmen Wetter. Wirklich beeindruckend. Danach sind wir gemütlich frühstücken gegangen. Auf der Terrasse zu sitzen, in der warmen Sonne, mit Blick aufs Meer – das war einfach ein Traum.
    Ich habe anschließend erst einmal gearbeitet. Auf dem Schiff war heute viel los, denn die Crew hatte eine große Veranstaltung für alle Gäste organisiert. Überall auf dem Schiff gab es Aktionen: Küchen- und Barshows, verschiedene Showacts und für die Kinder war ebenfalls jede Menge geboten. Man merkte richtig, wie viel Mühe sich alle gegeben hatten.
    Unser Kapitän Michael hat alle Gäste aufgerufen, an Deck zu kommen. Eine Drohne sollte über das Schiff fliegen, um besondere Aufnahmen für den Weltreisefilm zu machen. Und wenn Michael ruft, dann folgen wir natürlich – also standen wir um 13 Uhr pünktlich an Deck und haben das Ganze gespannt verfolgt.
    Danach ging es für uns zum Bauch-Beine-Po-Training. Sehr schweißtreibend, aber auch gut. Andreas hat danach noch eine Runde Spinning gemacht und sich anschließend noch eine wohlverdiente Sauna gegönnt. Ich habe weiter noch gearbeitet.
    Am Abend haben wir dann gespannt die Wahl in Baden-Württemberg verfolgt. Es war wirklich interessant zu sehen, wie sich alles entwickelt und wie das Ergebnis am Ende ausgegangen ist.
    Nun lassen wir diesen wunderschönen Seetag ganz ruhig ausklingen. Ein Krimi liegt bereit, draußen rauscht das Meer – und wieder geht ein besonderer Tag auf unserer Reise zu Ende. 🌊📖
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  • Tag 118 - Seetag

    March 7, Atlantischer Ozean ⋅ ⛅ 26 °C

    Heute war wieder ein wunderschöner Tag auf See. Der zweite von sieben auf dem Weg nach Praia. Schon am Morgen zeigte sich das Meer von seiner ruhigsten Seite: strahlender Sonnenschein, angenehm warme 26 Grad und kaum Wellengang. Die Weite des Ozeans wirkte fast meditativ.
    Andreas startete den Tag sportlich. Er nahm am AIDA Walk teil – einem symbolischen Lauf von Walvis Bay bis nach Praia auf den Kapverden. Die gesamte Strecke entspricht 5.908 Kilometern beziehungsweise 3.190 Seemeilen. Natürlich läuft man diese Distanz nicht wirklich am Stück; sie steht sinnbildlich für die Route der Reise. Andreas lief 10 Kilometer und brauchte dafür nur 57 Minuten – 25 Stempel à 400 Meter - eine starke Leistung.
    Danach trafen wir uns zum Frühstück und genossen anschließend noch eine Weile unseren Balkon und den Blick auf das endlose Meer. Es sind genau diese Momente, in denen man spürt, wie entschleunigend eine Reise auf dem Wasser sein kann.
    Andreas ging später noch zum Spinning und verbrachte den restlichen Nachmittag bis in den Abend hinein in der Wellness-Oase. Ich selbst habe den Tag etwas anders genutzt: Ich habe intensiv gearbeitet, aber mir auch Zeit für ein sehr spannendes Buch genommen: „Verjünge Dich selbst“.
    Besonders interessant finde ich darin den Ansatz aus der Zellbiologie. Die zentrale Idee ist, dass unser Körper sich ständig erneuert. Milliarden Zellen sterben täglich und werden durch neue ersetzt. Entscheidend ist, wie gut unsere Zellen arbeiten und wie effektiv sie sich regenerieren können. Faktoren wie Bewegung, Ernährung, Schlaf und Stress beeinflussen dabei Prozesse wie die Energieproduktion in den Mitochondrien, die Reparatur von Zellschäden und die Aktivität bestimmter Gene. Das Buch beschreibt, dass Altern nicht nur ein passiver Prozess ist, sondern in vielen Bereichen aktiv beeinflusst werden kann, indem man die natürlichen Regenerationsmechanismen der Zellen unterstützt. Ich kann das sehr gut einbringen in meinen Unterricht über das Altern.
    Am Abend habe ich noch eine Runde Faszientraining gemacht. Es tat gut, den Körper noch einmal zu bewegen und die Muskeln zu lockern. Davor
    Danach ging es zum Abendessen, und wir ließen den Tag schließlich ganz entspannt bei einem sehr guten Krimi ausklingen.
    Ein rundum erfüllter Seetag – mit Bewegung, Arbeit, neuen Gedanken aus einem spannenden Buch und viel Ruhe durch das Meer um uns herum.
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  • Tag 117 - Seetag

