• Leinen los nach Utrecht

    September 2, 2025 in the Netherlands ⋅ ☀️ 21 °C

    Nach einer guten ersten Nacht und dem Frühstück unter Deck, starteten wir am nächsten Morgen kurz nach 9 Uhr aus unserem Heimathafen. Unser heutiges Ziel war die viertgrößte Stadt der Niederlanden: Utrecht.

    Nach einer malerischen Fahrt auf einem kleinen Fluss ging es dann auf den "Highway" der Niederlande, den Amsterdam-Rijnkanaal. Mit jährlich über 100.000 Schiffen, einer der am stärksten befahrenen Wasserstraßen Europas. Ziemlich spektakulär war es auf dem Kanal, wenn uns die großen Containerschiffe überholten und uns die Wellen danach durchschüttelten. Da kamen wir uns im Vergleich vor, wie in einer Nussschale. 😄
    Nach einiger Zeit bogen wir dann aber wieder ab in einen kleinen Nebenkanal, um vor die Tore von Utrecht zu fahren und gegen 12 Uhr anzulegen. Denn aufgrund zu vieler Unfälle mit den niedrigen Brücken in der Vergangenheit, durfte man mit den Booten nicht direkt in die Stadt fahren.

    So machten wir unsere Fahrräder fertig und auch das Stand-up-Paddle. Denn da wir nur 4 Räder mit haben, wollten Pauline und Lukas nach Utrecht reinpaddeln. Gegen 12.30 Uhr fuhren wir los. Da es schon ca. 5 Kilometer waren und wir deutlich schneller mit Rädern vorankamen, holten wir sie auf dreiviertelster Strecke mit den Rädern ab und fuhren gemeinsam in die Stadt.

    In Utrecht spazierten wir durch die Gassen, schauten uns das alte Postamt, den Dom und das Stadttreiben an (es war viel los, weil ein Musikfestival in der Stadt war und Semesterbeginn der Studierenden) und genossen einen Wein am Ufer des Kanals bei bestem Wetter. Der Dom verlor beim Bau aufgrund eines Sturmes einen Teil seines Mittelschiffs, weshalb der Turm und der restliche Teil des Schiffs voneinander getrennt sind.

    Am Abend wurde es dann aber bewölkt und auf unserem Rückweg gegen 18.15 Uhr kamen ein paar Tropfen herunter, die sich später am Abend dann in leichten Regen umschlugen. Doch auch der Abend ging nicht ohne Schrecken zu Ende, denn als wir gegen 19 Uhr unsere Fahrräder auf dem Boot festmachten, stürzte neben uns ein älterer Mann auf seinem Rennrad bei hoher Geschwindigkeit. Aber der Schrecken war zum Glück größer als der Schaden, nach dem ersten Schock und den verbundenen Armaufschürfungen, konnte er weiterfahren.

    Ein schöner Tag in einer der schönsten Städte der Niederlanden ging bei Abendbrot unter Deck zu Ende.
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