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Bootsurlaub Holland 2025

Und geht's auf zu nächsten Urlaubsreise. Dieses Mal mit dem Boot zu sechst in den Niederlanden. Was wir dort so erleben, könnt ihr hier mitverfolgen. Read more
  • Trip start
    September 1, 2025

    Ankunft in Vinkeveen

    September 1, 2025 in the Netherlands ⋅ ☀️ 23 °C

    Nach unseren 4 Tagen in Münster ging es heute gegen 11 Uhr mit dem Auto weiter zu unserem Ablegeort nach Vinkeveen. Passend zu unserem Urlaub entwickelte sich in den etwas mehr als 2½h Autofahrt das Wetter von Regen und Bewölkung hin zu blauem Himmel und Sonnenschein.

    Pünktlich um 13.45 Uhr kamen wir fast zeitgleich mit der anderen Besatzung (Romana, Wolfgang, Pauline) an und entluden unser Auto. Nach einer Einweisung in das Fahrgebiet und den wichtigsten Regeln konnten wir gegen 15 Uhr unser Boot beziehen und erhielten auch dort nochmal eine Einweisung. Danach erfolgte eine kurze Testfahrt bevor wir dann begannen, uns auf dem Boot einzurichten.

    Nach einer weiteren Lagebesprechung entschieden wir uns dann, die erste Nacht doch im Hafen zu verbringen und nicht schon auszulaufen. Wir nutzten aber den See an dem wir lagen noch für eine kleine Runde und legten gegen 18 Uhr ab. Kurz nach dem Hafen wartete gleich eine kleine spannende Herausforderung: denn die Brücke war so niedrig, dass alle entweder unter Deck oder sich hinknien mussten, damit wir durchfahren konnten. Nach kurzer Fahrt legten wir auf der anderen Seite vom See an und gingen dann durchs Dorf Vinkeveen und einkaufen.

    Auf dem Rückweg mit dem Boot ließ ich auch das erste Mal die Drohne steigen, da hinter uns ein schöner Abendhimmel zu sehen war. Und das waren die ersten aber auch die letzten Aufnahmen der Drohne, denn als wir wieder an der niedrigen Brücke ankamen, um in den Hafen zu fahren, flog ich mit der Drohne unten drunter durch hinterher. Direkt unter der Brücke muss sie aber den Empfang verloren haben und ich konnte sie nicht mehr steuern. Mit einem großen Platscher flog sie deshalb direkt ins Wasser.

    Das Rettungsteam machte sich auf dem Stand-up-Paddle sofort auf die Suche und konnte sie zum Glück schon nach kurzer Zeit am Rand finden, da es dort nicht so tief war. Sonst hätten wir wohl keine Chance gehabt sie mit Einbruch der Dunkelheit zu finden. Während die anderen anlegten, föhnte und trocknete ich unter Deck die Drohne - schöne Bescherung am ersten Abend...

    Danach bereiteten wir unser Abendbrot vor und ließen den ersten Abend so bei kühlen Temperaturen ausklingen.
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  • Leinen los nach Utrecht

    September 2, 2025 in the Netherlands ⋅ ☀️ 21 °C

    Nach einer guten ersten Nacht und dem Frühstück unter Deck, starteten wir am nächsten Morgen kurz nach 9 Uhr aus unserem Heimathafen. Unser heutiges Ziel war die viertgrößte Stadt der Niederlanden: Utrecht.

    Nach einer malerischen Fahrt auf einem kleinen Fluss ging es dann auf den "Highway" der Niederlande, den Amsterdam-Rijnkanaal. Mit jährlich über 100.000 Schiffen, einer der am stärksten befahrenen Wasserstraßen Europas. Ziemlich spektakulär war es auf dem Kanal, wenn uns die großen Containerschiffe überholten und uns die Wellen danach durchschüttelten. Da kamen wir uns im Vergleich vor, wie in einer Nussschale. 😄
    Nach einiger Zeit bogen wir dann aber wieder ab in einen kleinen Nebenkanal, um vor die Tore von Utrecht zu fahren und gegen 12 Uhr anzulegen. Denn aufgrund zu vieler Unfälle mit den niedrigen Brücken in der Vergangenheit, durfte man mit den Booten nicht direkt in die Stadt fahren.