    March 6, Atlantischer Ozean ⋅ 🌬 22 °C

    Heute war der erste von sieben Seetagen auf unserem Weg zu den Cape Verde. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite: 25 Grad, strahlender Sonnenschein und eine ganz ruhige See – perfektes Kreuzfahrtwetter. 🌊☀️
    Der Tag begann sportlich. Danach ging es zu einem späten Frühstück, denn heute hatte der Yachtclub ausnahmsweise bis 11 Uhr geöffnet – warum auch immer. 🤷‍♀️ Aber das kam uns ganz gelegen.
    Trotz des traumhaften Wetters war es für mich wieder ein recht straffer Arbeitstag. Mehrere Meetings standen auf dem Programm, aber ich habe das Gefühl, wirklich gut voranzukommen. Es ist schon erstaunlich, wie sich Arbeit und Reise hier miteinander verbinden lassen.
    Am Nachmittag war Andreas beim Spinning und anschließend noch in der Sauna. Ich habe mir gegen Abend etwas Zeit genommen und mich meinem Buch gewidmet: Peggy Guggenheim: Die Biografie. Wirklich spannend – ihr Leben ist einfach unglaublich faszinierend.
    Heute sind wir auch etwas früher zum Abendessen gegangen, denn unser Kapitän war heute das letzte Mal in der Prime Time zu sehen. Ein Ritual an Bord alle 14 Tage.
    Und plötzlich wird einem bewusst: Noch 16 Tage, dann sind wir wieder in Hamburg.
    Unfassbar, wie schnell die Zeit jetzt vergeht. Gerade eben hat die Reise begonnen, und nun zählt man schon langsam die letzten Wochen. Aber jetzt genießen wir erst einmal unsere sieben Seetage – diese besonderen Tage mitten auf dem Ozean.
    Und wie sollte es an einem Freitagabend ab Ende Februar anders sein:
    Natürlich Let’s Dance. 💃
    Es verspricht wieder eine sehr spannende Staffel zu werden.
    Ein schöner, ruhiger Tag auf See – genau so, wie man sich einen Seetag vorstellt. 🫶🌊
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  • Tag 116 - Walvis Bay - Namibia

    March 5 in Namibia ⋅ ⛅ 19 °C

    Heute Morgen sind wir in Walvis Bay angekommen, einer Hafenstadt an der Atlantikküste von Namibia mit einer spannenden Geschichte. Der Name bedeutet übersetzt „Walfischbucht“, denn schon im 18. und 19. Jahrhundert nutzten Walfänger diese geschützte Bucht als wichtigen Stützpunkt. Aufgrund seiner strategisch günstigen Lage wurde der Hafen später von den Briten besetzt. Obwohl Namibia lange Zeit deutsche Kolonie war, blieb Walvis Bay britisch und später südafrikanisch verwaltet. Erst 1994, vier Jahre nach der Unabhängigkeit Namibias, wurde die Stadt offiziell an Namibia übergeben.
    Unsere liebe Petra, bei der wir die Reise gebucht hatten, hatte für uns die Sandwich-Harbour-Tour bei Bacardi Dreams organisiert. Nach dem Frühstück gingen wir vom Schiff, und schon nach wenigen Metern wurden wir von einer Gruppe afrikanischer Frauen tanzend und singend begrüßt – ein unglaublich herzlicher Empfang. Direkt daneben befand sich der Bacardi-Stand, und unser Fahrer Victor begrüßte uns ebenfalls sehr freundlich. Wir warteten noch kurz auf zwei Mitreisende, und dann ging es mit unserem Tourfahrzeug auch schon los.
    Unser erster Stopp war die Lagune von Walvis Bay Lagoon. Normalerweise tummeln sich hier Hunderte bis Tausende Flamingos und Pelikane, denn die Lagune gehört zu den wichtigsten Feuchtgebieten im südlichen Afrika und ist ein bedeutender Rastplatz für Zugvögel. Heute waren sie allerdings nicht zu sehen – schade, aber so ist eben die Natur. Dafür waren einige andere Vögel zu sehen.
    Weiter ging es vorbei an den beeindruckenden Salzwerken von Walvis Bay Salt Works, einem der größten Salzabbaugebiete Afrikas. Hier wird Meersalz gewonnen: Meerwasser wird in riesige, flache Becken geleitet. Durch Sonne und Wind verdunstet das Wasser langsam, sodass sich nach und nach Salzkristalle bilden. Diese werden anschließend mit Maschinen gesammelt, zu großen weißen Salzbergen aufgeschüttet und später in viele Länder exportiert. Aus der Ferne sehen die Salzberge fast wie Schneehügel aus – wirklich beeindruckend. Spannend ist auch wenn man das Salz näher betrachtet ist es rosa, durch die verschiedenen Mineralstoffe.
    Danach fuhren wir entlang der Atlantikküste und dann über hohe Sanddünen zu einem der außergewöhnlichsten Orte Namibias: Sandwich Harbour. Hier trifft das gewaltige Dünenmeer der Namib Desert, der ältesten Wüste der Welt, direkt auf den Atlantischen Ozean. Der Ort wurde vermutlich im 18. Jahrhundert von britischen Seefahrern benannt, wahrscheinlich nach dem Earl of Sandwich. Früher diente die Lagune als natürlicher Ankerplatz für Schiffe und war bekannt für ihren reichen Vogelbestand. Heute gehört das Gebiet zum Namib-Naukluft National Park und ist streng geschützt. Der Anblick der riesigen Dünen, die direkt ins Meer abfallen, ist wirklich spektakulär. Spannend ist dass der Sand so viele Metallpartikel enthält. Der Guide hat und mit einem Magneten die Metallpartikel rausgezogen. Unfassbar. Wir hatten dann ein kleines Picknick. So süss Victor hat einen Tisch aufgebaut mit Tischdecke. Leider war alles Fleisch, da ich Vegetarierin bin blieb für die anderen mehr übrig🫶
    Auf der Rückfahrt fuhren wir teilweise durch überraschend grüne Landschaften. Das liegt vor allem am kalten Benguelastrom im Atlantik. Durch ihn bildet sich häufig dichter Küstennebel, der Feuchtigkeit in die Wüste bringt. Einige Pflanzen haben sich perfekt daran angepasst und können Wasser direkt aus dem Nebel aufnehmen – deshalb wachsen hier trotz der Wüste Gräser, kleine Büsche und andere widerstandsfähige Pflanzen.
    Wieder im Ort angekommen fuhren wir vorbei an wirklich wunderschönen Villen, die auch von vielen Deutschen und Schweizern bewohnt werden.
    Unser Guide Victor setzte uns schließlich an der Walvis Bay Waterfront ab. Nach einem kurzen Stopp im Gift-Shop, um unsere Magnet-Sammlung zu erweitern, entschieden wir uns, in einem der Restaurants einzukehren- Dockside Seafood & Grill. Eine super Entscheidung. Oben auf der Terrasse hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Bucht – dazu unglaublich leckeres Essen und einen tollen Service. Ein wirklich schöner Abschluss eines erlebnisreichen Ausfluges.
    Wir haben uns in diese beiden Länder wirklich verliebt und sind uns sicher, dass wir irgendwann nach Namibia und Südafrika zurückkehren werden.
    Danach ging es zurück an Bord. Über den Identitätsabgleich in der AIDA-Lounge wurden wir wieder aus Namibia ausgecheckt. Andreas gönnte sich anschließend noch eine seiner Massagen – ein entspannter Ausklang nach diesem wunderbaren Tag.
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  • Tag 115 - Lüderitz - Namibia

