Tag 73 - Naha/Okinawa - Japan
21 gennaio, Giappone ⋅ 🌬 15 °C
Heute ist es unserem Kapitän Michael Schmid trotz starken Winds und hohen Wellengangs mithilfe von zwei Schleppern gelungen, sicher im Hafen von Naha auf Okinawa anzulegen.
Nach dem Frühstück ging es direkt zu unserem Ausflug mit dem Bus. Der erste Stopp war die Gyokusendō-Höhle. Dabei handelt es sich um eine der größten und bekanntesten Kalksteinhöhlen Japans, die sich über mehrere Kilometer erstreckt. Bei sehr feuchten 21 Grad führte der Weg hinab in die Höhle, vorbei an Stalagmiten – das sind vom Boden nach oben wachsende Kalksteinformationen, die sich über Jahrtausende durch tropfendes, kalkhaltiges Wasser bilden. Weiter sind hier unterirdische Seen und kleine Wasserfälle. Die Atmosphäre war mystisch und beeindruckend, fast wie eine eigene, stille Welt unter der Erde. Ich habe es sehr genossen hier durchzulaufen und die Faszination der Natur zu erleben. Unfassbar was die Natur alles erschafft.
Anschließend besuchten wir das Okinawa Peace Memorial Museum. Es ist ein Ort des Gedenkens und der Mahnung an die Schrecken des Zweiten Weltkriegs. Besonders thematisiert wird die Schlacht um Okinawa im April 1945, bei der durch den Angriff der US-Streitkräfte nahezu die gesamte Insel zerstört wurde und über 200.000 Menschen ihr Leben gelassen haben. Überall wiesen Schilder darauf hin, dass Fotografieren verboten ist. Leider ignorierten einige Gäste aus unserer Gruppe und auch aus einem anderen Bus diese Regeln. Auf meine Hinweise bekam ich mehrfach nur ein gleichgültiges „ist mir egal“. So respektlos unfassbar, wie ignorant manche Leute sind. Ein anderer Gast war auch entsetzt und meinte nur "für viele Deutsche gibt es keine Regeln". Wie wahr.
Danach ging es weiter zum Shuri Castle, der ehemaligen Residenz der Könige des Ryūkyū-Reiches und ein bedeutendes Symbol der okinawanischen Geschichte und Kultur. Die Anlage wurde im Krieg zerstört und später wiederaufgebaut, brannte jedoch 2019 komplett nieder. Aktuell kann man den Wiederaufbau verfolgen und die Anlage von außen besichtigen. Es wird genau nach den alten Überlieferungen rekonstruiert. Ich habe unseren Guide unterstützt und seine englischen Erklärungen für andere Gäste übersetzt – mein Englisch doch ganz ordentlich🤣.
Der letzte Programmpunkt war die Kokusai-dōri, die zentrale Einkaufsstrasse von Naha mit vielen kleinen Läden, Cafés und Souvenirständen. Wir sind ein wenig gebummelt, bevor es zurück zum Schiff ging.
Andreas ging anschließend zum Sport und in die Sauna. Ich habe bis 20:00 Uhr gearbeitet, danach gab es noch ein kurzes Abendessen.
Ein weiterer schöner Tag in Japan ging zu Ende.Leggi altro


























Viaggiatore
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