    So machten wir unsere Fahrräder fertig und auch das Stand-up-Paddle. Denn da wir nur 4 Räder mit haben, wollten Pauline und Lukas nach Utrecht reinpaddeln. Gegen 12.30 Uhr fuhren wir los. Da es schon ca. 5 Kilometer waren und wir deutlich schneller mit Rädern vorankamen, holten wir sie auf dreiviertelster Strecke mit den Rädern ab und fuhren gemeinsam in die Stadt.

    In Utrecht spazierten wir durch die Gassen, schauten uns das alte Postamt, den Dom und das Stadttreiben an (es war viel los, weil ein Musikfestival in der Stadt war und Semesterbeginn der Studierenden) und genossen einen Wein am Ufer des Kanals bei bestem Wetter. Der Dom verlor beim Bau aufgrund eines Sturmes einen Teil seines Mittelschiffs, weshalb der Turm und der restliche Teil des Schiffs voneinander getrennt sind.

    Am Abend wurde es dann aber bewölkt und auf unserem Rückweg gegen 18.15 Uhr kamen ein paar Tropfen herunter, die sich später am Abend dann in leichten Regen umschlugen. Doch auch der Abend ging nicht ohne Schrecken zu Ende, denn als wir gegen 19 Uhr unsere Fahrräder auf dem Boot festmachten, stürzte neben uns ein älterer Mann auf seinem Rennrad bei hoher Geschwindigkeit. Aber der Schrecken war zum Glück größer als der Schaden, nach dem ersten Schock und den verbundenen Armaufschürfungen, konnte er weiterfahren.

    Ein schöner Tag in einer der schönsten Städte der Niederlanden ging bei Abendbrot unter Deck zu Ende.
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  • Weit wie der Wind

    September 3, 2025 in the Netherlands ⋅ 🌬 23 °C

    Der heutige Morgen startete sehr bewölkt und kühl, weshalb unser Frühstück wieder unter Deck stattfand. Währenddessen zog auch Regen auf, den wir noch an unserer Anlegestelle abwarteten, bevor wir dann gegen 10.15 Uhr bei nachlassendem Regen ablegen konnten. Unser heutiges Ziel war die bekannte Käsestadt Gouda. So machten wir uns wieder auf den großen Kanal und bogen nach einiger Zeit dann in den Fluss Hollandische Ijssel.
    Da die Strecke heute relativ weit war, stellten wir uns auf einen kompletten Tag auf dem Wasser ein und schipperten mit durchschnittlich 8km/h bei teilweise sehr starkem Wind und starken Böen durch Schleusen, Brücken und entlang kleiner Orte.

    Gegen 14.30 Uhr machten wir zur Mittagspause kurz Halt in Montfoort. Bei der anschließenden Brückendurchfahrt informierte uns der Brückenwärter über eine Sturmwarnung, sodass wir uns dazu entschieden, nicht mehr bis Gouda zu fahren, sondern schon einen Ort eher - in Haastrecht - Halt zu machen und dort für die Nacht um 17.15 Uhr anzulegen. Nach dem Anlegen, bereiteten wir drei Fahrräder vor und fuhren noch etwas durch die Gegend. Familie Geißler blieb beim Boot und wartete die Regenschauer unter Deck ab, die uns besonders auf dem Rückweg ordentlich erwischten.

    Trotzdem waren es mit der Natur und den kleinen Dörfern zwei schöne Stunden auf dem Rad. Den Abend ließen wir dann wieder bei Sonnenuntergang und Abendbrot unter Deck ausklingen.
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  • Alles Käse

    September 4, 2025 in the Netherlands ⋅ ☁️ 22 °C

    Nachdem wir unser gestern geplantes Zwischenziel nicht erreicht hatten, ging es heute früh um kurz nach 9 Uhr nach dem Frühstück also Richtung Gouda. Ursprünglich hatten wir unsere Route so geplant, das wir den Donnerstagvormittag dort verbringen, denn da sollte nach Aussagen der Bootsverleiher einer der ältesten Käsemärkte der Niederlande stattfinden. Doch nach Recherchen schon tags zuvor erfuhren wir, dass der Markt nur bis August stattfand. Schade, aber so hatten wir zumindest keinen Zeitdruck.

