Begräbniszeremonie Kuna
January 30 in Panama ⋅ ⛅ 27 °C
Heute wird eine alte Dame beerdigt.
In ehrwürdiger Prozession ziehen morgens um 6 Uhr die Einbäume zur Mündung des Flusses, wo der Friedhof ist.
Ganze Familien paddeln die ausgehöhlten Baumstämme.
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Die Kuna Yala (auch Guna Yala), ein indigene Volk in Panama, haben rituelle Begräbniszeremonien, die den Verstorbenen auf seine Reise in die jenseitige Welt vorbereiten und die Lebenden vor Geistern schützen sollen
Vorbereitung des Körpers
Den Leichnam wäscht man mit einer Infusion aus Achirote (Annatto-Pflanze) und Basilikum, um ihn rein zu machen. Er wird in saubere Kleidung gehüllt, in einen Hamac (Hängematte) gelegt und mit weißem Tuch bedeckt, das mit rot gefärbten Schnüren zu einem Kreuz geformt ist
Velorio (Wachsamkeit)
Über Tage wacht die Gemeinde am Hamac. Frauen singen Klagelieder über gute Taten des Verstorbenen, Männer schweigen. Alle teilen Chicha (Maisgetränk) und Zigaretten; der Asche wird später ins Meer gestreut, um Dämonen abzulenken.
Begräbniszeremonie
Männer tragen den Hamac zum Friedhof, flankiert von Fackeln aus wachsgetränkten Stangen. Der Hamac wird über Gräben mit Zweigen und persönlichen Gegenständen (Essen, Kleidung) in die Grube gehängt, ohne die Erde zu berühren. Der Hügel wird mit Habseligkeiten bedeckt; manchmal opfert man den Hund des Toten
(Der Kuna Pablo hatte uns erzählt, dass die Toten in 4 m Tiefe direkt am ca. 3m hohen Flussufer begraben werden.
Dies erschien uns angesichts des Grundwasserstandes am Fluss eher unwahrscheinlich, evtl. ein Missverständnis und 4 feet waren gemeint. Auch würde das Grundwasser verschmutzt werden im Zuge der Verwesung)
Schutzrituale danach
Türschwellen in besuchten Häusern werden mit spiralförmiger, in Asche und Achirote getränkter Baumwolle markiert, um den Geist fernzuhalten. Erde vom Grab wird verstreut, Hände gewaschen.
Die Kuna Yala (Guna Yala) vergraben ihre Toten traditionell nicht direkt auf dem Erdboden liegend, sondern hängen den Leichnam in der Hängematte (Hamac) über der Grube, damit er die Erde nicht berührt – dies dient dem Schutz vor Geistern und der Vorbereitung auf die Jenseitsreise
Die Gräber selbst werden als flache Gruben oder Gräben beschrieben, die mit Zweigen überdacht und mit persönlichen Gegenständen des Verstorbenen bedeckt werden; eine spezifische Tiefe in Metern wird in den Quellen nicht angegeben, da der Fokus auf der Suspension liegt
Die Kuna bestatten ihre Toten nicht auf den Inseln, sondern auf dem Festland. Im Falle von Mamitupu war der Friedhof an der Flussmündung.
Totenhütten säumten das Ufer. Mit Blättern bedeckte Schutzhütte. Angehörige besuchten die Toten, saßen unter den Dächern und speisten.Read more





