Janroe

Die Kunst zu leben besteht darin, zu lernen, im Regen zu tanzen, anstatt auf die Sonne zu warten.
  • Day346

    Letzer Tag: Caloura

    June 11, 2017 in Portugal

    An unserem letzten Tag wollen wir noch einmal in den Süden der Insel und uns den kleinen idyllischen Hafen rund um Caloura anschauen.

    Caloura selbst hat kein wirkliches Zentrum, es ist vielmehr ein weitläufiger Ort, der sich über Água de Pau verteilt und in dem sich viele vornehme Villensiedlungen befinden. Scheinbar haben viele wohlhabende Azoreaner hier ihren Zweitwohnsitz- und die Lage ist wirklich phantastisch. Vor einer hohen Felswand befindet sich der kleine romantische Fischerhafen, wo man über einen Einstieg ins Meer auch schwimmen gehen kann. Für Kinder gibt es sogar ein Extra-Schwimmbecken.

    Um dem Urlaub noch einen krönenden Abschluss zu geben und die Zeit noch einmal Revué passieren zu lassen, entschließen wir uns dazu, in dem direkt am Wasser gelegenen Terassenlokal "Caloura Bar & Restaurant" essen zu gehen.

    Hier genießen wir ein wirklich opulentes Mittagessen mit fangfrischem Fisch, Lapas (Napfschnecken) und so manch anderer Köstlichkeit. Durch den herrlichen Blick auf den Atlantik und die geschützte Lage am Ufer hat man keine Eile wieder zu gehen...wir haben hier seeeehr viel Zeit verbracht.

    Später entschließen wir uns dann endlich mal wieder zum Aufbruch und statten der Bucht "Baixa da Areia" noch einen kurzen Besuch ab. Im Reiseführer ist von einem großen Sandstrand die Rede.... Die Bucht ist in der Tat sehr idyllisch gelegen- allerdings ist der Sandstrand wohl ein Opfer der Wellen geworden- zu dem Zeitpunkt als wir dort waren, ist davon jedenfalls nicht viel erkennbar.

    Wir beschließen am Abend noch einmal zu unserer Lieblingsbucht von Sao Miguel zu fahren- dem Ferraria Strand....und dort Abschied von "unserer Insel" zu nehmen....

    Fazit: Es war eine rundum gelungene Reise mit viel Nebel aber auch viel Sonnenschein...viel Natur....Planschen in heißen Quellen und Pools statt im Meer, beeindruckender Calderas und brodelnder Fumarolen....herzlichen Inselnbewohnern und sympathischer Mitreisender...einem behaglichen Zuhause auf Zeit und nicht zu vergessen: die leckeren Fischgerichte und die köstlichen Bolos. OBRIGADO POR TUDO !!!
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  • Day346

    Thermalquelle Poca da Dona Beija

    June 11, 2017 in Portugal

    Am heutigen Tag zeigt sich das Wetter wieder von seiner launischen Seite und packt die ganze Landschaft in dicke Nebelkissen ein. Was gibt es Schöneres, als dann in heißen Quellen zu baden und die Seele baumeln zu lassen?!

    So kommt für uns nur eins in Frage: Wieder nach Furnas, diesmal zu den heißen Quellen der "Poca da Dona Beija"- einer großzügigen Parkanlage, die ein klarer Bach durchzieht und in der sich viele wunderbar warme Thermalbecken befinden. Die Temperaturen variieren von Becken zu Becken- mancherorts findet sich sogar ein kleiner Wasserfall, der einem angenehm den Rücken massiert.

    Der Ort ist paradiesisch schön- wie so viele auf der Insel- aber gerade an diesem kühlen regnerischen Tag ist die Atmosphäre hier ganz besonders.

    Es sind auch nicht allzuviele Besucher da und es ist ein herrlicher Spaß, von Becken zu Becken zu wechseln und sich zwischendurch auch mal am kalten Fluß zu erfrischen.

    Erholung pur und als wir später wieder zur Casa Lurdes aufbrechen sind wir richtig entspannt und freuen uns auf einen gemütlichen Abend in unserem urigen Häuschen- wenn gleich uns der bevorstehende Abschied schon ein bisschen wehmütig werden lässt.
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  • Day346

    Kraterwanderung Südwest Sete Cidades

    June 11, 2017 in Portugal

    Langsam neigt sich die Zeit auf Sao Miguel dem Ende zu.

    Wir möchten daher unbedingt noch einmal am Kraterrand um Sete Cidades entlangwandern und entscheiden uns für den Südwesten. Gerne hätten wir auch die gesamte Caldeira umrundet- heute ist es allerdings schon wieder so heiß, dass wir uns stattdessen "nur" die Hälfte vornehmen. Denn auf den Höhenwegen ist kaum Schatten und wie wir bereits auf dem Atlantik erlebt haben, ist die Intensität der Sonne hier um ein vielfaches höher.