    March 4, Atlantischer Ozean ⋅ 🌙 15 °C

    Heute Morgen sind wir in Lüderitz angekommen – einer Stadt, die wie ein Relikt aus einer anderen Zeit wirkt.
    Gegründet wurde Lüderitz 1883 von dem Bremer Kaufmann Adolf Lüderitz. Mit einem folgenreichen Landkauf begann hier die deutsche Kolonialgeschichte im damaligen Deutsch-Südwestafrika. Anfang des 20. Jahrhunderts brachte der Diamantenfund in der Nähe – besonders rund um Kolmanskop – einen enormen Aufschwung. Prunkvolle Häuser im wilhelminischen Stil, deutsche Straßennamen und Jugendstilfassaden zeugen noch heute davon. Doch als die Diamantenfelder weiterzogen, blieb eine windumtoste Küstenstadt zurück, geprägt von Atlantiknebel, Wüste und Geschichte.
    Mitten in dieser besonderen Atmosphäre begann unser Tag früh – Frühstück vor einem wirklich wichtigen Termin: Um 9 Uhr stand mein Meeting zur neuen Lehrplanerstellung der Kosmetik an. Ich musste mich in eine spezielle Videokonferenz des Kultusministeriums einloggen. Doch wie es manchmal ist – das Schiffspremium-Paket konnte es nicht leisten. Die Downloadrate war zu niedrig. 🤷‍♀️
    Was soll man machen.
    Während ich kämpfte – neu einwählen, Hotspot testen, alles probieren – ging Andreas zum Identitätsabgleich und anschließend nach Lüderitz hinein. Ich habe wirklich alles versucht, aber die Technik wollte nicht. Schließlich bin auch ich zum Identitätsabgleich, mit einer Stunde Wartezeit.
    Um mich herum wurde viel gemeckert und geschimpft. Doch es sind die Vorgaben des Landes – was kann die Crew dafür? Sie mussten sich wieder einiges anhören. Ich habe weitergearbeitet, Mails sortiert, organisiert – und zwischendurch ein nettes Pläuschchen mit einer lieben jungen Frau geführt. Kleine Begegnungen, die den Tag freundlich machen.
    Andreas hat derweil Lüderitz zu Fuß erkundet: bergauf, bergab, durch die alten Straßen, vorbei an den bunten Kolonialhäusern – 15.000 Schritte.
    Gegen halb drei haben wir beschlossen, etwas essen zu gehen. Ich habe danach weitergearbeitet, und später sind Andreas und ich noch in die Wellness-Oase gegangen – ein wohltuender Ausgleich nach Technikfrust und Organisationspflichten.
    Das Abendessen haben wir heute ausgelassen. Stattdessen lassen wir den Tag ruhig mit einem Krimi ausklingen – Bilder von Andreas kommen sobald ich wieder Internet habe und ihm einen Hotspot geben kann denn Airalo geht nicht in Namibia und Redbull hat uns rausgeschmissen🤣🤣🤣
    Nun auch noch die Fotos von Andreas🫶
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  • Tag 114 - Seetag

    March 3, Atlantischer Ozean ⋅ 🌬 18 °C

    Heute war wieder ein Seetag, und ich habe viel Zeit, die Eindrücke von Kapstadt nachklingen zu lassen. Was für eine wunderschöne Stadt. Ich weiß jetzt schon: Wir werden wiederkommen.
    Der Tag begann entspannt mit einer Runde Sport. Danach haben wir auf dem Außendeck gefrühstückt. Die Sonne schien sanft, die Luft war frisch, etwa 22 Grad, aber noch ok🫶. Andreas hat sich danach auf unserem Balkon entspannt, die Ruhe und das Meer genossen, bevor er sich zum Spinning und später in die Sauna verabschiedete. Ich habe mich derweil an meinen Laptop gesetzt und mich durch die Arbeit gekämpft – so viele Themen warten auf mich, die erledigt werden müssen.
    Am Abend sind wir gemeinsam in den Yachthafen gegangen und danach sind wir zurück in unsere Kabine. Dort lassen wir den Tag gleich bei einem spannenden Krimi ausklingen.
    Während ich hier so sitze, denke ich auch an das, was in der Welt gerade passiert. In vielen Regionen gibt es weiterhin Krieg und Gewalt – der Konflikt in Europa zwischen Russland und der Ukraine dauert an, und auch im Nahen Osten spitzt sich die Lage weiter zu, mit internationalen Angriffen und Gegenangriffen, die zunehmend viele Menschen betreffen und viele unschuldige Opfer fordern. So viele gestrandete Urlauber und überall Chaos. Es ist schwer, diese Nachrichten zu hören und zu sehen, wie viel Leid es gibt. 
    Und genau deshalb sind wir heute besonders dankbar: dafür, dass es uns gut geht, dass wir diese Zeit miteinander erleben dürfen und dass wir hoffentlich sicher und gesund nach Hause kommen. In diesen Momenten wird einem wieder bewusst, wie kostbar Frieden und Gemeinschaft sind.
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  • Tag 113 - Kapstadt - Südafrika

