• Seetag 44

    February 18, Indischer Ozean ⋅ 🌧 27 °C

    Ein ganz normaler Seetag – und genau deshalb schön

    Heute sind wir ohne großen Plan in den Tag gestartet – und genau das fühlte sich richtig an. Während einer von uns noch friedlich weiterträumte, haben wir beschlossen, unserer Kabine ein kleines Ordnungs-Update zu verpassen. Es ist erstaunlich, wie zwei Menschen auf wenigen Quadratmetern eine Art kreative Unordnung entstehen lassen können.
    Danach sah alles wieder so aus, als hätten wir alles im Griff. Zumindest oberflächlich.

    Um 11:15 Uhr saßen wir in der Ocean Lounge und ließen uns gedanklich auf die Seychellen entführen. Granitfelsen, sattes Grün, Geschichten von Inseln, die irgendwie nach Abenteuer klingen. Draußen nur Meer – und wir reisen trotzdem.

    Die anschließende Küchen- und Bar-Aktion klang vielversprechend. Ein kurzer Schritt nach draußen reichte allerdings, um uns daran zu erinnern, dass Wärme auch sehr überzeugend sein kann. Also haben wir das Geschehen lieber aus der Distanz betrachtet. „Thunfisch 2.0“ und ein Green Tea High Ball sahen interessant aus – aber das angenehm kühle Restaurant gewann eindeutig. Man muss schließlich wissen, wann man sich zurückzieht.

    Der Nachmittag wurde leise. Wir lesen. Wir dösen. Wir tun im Grunde nichts – und sind erstaunlich zufrieden damit. Das Schiff bewegt sich stetig weiter, wir bleiben einfach liegen. Effizienter kann Entspannung kaum sein.

    Später in der Hafenlounge wurde La Réunion vorgestellt. Vulkane, viel Grün – eine Insel, die zu neuen Entdeckungen einlädt.

    So verging der Tag unspektakulär und gerade deshalb rund. Manchmal passiert nichts Besonderes – und genau das ist Erholung.

    Ahoichen 🚢
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