    Der Weg schlängelt sich auf Schottersteinen auf dem Grat des Kraterrunds entlang und ist einfach nur traumhaft! Ständig gibt es neue Ausblicke auf das Meer und tief hinab auf den See, wie sie schöner nicht sein könnten.

    Unterwegs geht es vorbei an Wiesen und Weiden sowie kegelförmigen Hügeln. Dazwischen sieht man immer wieder Kühe grasen, die als schwarz-weiße Farbtupfer zwischen all dem satten Grün hervorleuchten.

    Der Weg ist nicht anstrengend; nur die Hitze setzt uns etwas zu. Reichlich Wasser mitzunehmen ist in diesen Breiten unbedingt zu empfehlen- sie sind im Nu ausgetrunken.

    Diese Wanderroute war im Rückblick wirklich eines der Highlights während des gesamten Urlaubes.
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  • Day346

    Seit meinem ersten unvergesslichen Whale Watching 2004 vor Vancouver Island in Kanada ist nun einige Zeit vergangen- doch die Begegnungen mit Walen üben seitdem eine starke Anziehungskraft auf mich aus und zählen immer wieder zu den absoluten Höhepunkten einer Reise.

    Auch diesmal wollen wir unbedingt ein maritimes Abenteuer erleben....Nancy natürlich auch, obwohl ihr auf dem Wasser oft übel wird. Aber gestärkt mit Ingwertabletten und zwei Seabands, die wichtige Akupressurpunkte gegen Übelkeit stimulieren, kann ja nichts mehr schiefgehen. Unter vielen Veranstaltern habe ich einen in Vila Franca do Campo an der Südküste gefunden, der einen sehr guten Ruf besitzt und viele positive Rezensionen im Internet vorweisen kann. Das Unternehmen gilt zudem als verantwortungsbewusst und die Touren werden von erfahrenen Guides begleitet, die auch vieles über die Meeresbewohner zu erzählen wissen.

    Die Besonderheit bei dieser Tour wird sein, dass wir neben den Walen auch Delphine zu sehen bekommen werden- das habe ich bisher so noch nicht erlebt.

    Es ist ein heißer, sonniger Tag und als wir gegen 9 Uhr mit einer Gruppe von anderen Touristen in unserem Zodiac-Schnellboot aufbrechen ist mir bereits mächtig warm unter meiner Regenjacke plus Schwimmweste.

    Doch zunächst geht es mit rasender Geschwindigkeit hinaus in das leuchtend blaue Nichts- die Trennlinie des Ozeans und des Himmels verschwimmt irgendwann...

    Genau der Moment, den ich so liebe.

    Der Fahrtwind peitscht mir die Haare ins Gesicht, und eine angenehme Kühle stellt sich ein. Es dauert noch eine Weile, bis unser Tour Guide per Funk das Signal erhält, wo genau eine Gruppe von Delphinen geortet wurde- kurz darauf macht sich unser Boot dann auf den Weg dorthin.

    Und tatsächlich- plötzlich sind sie da: Eine Schar verspielter, neugieriger Delphine (Common Dolphins), die um unser Boot herumzutanzen scheinen und hin und wieder vorwitzig aus dem Wasser springen. Ein großartiger Augenblick, diese anmutigen Tiere so aus nächster Nähe in ihrem natürlichen Lebensraum zu betrachten. Wir genießen das Schauspiel über längere Zeit in vollen Zügen, während das Boot mit ausgeschaltetem Motor sanft auf den Wellen schaukelt.

    Leider wird das Schaukeln irgendwann immer mehr spürbar, während sich das Boot beständig im Kreis dreht und die Sonne immer unbarmherziger vom wolkenlosen Himmel auf uns herabscheint. Mir wird von Minute zu Minute flauer, und die Hitze ist schier unerträglich. Ein Blick auf Nancy bestätigt mir meine Befürchtung- sie ist schon regelrecht grün um die Nase und spätestens jetzt treten die Delphine leider in den Hintergrund. Mit ist inzwischen speiübel und schwindelig- zum ersten Mal auf hoher See- und es ist kein schöner Zustand. Anderen Touristen scheint es ähnlich zu gehen und Nancy verteilt großzügig ihre Ingwertabletten, obwohl ihr selbst so schlecht ist.

    Ich bete, dass die Fahrt endlich weitergeht und groß ist die Erleichterung, als sich das Boot nach einer gefühlten Ewigkeit wieder in Bewegung setzt und zur nächsten Gruppe von Delphinen aufbricht. Der Fahrtwind verschafft die ersehnte Abkühlung und nach dem langen Kreisen auf dem Ozean tut es so gut, einfach nur gerade aus zu fahren...Als wir dann die anderen Delphine treffen- diesmal sind es Bottlenose Dolphins- können wir uns wieder für ihren Anblick begeistern. Wir verweilen nun auch nicht mehr ganz so lange bei ihnen, da wohl unweit ein Finnwal gesichtet wurde...