    March 2 in South Africa ⋅ ☀️ 15 °C

    Heute Morgen sind wir in Kapstadt angekommen – ohne Erwartungen, ohne konkrete Vorstellungen.
    Kapstadt, 1652 von Jan van Riebeeck als Versorgungsstation der Niederländische Ostindien-Kompanie gegründet, war jahrhundertelang strategischer Mittelpunkt zwischen Europa und Asien. Später kamen britische Einflüsse hinzu, und die bewegte Geschichte der Apartheid hat tiefe Spuren hinterlassen. Und doch fühlt sich diese Stadt heute lebendig, offen und voller Zuversicht an.
    Nach dem Frühstück sind wir gemeinsam mit Karin von Bord gegangen und direkt zum Hop-on-Hop-off-Bus. Unsere erste Route war die blaue Linie – und sie war ein einziger Traum.
    Vorbei am majestätischen Tafelberg, der wie ein stiller Wächter über der Stadt thront, fuhren wir durch beeindruckende Landschaften zum Kirstenbosch National Botanical Garden. Üppiges Grün, exotische Pflanzen – alles wirkte so kraftvoll und ursprünglich. Weiter ging es nach Hout Bay, ein malerischer Ort zwischen Bergen und Meer.
    Die Küstenstraße entlangzufahren war atemberaubend – das Meer funkelte tiefblau, die Felsen ragten dramatisch empor. Schließlich erreichten wir wieder den Startpunkt und stiegen in die rote Linie um.
    Sie führte uns hinauf auf dem Tafelberg. Wir sind nicht mit der Gondel gefahren, aber auch an der Station war die Aussicht umwerfend. Bei strahlendem Sonnenschein lag uns die Stadt zu Füßen, der Atlantik glitzerte in der Sonne, und alles wirkte weit und frei. Weiter ging es bis nach Camps Bay. Hier sind wir ausgestiegen, haben bei Starbucks einen Snack genossen – und natürlich meinen Latte Macchiato.
    Während Andreas und Karin am Strand entlangliefen und das Meer auf sich wirken ließen, hatte ich ein wichtiges geschäftliches Teams-Meeting im Sturbucks, dennoch mit Blick auf Palmen und das Meer. Ein spannender Moment, Business und Reise, konzentrierte Gespräche und gleichzeitig das leise Rauschen des Meeres.
    Mit dem Bus fuhren wir zurück zur Victoria & Alfred Waterfront. Karin machte sich auf den Weg zurück zum Schiff. Andreas und ich jedoch gönnten uns noch eine Fahrt mit dem Cape Wheel. Von oben bot sich ein traumhafter Blick über Hafen, Stadt und Berge.
    Der krönende Abschluss war dann eine spontane Sunset-Bootsfahrt. Die untergehende Sonne tauchte alles in warmes Gold, das Meer schimmerte, und Kapstadt zeigte sich noch einmal von seiner schönsten Seite. Es war einer dieser Momente, die man ganz tief abspeichert.
    Zurück am Schiff mussten wir noch einmal durch die Sicherheitskontrolle, bevor es zum Abendessen ging. Und während wir dort saßen, wurde uns bewusst, wie dankbar wir sein können, dass AIDA Cruises bereits im letzten Jahr so weitsichtig war, die ursprüngliche Route zu ändern. Wir wären sonst gestern im Suezkanal gewesen – und hätten womöglich das gleiche Schicksal geteilt wie viele andere Kreuzfahrtgäste, die im Nahen Osten festsaßen.
    Umso dankbarer waren wir heute, hier in Kapstadt zu sein. In dieser unfassbar schönen Stadt. Frei. Sicher. Und voller Eindrücke, die uns noch lange begleiten werden. ✨
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  • Tag 112 - Seetag

