Tag 81 - Halong Bay / Hanoi - Vietnam
January 29 in Vietnam ⋅ ⛅ 18 °C
Heute sind wir in der Halong Bay, genauer gesagt in Cái Lân, angekommen. Kurz nach sieben Uhr gelang es dem Kapitän nach dem zweiten Anlegemanöver, festzumachen. Bereits um 6:30 Uhr waren wir frühstücken, danach ging es zum Abstempeln der Landgastkarten und anschließend vom Schiff in den Bus.
Mit dem AIDA-Shuttle fuhren wir etwa zweieinhalb Stunden nach Hanoi. Hanoi ist die Hauptstadt Vietnams und gilt als politisches, historisches und kulturelles Zentrum des Landes. Die Stadt liegt im Norden Vietnams am Roten Fluss und ist über 1.000 Jahre alt. Die Stadt erinnerte mich stark an Bangkok: sehr laut, extrem belebt, unzählige Autos sowie unfassbar viele Motorräder und Roller, begleitet von Hupkonzerten ohne Ende. Streetfood, fahrende Händler, das Leben spielt sehr stark auf der Strasse ab. Auffällig war aber auch die starke Präsenz von Militär- und Sicherheitskräften an nahezu jeder Ecke, was teilweise wirklich erschreckend wirkte. Vietnam wird kommunistisch geführt, und am 3. Februar steht der 96. Jahrestag der Kommunistischen Partei an – die Vorbereitungen dafür sind bereits deutlich sichtbar.
Wir entschieden uns gegen eine Hop-on-Hop-off-Tour und erkundeten Hanoi zu Fuß. Unser erster Stopp war der Temple of Literature, Vietnams älteste Universität, die im 11. Jahrhundert gegründet wurde und dem Konfuzius gewidmet ist. Anschließend ging es zum Ho-Chi-Minh-Mausoleum, in dem der einbalsamierte Staatsgründer Vietnams aufgebahrt liegt und das bis heute eine große politische Bedeutung hat. Wir mussten durch eine Sicherheitskontrolle, konnten dann aber das Mausoleum auch nur von aussen ansehen. Danach ging es vorbei am Präsidentenpalast, ein repräsentatives Gebäude aus der französischen Kolonialzeit, das heute vor allem für staatliche Anlässe genutzt wird und an Militärgebäuden, die nicht fotografiert werden durften. Wir erreichten die Cua-Bac-Kathedrale, eine katholische Kirche aus der Kolonialzeit. Der nächste Stopp war das Bac-Mon-Tor, eines der historischen Stadttore Hanois, gefolgt von der Hanoi Old Citadel, einem UNESCO-Weltkulturerbe und ehemaligem Machtzentrum verschiedener Dynastien. Am Ende unseres Rundgangs kamen wir an einem kleinen See an.
Rund um den See zeigte sich Hanoi von einer ganz anderen, sehr traditionellen Seite. Am heutigen Tag befand sich die Stadt mitten in den Vorbereitungen auf Tết, das vietnamesische Neujahrsfest. In diesen Tagen begegnet man besonders vielen jungen Frauen in traditioneller Kleidung, dem Áo dài, oft mit Blumen in der Hand, die sich professionell oder privat fotografieren lassen. Diese Tết-Fotoshootings sind eine feste Tradition und stehen symbolisch für Neuanfang, Glück und Eleganz. Das Áo dài verkörpert dabei Tradition, Weiblichkeit und Respekt gegenüber der eigenen Kultur. Die Blumen symbolisieren Frühling, Wohlstand und Glück. Es war wunderschön anzusehen, vor allem die vielen jungen Menschen in dieser besonderen Atmosphäre.
Wir umrundeten noch den See, ich gönnte mir einen Latte Macchiato bei Starbucks und einen kurzen Abstecher zur Toilette, bevor es zurück zum Bus ging. Insgesamt war es ein sehr schöner Tag. Wir sind fast 20.000 Schritte gelaufen – der Trubel dieser Stadt war jedoch schon sehr speziell, vor allem die starken Kontraste zwischen Tradition, Moderne und der allgegenwärtigen kommunistischen Staatspräsenz mit den vielen Soldaten.
Abgerundet wurde unser schöner Tag mit einem Gang in die Sauna und ein kurzes Abendessen.Read more


























TravelerOh da war ich auch mit der Oberberger damald🤗😊