• Shimizu, Japan

    January 16 in Japan ⋅ ☀️ 11 °C

    Shimizu – Fuji im Doppelpack

    Noch vor dem Frühstück stehen wir an Deck – der Fuji taucht aus dem Morgennebel auf, majestätisch, als würde er uns persönlich begrüßen: Heute gibt’s Fotos, Leute. Danach frühstücken wir gemütlich, bevor es losgeht.

    Mit dem Taxi fahren wir hinauf zur Nihondaira-Hochebene. Der moderne Aussichtspunkt von 2018, entworfen von Kuma Kengo, eröffnet Panoramablicke auf Mount Fuji und die Suruga-Bucht. Wir schlendern in Ruhe, staunen und genießen die Weite.

    Dann schweben wir mit der Ropeway zur Bergstation des Kunozan Toshogu Schreins. Oben lässt sich alles ganz entspannt entdecken – ein bisschen Ehrfurcht, ein bisschen Neugier, ein perfektes Gleichgewicht.

    Der Abstieg beginnt: 1.159 Stufen führen hinunter zum Eingangspunkt „Kunozan‑shita“. Den Fuji lassen wir hinter uns, nun geht es auf der Meerseite bergab, nur wir und die Stufen. Bald protestieren die Beine, doch die frische Luft macht die Mühe erträglich. Unten angekommen stärken wir uns in einer kleinen Eisdiele mit Kaffee, lachen über unsere Ausdauer – und kaum sitzen wir, hält auch schon das Taxi vor der Tür. Zehn Minuten später landen wir am Hafen, besser geht nicht.

    Zurück auf dem Schiff gibt es Mittagessen und eine kurze Pause. Am Nachmittag spazieren wir zum Shimizu Marine Park. Der Fuji zeigt sich nun im Abendlicht, ruhiger, fast wie ein zweites Kapitel. Wir unterhalten uns mit einem Volunteer, ein paar Sätze, ein Lächeln – und plötzlich fühlt sich Shimizu vertraut an.

    Am Kai stehen sie wieder: Menschen aus Shimizu, Freiwillige, Hafenarbeiter. Sie winken mit Taschenlampen und Handys, kleine Lichtpunkte tanzen im Dunkeln. Dann antwortet das Typhon tief und kräftig, kurz darauf zerreißt ein Feuerwerk die Nacht. Für einen Moment scheint die ganze Stadt „Auf Wiedersehen“ zu sagen. Wir winken zurück – still, langsam, beeindruckt.

    Nächste Etappe 288 Seemeilen (534 km) bis Kōbe, Japan 🇯🇵.

    Ahoichen 🚢
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