    March 1, Indischer Ozean ⋅ 🌬 17 °C

    Heute ist wieder ein Seetag. Und was für einer.
    Das Meer zeigt sich von seiner wilden Seite – 6 Meter hohe Wellen, Windstärke 10. Temperatur 17 Grad, gefühlt wie 9🥲, wie schon vom Kapitän vorhergesagt. Das Schiff arbeitet spürbar gegen Wind und Wasser, es knarzt hier und da, es wackelt und wackelt.
    Zum Glück haben wir erst einmal in Ruhe gefrühstückt. Ein voller Magen ist wichtig an so einem Tag. Für mich gehört heute auch die Reisetablette gegen zu viel Seegang dazu ohne die geht es gar nicht.
    Für den Nachmittag wurde noch stärkerer Wind angesagt. Das ständige Gewackel hat mich unglaublich angestrengt, trotz Reisetabletten. Mein Körper hat klar signalisiert: Pause. Also bin ich in der Kabine geblieben, habe weder Sport gemacht noch die Sauna besucht. Habe erst gearbeitet und mich dann hingelegt. Mehr ging nicht. Ein Telefonat mit meiner Enkelin Hermina musste dennoch sein. Sie wurde heute vier Jahre. Wie die Zeit vergeht. Ich freue mich so auf alle meine Kinder und Enkelkinder.
    Andreas war dagegen fleißig – erst Sport, dann Sauna. Ich habe mich für ihn gefreut, während ich versucht habe, mit der Übelkeit und dieser bleiernen Müdigkeit klarzukommen.
    Zum Sonnenuntergang sind wir am Kap Agulhas vorbeigefahren, dem südlichsten Punkt Südafrikas. Ein besonderer Moment. Hier treffen der Indische Ozean und der Atlantik aufeinander – zwei gewaltige Meere, die sich genau an diesem Punkt begegnen. Daher auch der Wellengang und Sturm.
    Und doch lag ein Schatten über diesem Tag. Die Nachrichten über die Angriffe in so vielen Ländern durch Iran – unfassbar. Dubai, Oman, Doha … Orte, die man mit Reisen, Licht, Wärme verbindet. Und plötzlich klingen sie nach Bedrohung. Diese Welt fühlt sich manchmal so widersprüchlich an: Wir fahren an einem der schönsten Punkte Afrikas vorbei, während anderswo Raketen einschlagen. Das beschäftigt mich.
    Wir waren nur kurz essen. Den Abend lassen wir ruhig mit „Tatort“ ausklingen. Jetzt ist die Zeitverschiebung nur noch eine Stunde. Ein kleines Stück Normalität.
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  • Tag 111 - Port Elisabeth - Safari

    February 28 in South Africa ⋅ ☀️ 22 °C

    Heute Morgen haben wir in Port Elizabeth angelegt – heute offiziell bekannt als Gqeberha. Die Stadt wurde 1820 von britischen Siedlern gegründet und nach der Frau des damaligen Gouverneurs, Sir Rufane Donkin, benannt. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Donkin Reserve mit dem Leuchtturm und der Pyramide, die Donkin in Erinnerung an seine verstorbene Frau Elizabeth errichten ließ. Heute ist Port Elizabeth eines der wichtigsten Zentren der Provinz Eastern Cape und bekannt für seine wunderschönen Strände und die Nähe zu bedeutenden Wildreservaten.
    Was für ein besonderer Tag sollte das werden!
    Nach unserer bereits wunderschönen Safari bei Durban dachten wir eigentlich, das sei kaum zu toppen – aber heute wurden wir eines Besseren belehrt.
    Nach Sport und Frühstück haben wir es uns zunächst noch etwas in der Kabine gemütlich gemacht und gespannt den Sieg von Emma Aicher im Fernsehen verfolgt. Gegen 12:40 Uhr ging es dann vom Schiff aus mit dem Bus Richtung Safari.
    Unser Ziel war der beeindruckende Schotia Safaris Private Game Reserve – ein privates Wildreservat unweit des Addo Elephant Parks. Schotia ist bekannt für seine artenreiche Tierwelt und dafür, dass man hier mit etwas Glück fast alle „Big Five“ sehen kann.
    Dort stiegen wir in offene Jeeps um. Und wir hatten wirklich den besten Guide ever – Edward. Sein persönliches Ziel war es heute uns alle Tiere zu zeigen. Kaum durch die ersten Tore gefahren, fühlte es sich an wie in Jurassic Park. Dieses Kribbeln, diese Spannung.
    Und dann – keine fünf Minuten später – standen wir plötzlich vor einem Elefanten. Einfach so. Unfassbar.
    Weiter ging es vorbei an einer ganzen Herde Giraffen, unterschiedlichsten Antilopenarten, riesigen Zebraherden und Wasserbüffeln. Und dann – als wäre es das Normalste der Welt – stand da ein Nilpferd am Wasser. Einfach da. Ich hätte fast geweint, weil ich Nilpferde doch so liebe.
    Nach einer kleinen Erfrischung ging es weiter zu Nashörnern, Warzenschweinen und einem Krokodil, das regungslos im Wasser lag. Und dann sahen wir sie: drei Löwen in der Ferne. Unser Guide versuchte, näher heranzukommen – zunächst erfolglos. Plötzlich hörten wir lautes Gebrüll und dachten schon, einer stünde direkt hinter dem Busch. Doch Edward blieb ruhig, wendete und fuhr in eine andere Richtung.
    Und dann stand er da der Löwe.
    Majestätisch. Nur wenige Meter vor unserem Jeep. Ein Moment, der einem den Atem raubt.
    Auf dem Weg zum Abendessen lagen die anderen Löwen ganz entspannt am Wegesrand im Gras – und wir standen einfach davor. Unglaublich.
    In der Lodge angekommen, konnten wir uns am Feuer wärmen. Es gab ein leckeres Barbecue unter einem Zeltdach – Safari-Feeling pur. Danach ging es wieder mit den Jeeps zurück zum Bus. Und kurz bevor wir das Reservat verließen, tauchte noch einmal eine Elefantenherde direkt neben uns auf – sogar mit einem Baby. Wie süß kann bitte etwas sein?
    Völlig geflasht von all den Eindrücken fuhren wir zurück zum Schiff. Jetzt haben wir vier der „Big Five“ in freier Natur gesehen. Der Wahnsinn. Es ist einfach etwas ganz anderes als im Zoo – so viel echter, so viel intensiver.
    Erschöpft, überwältigt und unendlich glücklich sind wir ins Bett gefallen.
    Wieder ein absolutes Highlight unserer Weltreise.
    Momente, die man niemals vergessen wird.
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  • Tag 110 - Seetag - 50