    Gegen 10.45 Uhr in Gouda festgemacht, erkundeten wir die Käsestadt, kamen an der längsten Kirche der Niederlande vorbei (123m) und verkosteten jede Menge verschiedener Käsesorten in einem Laden. Da war an Geschmäckern alles dabei, von Bärlauch über Pfeffer, Basilikum und Pesto bis hin zu Bier, Whiskey und Kaffee. Fast alles hat sehr gut geschmeckt und so gingen wir mit einigen Käsesorten im Beutel weiter durch die Stadt, deren Marktplatz ebenfalls wie eine Käseecke aufgebaut ist.

    Nach dem Stadtbummel legten wir gegen 14 Uhr ab und verließen Gouda, denn vor uns lag noch ein gutes Stück Strecke bis nach Leiden. So verbrachten wir den Nachmittag auf dem Boot, fuhren bei Sonnenschein durch schöne Ortschaften, machten Bekanntschaft an Brücken und Schleusen mit anderen Bootsfahrern und ließen uns den deutlich seichteren Wind als gestern um die Nase wehen.

    Aufgrund von Wartezeiten an Brücken ging die Fahrt aber doch etwas länger als gedacht und wir kamen 20 Uhr am Hafen in Leiden an. Nach dem Abendbrot unter Deck machten wir uns noch auf zu einem kleinen Abendspaziergang durch die Stadt entlang der Kanäle und beleuchteten Gassen.

    So schnell ist auch schon die erste Hälfte des Urlaubs vorbei...
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  • Von Leiden nach Haarlem

    September 5, 2025 in the Netherlands ⋅ ☀️ 19 °C

    Die heutige Nacht war relativ kalt, sodass wir am Morgen sogar zum ersten Mal die Bordheizung aktivieren mussten. Bei schönstem Sonnenschein teilte sich die Reisegruppe am Vormittag in kleinere Gruppen und erkundeten nochmal bei Tageslicht die Stadt Leiden mit ihren großen Kirchen, Windmühlen und Grachten. Lukas unternahm eine Stadtrundfahrt auf dem Stand-up-Paddle und paddelte durch Brücken und zum Teil auch Tunnel.

    Um 12.30 Uhr legten wir schließlich vom Hafen ab, um uns auf den Weg nach Haarlem zu machen. Da auch die Strecke wieder einige Zeit dauerte, aßen wir gleich während der Fahrt auf dem Deck. Gegen 17 Uhr erreichten wir unseren Hafen nördlich von Haarlem und wurden nett vom Hafenmeister empfangen. Nachdem wir die kleinsten beobachtet hatten, wie sie mit ihren Segelschiffen los machten, fuhren wir nochmal mit den Rädern rein in die Stadt.

    Wir kamen direkt im lebendigen Abendleben an, alle Restaurants waren gut besucht und es herrschte reges Treiben. Wir suchten uns auch etwas zu essen und fanden ein Gewächshausrestaurant auf dem obersten Deck eines Parkhauses. Dort ließen wir beim Sonnenuntergang mit über die Dächer der Stadt den Abend ausklingen.
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  • Traum von Amsterdam...

    September 6, 2025 in the Netherlands ⋅ ☁️ 23 °C

    Nach einem schönen Sonnenaufgang am Morgen und dem Frühstück unter Deck teilte sich die Gruppe wieder. Die Schwabacher Gruppe fuhr nochmal zum Sightseeing in die Stadt nach Haarlem rein, wir drei machten uns auch mit den Rädern auf Richtung Strand und Nordsee nach Zandvoort. Nach ca. einer Stunde Fahrt kamen wir an. Es war zwar gerade Ebbe, doch der Weg zum Wasser war nicht so weit und so konnten wir auch die Wassertemperatur am ganzen Körper testen.

    Es war aber a....kalt, deshalb blieb es nur bei einem kurzen Untertauchen. 🥶
    Mit ein paar Muscheln im Gepäck ging es dann nach einer Stunde wieder auf den Rückweg und um 13 Uhr legten wir gesammelt vom Hafen ab. Unser heutiges Ziel war die Hauptstadt: Amsterdam. Nach fast 3h Fahrt erreichten wir um kurz vor 16 Uhr unseren Anlegeplatz. Direkt nebenan war auch der Anlegeplatz für die großen Kreuzfahrtschiffe neben denen wir uns vorkamen, wie in einer Nussschale.

