Heute haben wir erst einmal richtig ausgeschlafen. Kein Wecker, kein Zeitdruck – einfach aufwachen, wenn der Körper meint, dass es genug Schlaf war. Danach geht es gemütlich zum Frühstück, während draußen schon die Sonne kräftig vom Himmel brennt. Es ist heute erstaunlich heiß, selbst für einen Tag auf See.
Am Vormittag hält der Kapitän seine Morgenandacht. Eine ruhige, fast feierliche Stimmung liegt über dem Raum, während draußen das Meer vorbeizieht. Kurz danach wartet schon das nächste kleine Highlight: Eine ganze Schule Delfine begleitet für eine Weile unser Schiff. Immer wieder tauchen sie auf, verschwinden und springen erneut aus den Wellen. Solche Momente lassen uns jedes Mal stehen bleiben und staunen.
Später hören wir einen Vortrag von Michael Cornély über „Die Sklaverei – Ein ruchloser Handel, der drei Kontinente veränderte“. Mit viel Wissen und spürbarer Leidenschaft erzählt er von einem dunklen Kapitel der Geschichte. Es ist beeindruckend, wie lebendig und verständlich er dieses schwere Thema vermitteln kann.
Der Nachmittag gehört dann ganz der Ruhe. Wir ziehen uns etwas zurück, lesen, dösen ein wenig und lassen die Zeit einfach vorbeiziehen. Auf Deck 5 entdecken wir schließlich noch etwas Besonderes: fliegende Fische. Immer wieder schießen sie aus dem Wasser, gleiten ein paar Meter über die Wellen und tauchen dann wieder ein. Ein faszinierender Anblick.
Am Abend wartet das Abendessen, bevor wir uns mit Gästen aus Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern treffen. Gemeinsam mit den Gastgebern stoßen wir bei einem Glas Sekt an. Es wird viel erzählt, gelacht und natürlich auch ein wenig über Heimat gesprochen.
Den Ausklang des Tages verbringen wir schließlich bei Wanda Kay. Mit Musik und guter Stimmung endet dieser warme Seetag ganz entspannt – und wieder einmal merken wir, wie schnell so ein Tag auf See vergehen kann.