    February 27 in South Africa ⋅ ⛅ 23 °C

    Heute ist der 50. Seetag - Wahnsinn. Und wer denkt, dass einem an einem Seetag langweilig wird, der irrt. Es wird so viel angeboten – da ist wirklich für jeden etwas dabei.
    Ich war heute morgen beim Sport. Andreas und ich haben uns beim Frühstück getroffen, danach ist er zum Spinning gegangen und ich zurück in die Kabine. Seit ein paar Tagen bin ich irgendwie ziemlich müde. Hoffentlich legt sich das bald wieder.
    Das Wetter war heute etwas kühler und wolkig, und die Wellen nehmen zu. Unser Kapitän hat uns bereits vorgewarnt, dass es am Sonntag bis zu sechs Meter hohe Wellen geben soll. Morgen werden vorsorglich schon die Balkone auf Deck 5 gesichert. Mal sehen, wie stark es tatsächlich wird. Aber gleich zu Beginn der Reise war es auch schon sehr stürmisch – also kann uns so schnell nichts erschüttern.
    Heute sind wir an der Ostküste von Afrika entlanggefahren und hatten die ganze Zeit das Land vor uns. Ich habe es leider nicht selbst gesehen, aber unser DJ Fabi hat vier Delfine entdeckt. So schön!
    Den Nachmittag habe ich mit Arbeiten und Lesen auf dem Balkon verbracht – und mit einer kleinen Bügelrunde. Andreas hatte mittags gewaschen, und die Wäsche ist auf dem Balkon unglaublich schnell getrocknet.
    Er hat später noch eine zweite Runde Spinning gemacht und ist anschließend in die Sauna gegangen. Nach dem Abendessen ist er nun beim Tischtennisturnier mit der Crew – und ich freue mich auf die neue Staffel von Let’s Dance.
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  • Tag 109 - Durban - Südafrika

    February 26 in South Africa ⋅ 🌙 26 °C

    Heute früh sind wir in Durban angekommen. Die Stadt liegt in der Provinz KwaZulu-Natal und ist einer der bedeutendsten Hafenorte des Landes. Geprägt von britischer Kolonialgeschichte und starkem indischen Einfluss, ist Durban heute eine lebendige, kulturell vielfältige Stadt. Gleichzeitig wurden wir im Vorfeld deutlich darauf hingewiesen, sehr achtsam zu sein, da die Kriminalitätsrate hoch ist. Also blieben Schmuck, Uhren und alles Wertvolle sicher auf dem Schiff.
    Unser Ausflug führte uns heute auf meine allererste Safari – entsprechend groß war die Aufregung. Nach dem Frühstück ging es zunächst zur Sicherheitskontrolle auf das Flughafengelände. Es zog sich etwas, insgesamt warteten wir fast eine Stunde. Danach noch einmal kurz zurück aufs Schiff, bevor wir schließlich mit dem Bus losfuhren.
    Die Fahrt durch Durban zeigte starke Gegensätze: sichtbare Armut auf der einen Seite, sehr schöne Häuser auf der anderen. Schließlich erreichten wir das Tala Private Game Reserve, ein privates Naturreservat mit weitläufiger Savannenlandschaft und einer beeindruckenden Tierwelt.
    Dort wurden wir auf Jeeps verteilt – unsere Gruppe war in einem der großen Fahrzeuge mit etwa 20 Personen. Und dann begann sie, die Safari.
    Wir sahen Zebras, verschiedene Antilopenarten, Nashörner, ein Gruppe Giraffen, Wasserbüffel, Strauße – und ganz besonders niedlich: ein Warzenschwein mit seinen Jungen, die in einer kleinen Reihe hinter der Mutter herliefen.
    Unser Ranger erklärte viel über das Verhalten der Tiere. Besonders spannend fand ich die Gemeinschaft von Zebras und Wasserbüffeln: Zebras sehen ausgezeichnet, haben aber einen schlechten Geruchssinn. Wasserbüffel hingegen riechen sehr gut, sehen jedoch schlechter. Zudem fressen Zebras das hohe Gras, während Wasserbüffel das niedrige bevorzugen – eine ideale Ergänzung.
    Bei den Antilopen lebt meist ein Männchen mit mehreren Weibchen. Werden die männlichen Jungtiere älter, werden sie aus der Gruppe verdrängt und schließen sich zu eigenen Junggesellenrudeln zusammen. Auch bei Giraffen und Nashörnern leben die Weibchen mit ihren Jungtieren, während die erwachsenen Männchen getrennt unterwegs sind.
    Besonders beeindruckend: Mit den Wasserbüffeln und Nashörnern haben wir heute zwei der „Big Five“ gesehen – ein schönes Gefühl, diesem berühmten Kreis ein Stück nähergekommen zu sein.
    Wir konnten erstaunlich nah an die Tiere heranfahren – ein wirklich intensives Erlebnis. Nur die Nilpferde haben uns gefehlt. Ich mag sie doch so sehr. Unsere Gruppe hatte leider kein Glück, aber aus einer anderen Gruppe wurden Fotos gemacht, und die liebe Karin hat sie mir geschickt.
    Nach der Fahrt gab es eine kleine Erfrischung, dann ging es zurück zum Schiff. Wir waren beide ziemlich k.o. und haben uns erst einmal ausgeruht. Andreas ist später noch zur Massage gegangen, während ich die vielen Eindrücke Revue passieren ließ.
    Am Abend gingen wir noch essen – und damit endete ein erlebnisreicher Tag. Meine erste Safari – und übermorgen gleich die zweite in Port Elisabeth
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  • Tag 108 - Seetag

