Kurz nach neun tendern wir mit einheimischen Booten nach Ko Phuket. Am Anleger wirkt alles noch halb verschlafen – nur die Taxifahrer und Touranbieter nicht. Die sind hellwach, bestens gelaunt und sehr überzeugungsfreudig. Wir bleiben freundlich, aber unbeeindruckt.
Wir laufen Richtung Stadt. Der Verkehr ist ein einziges Dauerhupen, Motorroller schießen aus allen Richtungen vorbei, und in den Straßen wird bereits aufgeräumt: Die Nacht hat ihre Spuren hinterlassen, und irgendwer muss sie ja beseitigen.
Eine Touristeninformation suchen wir vergeblich – vielleicht gibt es keine, vielleicht haben wir sie übersehen. Beides würde uns nicht überraschen.
Die Umgebung erinnert uns zunehmend an Pattaya: Hotels dicht an dicht, Massagesalons, Bars, Kneipen. Alles in Reih und Glied, alles ein bisschen zu viel.
Buddha-Statuen und Tempel haben wir in den letzten Wochen ohnehin reichlich gesehen, und heute steht uns mehr der Sinn nach Ruhe als nach Kulturprogramm.
Außerdem merken wir, dass die vielen Landtage langsam in die Beine gehen. Wir müssen nicht mehr jeden Eindruck mitnehmen.
Also drehen wir um und gehen zurück Richtung Strand. Einheimische sammeln schwarzen Schlamm am Ufer – vermutlich vom gestern gesunkenen Frachter. Die Hitze steigt, die Bauarbeiten an der Promenade dröhnen, und jeder Schritt fühlt sich schwerer an.
Wir flüchten in ein kleines Café, trinken einen Kaffee und schauen eine Weile aufs bewegte Wasser – eindeutig der angenehmste Teil des Vormittags.
Gegen Mittag tendern wir bei ordentlich Wind zurück zum Schiff. Ein kurzer Eindruck von Ko Phuket reicht uns für heute völlig.
Am späten Nachmittag wagen wir uns noch einmal für einen leckeren Kaffee raus.
Nächste Etappe 1.033 Seemeilen (1.914 km) bis Hambantota, Sri Lanka 🇱🇰.