    Nach dem verspäteten Mittagessen an Bord im Hafen machten wir uns auf, die Stadt zu erkunden und waren direkt von Menschenmassen umgeben. So schoben wir uns durch die Stadt vorbei am Palast und entlang der Grachten und verbrachten den Nachmittag und Abend in der Stadt. Zum Abschluss unternahmen wir noch eine kleine Bootsfahrt durch die Kanäle der Stadt und ließen den Tag so ausklingen.
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  • Letzter Tag an Bord

    September 7, 2025 in the Netherlands ⋅ ⛅ 27 °C

    Und so schnell war er auch schon da, der letzte Tag unseres Bootsurlaubs und der begann mit einer Premiere: zum ersten Mal in der Woche konnten wir auf dem Deck frühstücken, da es früh nicht so feucht gewesen ist und die Sonne schien. Nach dem Frühstück teilten wir uns nochmal für einen kleinen Spaziergang und ein paar Einkäufe durch Amsterdam auf.

    Um 12.15 Uhr legten wir dann aus unserem Hafen ab und machten uns auf den Weg zu unserer letzten Station, der kleinen Stadt Weesp. Bevor wir nach ca. 3 Stunden Fahrt unseren Anleger um kurz nach 15 Uhr erreichten, drehten wir ein paar Runden Hafenbecken davor und zogen Cousine und Bruder auf dem SUP hinterher - großer Spaß für alle Beteiligten. 😄

    Von unserer Anlegestelle aus konnten einige Läufer beobachten, die angefeuert von Menschen am Straßenrand bei uns vorbeijoggten. Es war einiges los in der Stadt, denn es fand an dem Tag ein Triathlon statt und wir konnten die letzten Läufer noch mit anfeuern.

    Nach einem kleinen Spaziergang durch die Stadt kehrten wir nochmal für ein kühles Getränk und ein paar niederländische Spezialitäten (Bitterballen und Frikandellen) ein. Während die anderen danach auf dem Boot das Abendbrot vorbereiteten und die ersten Sachen gepackt wurden, probierte ich mich auch nochmal auf dem SUP aus und paddelte eine Runde durch den Kanal und das Hafenbecken.

    So ging auch der Tag mit dem Abendbrot an Bord und der Beobachtung der Mondfinsternis schnell zu Ende und es ging etwas zeitiger ins Bett, denn am nächsten Morgen musste es zeitig losgehen, damit wir rechtzeitig in den Heimathafen einfahren können...
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  • Schiff, ahoi!

    September 8, 2025 in the Netherlands ⋅ ☀️ 23 °C

    Und so war er auch schon da, der letzte Morgen an Bord unseres Schiffs LeBoat Classique Star. Schon um 6.30 Uhr rüttelte der Kapitän mit dem Startversuch des Motors die Besatzung aus dem Schlaf. Da aber nur Leichtmatrose Lukas dem Boot wohlgesonnen war, ließ der Motor sich nur durch ihn starten und so konnten wir kurze Zeit später, noch leicht verschlafen, ablegen. Das zeitige Ablegen war notwendig, denn wir mussten gegen 9 Uhr am Ausgangshafen zurück sein und hatten noch 2h Fahrt vor uns.

    Während der Kapitän das Boot steuerte, machte sich die Besatzung unter Deck auf, alle Sachen aufzuräumen, zusammenzupacken und auch das Frühstück vorzubereiten. So schloss sich ohne große Verzögerung kurz nach 8.30 Uhr bei unserer letzten Schleuse unsere Rundfahrt und wir konnten die Wartezeit, bis die Schleuse um 9 Uhr öffnete noch für unser Frühstück nutzen.

    Pünktlich, kurz nach 9 Uhr kamen wir also wieder am Heimathafen, luden alles von Bord und übergaben das Boot an das Reinigungsteam. Nachdem die beiden Autos beladen waren, war es an der Zeit für ein letztes Gruppenfoto und Verabschiedung. Um kurz nach 11 war dann Abfahrt für eine Besatzung zurück nach Nürnberg/Schwabach, für die anderen ging Richtung weiteres deutsches Nachbarland, an die Schweizer Grenze.

    Damit endet der Reisebericht von diesem schönen und erlebnisreichen Urlaub! Mal sehen, wo die Reise als nächstes hingeht... 😄
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    Trip end
    September 8, 2025