    February 25, Indischer Ozean ⋅ 🌬 26 °C

    Ein weiterer Seetag liegt hinter uns. Das Wetter war durchwachsen – kleine Regenschauer, viel Wind, aber weiterhin angenehm warm.
    Der Morgen begann mit Ausdauertraining und anschließendem Frühstück. Und dann diese unglaubliche Müdigkeit. Wahrscheinlich war es wieder die Reisetablette – anders kann ich mir kaum erklären, warum ich plötzlich drei Stunden geschlafen habe. 🙈 Offenbar hat mein Körper sich genau das genommen, was er brauchte.
    Am Nachmittag war Andreas beim Spinning und anschließend noch bei zwei Saunaaufgüssen in der Wellness-Oase. Ich hingegen habe – wie geplant – ab dem Mittag fleißig gearbeitet, bis in den Abend hinein. Die Arbeit am Shop nimmt wirklich kein Ende, aber es geht voran. Schritt für Schritt.
    Heute haben wir zudem ausführliche Sicherheitsinformationen für unseren Landgang in Durban erhalten. Die Hinweise waren deutlich, immerhin gilt die Stadt als eine der gefährlicheren weltweit. Dennoch lassen wir uns die Vorfreude nicht nehmen – besonders auf die Safari. Wir werden die Empfehlungen beherzigen: keine Uhr, kein Schmuck, nur ein kleiner Rucksack. Umsichtig, aber mit Neugier.
    Ein Tag zwischen Müdigkeit, Disziplin und gespannter Vorfreude. 🌿
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  • Tag 107 - Seetag

    February 24, Indischer Ozean ⋅ 🌬 27 °C

    Ein weiterer Tag auf See – und wieder traumhaftes Wetter. 29 Grad, strahlende Sonne und nur leichter Seegang. Das Meer schaukelte uns sanft, gerade so, dass man spürt, dass man unterwegs ist.
    Der Morgen begann mit Sport und anschließendem Frühstück – ein schönes Ritual, das dem Tag Struktur gibt. Danach stand die Seenotrettungsübung an. Alle Gäste mussten sich an ihrer Musterstation einfinden. Es dauerte etwas, bis wirklich alle da waren, aber insgesamt ging es recht flott. Diese Übung mussten wir alle vier Wochen machen. Heute war es dann für unsere Reise die letzte.
    Ich habe dann gearbeitet, Mittags haben wir uns die Trauerfeier von Rita Süssmuth angeschaut – ein ruhiger, würdevoller Moment. Andreas ging dann zum Spinning und dann in die Sauna.
    Nach meiner Arbeit habe ich mir bewusst Zeit für mich genommen. Auf unserem Balkon, unter dem Sonnensegel, im Liegestuhl. Lesen, aufs Meer schauen, den Wellen nachsehen. Der leichte Seegang, das gleichmäßige Rauschen – es hatte etwas wunderbar Beruhigendes.
    Abends nur ein kurzes Essen, dann zurück in die Kabine. Jetzt genießen wir die Ruhe und das sanfte Schaukeln. Manchmal sind es genau diese stillen Tage, die am meisten bleiben.
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  • Tag 106 - Seetag

    February 23, Indischer Ozean ⋅ 🌬 27 °C

    Ein weiterer Tag auf See. Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergeht. In genau vier Wochen werden wir wieder in den Hafen von Hamburg einlaufen – zurück von der Reise unseres Lebens. So viele Länder, so viele Häfen, so viele Eindrücke, die kaum in Worte zu fassen sind. Und doch liegen noch vier wunderbare Wochen vor uns: Südafrika, Namibia, Kapverden, Madeira und so vieles mehr. Wir empfinden tiefe Dankbarkeit, das alles erleben zu dürfen.
    Heute ist auch ein sehr emotionaler Tag. Meine Mama wäre 100 Jahre alt geworden. Seit 16 Jahren ist sie nun nicht mehr bei uns. Und doch begleitet sie mich – genauso wie mein Papa – jeden einzelnen Tag in Gedanken. Gerade an solchen Tagen spüre ich besonders, wie sehr sie mich geprägt haben. Ich bin unendlich dankbar, so wunderbare Eltern gehabt zu haben. Diese Dankbarkeit trägt mich.
    Der Tag begann sportlich. Während draußen noch ein starkes Gewitter über das Schiff zog und Regen auf das Pooldeck prasselte, startete ich mit meinem Training. Später traf ich Andreas beim Frühstück. Er nahm an der Duo Challenge teil – ein Teamduell mit anspruchsvollen sportlichen Aufgaben. Kurz stand wegen des Wetters alles auf der Kippe, doch viele fleißige Helfer trockneten das Deck, die Sonne kam hervor und schließlich konnte der Wettbewerb stattfinden. Andreas erreichte mit seiner Partnerin Regina einen stolzen 7. Platz. Wie schön, ihn so engagiert und voller Energie zu sehen.
    Nachdem er an der Reihe war, zog ich mich in die Kabine zurück und arbeitete weiter an meinem Artikel über Epigenetik. Ein anspruchsvolles Thema, das mich forderte – aber am späten Nachmittag war der Text endlich fertig. Dieses Gefühl, etwas vollendet zu haben, ist immer wieder erfüllend.
    Andreas ging später noch einmal zum Spinning, wir trafen uns danach in der Wellnessoase. Ein ruhiger Moment, den wir am Abend lieben, während schon ein grosser Teil der Passiere die Restaurants stürme. Nach dem Abendessen spielten wir wieder Domino – jenes Spiel, das wir in Kuala Lumpur gekauft haben. Es sind oft diese kleinen Rituale, die einer Reise Tiefe geben.
    Eigentlich wollten wir dann noch einen Tatort ansehen, doch die Müdigkeit siegte. So endete dieser Tag früh – erfüllt von Bewegung, Arbeit, gemeinsamen Momenten und leisen Erinnerungen.
    Ein Tag zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Zwischen Wehmut und großer Dankbarkeit.
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  • Tag 105 - Le Port - La Réunion - FR

    February 22, Indischer Ozean ⋅ 🌙 27 °C

    Heute sind wir in Le Port auf La Réunion angekommen. Schon beim Anblick der Insel spürt man ihre besondere Mischung aus Kulturen – afrikanisch, indisch, chinesisch und französisch, alles auf engem Raum vereint. Geschichtlich interessant: Die Insel war ursprünglich unbewohnt, wurde im 17. Jahrhundert von Frankreich kolonisiert und gehört heute als Übersee-Département dazu.
    Das Wetter war ein Traum: strahlender Sonnenschein und 29 Grad – ein echter Glückstag, wenn man bedenkt, dass La Réunion sonst als die regenreichste Insel der Welt gilt. Die Rekorde sind fast unglaublich: 1.825 mm Regen in 24 Stunden (Foc-Foc, 1966) und sogar 3.930 mm in 72 Stunden (2007). Die Berge zwingen feuchte Zyklonluft zum Aufsteigen, und das führt zu diesen extremen Niederschlagsmengen.
    Nach dem Frühstück stiegen wir von Bord, bereit, die Insel zu erkunden. Ein Taxi hätte uns stolze 400 Euro gekostet – da haben wir schnell umgedacht und sind einfach mal nach rechts gelaufen. Der Weg endete bald im Industriegebiet, also kehrten wir um. Zurück am Hafen trafen wir Thomas und Anja. Sie fragten neugierig, was wir rechts entdeckt hätten. Wir überlegten kurz und entschieden dann, gemeinsam den linken Weg zu nehmen – und das war eine großartige Idee.
    Der Spaziergang war wunderschön. Wir liefen leicht bergauf in den nächsten Ort, unterhielten uns gut und genossen die sauberen Straßen und das typisch französische Flair. Da Sonntag war, hatten die meisten Geschäfte geschlossen, aber eine Bäckerei, ein Barbecue-Stand und ein kleiner Laden waren offen. Am Ende waren es etwa 7 Kilometer, die sich wie im Flug anfühlten.
    Zurück auf dem Schiff entspannte sich Andreas mit Olympia, während ich ein kurzes Mittagsschläfchen machte und dann an meinem Artikel über „Epigenetik in der Kosmetik – was die Wissenschaft sagt“ arbeitete. Ein komplexes, aber unglaublich spannendes Thema. Danach verschwand Andreas in die Wellness-Oase, ich blieb konzentriert bei meiner Arbeit.
    Der Abend klang ruhig aus: ein kurzes Abendessen, ein bisschen Plaudern und dann gemütlich in die Kabine zurück. Jetzt liegen drei Seetage vor uns, auf dem Weg nach Südafrika – Zeit zum Lesen, Schreiben, arbeiten und einfach ein bisschen Meeresrauschen genießen.
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  • Tag 104 - Seetag - Schwesterschiff-Treff

    February 21, Indischer Ozean ⋅ 🌙 27 °C

    Wieder ein Seetag wie aus dem Bilderbuch: 29 Grad, strahlender Sonnenschein und ein ganz sanfter Wellengang. Das Meer wirkte heute fast wie gemalt.
    Am Morgen war ich beim Sport – es tut gut, den Tag so aktiv zu beginnen. Danach habe ich mich mit Andreas zum Frühstück getroffen. Er ist anschließend noch zum Spinning, während ich gearbeitet habe. Diese Mischung aus Bewegung, Austausch und konzentrierter Zeit für mich an Bord geniesse ich sehr.
    Mittags dann ein ganz besonderes Erlebnis: das große „Schwesterntreffen“ mit der AIDAstella, die auf dem Weg nach Asien ist. Unser Kapitän Michel Schmid und der Kapitän der Stella hatten sich verabredet – und es war ein richtiges Spektakel. Die beiden Schiffe mit ihren Kussmündern fuhren langsam aufeinander zu, drehten sich jeweils einmal um die eigene Achse, und von beiden Seiten jubelten die Gäste. Ein großes Hallo über das Meer hinweg – herzlich, fröhlich, verbindend. Ein Moment, der Gänsehaut gemacht hat.
    Am Nachmittag habe ich noch gearbeitet und mich später auf unseren Balkon zurückgezogen. Unter dem Sonnensegel, das Andreas für mich aufgehängt hat, habe ich gelesen und einfach nur auf das Meer geschaut. Diese Weite, dieses Glitzern – ich habe es sehr genossen.
    Andreas war nach seinem zweiten Spinning noch kurz in der Sauna. Abends haben wir nach dem Essen wieder Domino gespielt und danach „Tatort“ geschaut.
    Wir lieben unsere kleine Oase hier sehr.
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