    Der Finnwal allerdings ist es wohl schon leid, von aufgeregten Menschen auf ihren Booten und Schiffen umkreist zu werden, Er verbleibt die meiste Zeit unter Wasser und winkt nur hin und wieder mal mit der Flosse. Ab und zu gewährt er uns einen Anblick seines mächtigen Leibes- mehr ist aber nicht drin. Vermutlich lacht er sich unterm Wasser ins Fäustchen bzw. in die Flosse- recht hat er!

    Nach fast drei Stunden auf dem Atlantik geht es nun langsam wieder Richtung Ausgangspunkt zurück. Unterwegs passieren wir jedoch noch die vorgelagerte Insel "Ilhéu de Vila Franca". Ein zauberhaftes Fleckchen Erde, das aus einem unterseeischen Vulkan entstanden ist. Im Herzen der Insel befindet sich ein kristallklarer, vom Meer gespeister Kratersee, in dem es sich wohl herrlich schwimmen und schnorcheln lässt. Rund um den See befinden sich hohe Felsen und Klippen und behüten den Ort wie ein kostbares Juwel. Am liebsten würde ich sofort in das leuchtend grüne Wasser des kreisrunden Sees eintauchen. Es ist so schön hier, dass die Übelkeit und die Strapazen auf dem Wasser schnell vergessen sind. Trotzdem taumeln wir kurze Zeit später noch recht unsicher vom Boot und sind froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.
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  • Day346

    Wanderung durch die Serra Devassa

    June 11, 2017 in Portugal

    Vom Startpunkt ganz in der Nähe des Sees Lagoa do Canário brechen wir auf zu unserer eher kurzen, aber mit phantastischen Ausblicken gesegneten Rundwanderung durch die Serra Devassa.

    Baumloses Gelände, am Anfang auch eher noch von kühlen Wolken verhangen, wechselt sich ab mit steilen Hügeln, kreisrunden Kraterseen und vielen Aussichtspunkten. Später reißt die Wolkendecke auf- der Blick auf den Ozean ist atemberaubend. Der höchste Punkt ist der Gipfel des Pico das Èguas- mit 873 m ist er der höchste Berg des Inselwestens.

    Die Wanderung ist insgesamt sehr moderat- wir laufen in gemütlichem Tempo ca. 2 Stunden um die verschiedenen Seen herum und lassen nach der Wanderung noch die Stille des Bergsees do Canário auf uns wirken.
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  • Day346

    Caldeiras am Lagoa das Furnas

    June 11, 2017 in Portugal

    Nach gebührendem Abschied von unserer portugiesischen Großfamilie geht es weiter.

    Wir wollen es nun gemütlich angehen lassen und entscheiden uns für einen ausgedehnten Spaziergang am Seeufer entlang- ein herrlich schattiger und ruhiger Weg. Am meisten haben es uns aber die brodelnden und zischenden Caldeiras angetan, die in dieser Gegend besonders zahlreich vertreten sind. Es kommt mir vor, als seien wir stundenlang zwischen ihnen umher gegangen und je nach Lichteinfall wirkt der Ort immer wieder anders...aber immer gleichbleibend geheimnisvoll schön....Read more

  • Day345

    Nach unserem ausgiebigen Schwimmen im Terra Nostra Park haben wir nun Hunger bekommen und wollen auch noch mehr von der Umgebung sehen. Also beschließen wir, zum nahe gelegenen See Lagoa das Furnas zu fahren. Ich meine gelesen zu haben, dass es an der Nordseite des Sees nicht nur Caldeiras gibt, die wir tatsächlich schon von weitem an ihren hoch aufsteigenden Dampfschwaden erkennen können, sondern auch ein großes Picknickareal, wo u.a. Maiskolben und Cozido, das Nationalgericht der Insel, verkauft werden.

    Jegliche Ausschau nach "Verkaufsständen" ist jedoch vergeblich- ganz offensichtlich hatte ich mich getäuscht.

    In meiner unmittelbaren Nähe beobachte ich jedoch, wie ein Herr gerade einen riesigen Topf aus einem heißen Erdloch angelt...und mein Jagdtrieb ist geweckt. Eifrig folge ich dem Mann, der den Cozido auf ein kleines Wägelchen packt und dann den Weg Richtung Wald, dem Picknickbereich, entlang ruckelt. So schnell gebe ich unser Mittagessen nicht auf!

    In der Annahme, der Mann bringe das Essen zu einem Verkaufsstand, laufe ich ihm immer weiter hinterher und sehe, wie er nun offenbar am Ziel ankommt. Ein großer schön gedeckter Tisch mit Bänken mitten im Wald wartet dort...zahlreiche Menschen sind um den Tisch versammelt- einige blicken mir freundlich entgegen.

    Ich fasse mir ein Herz, gehe auf eine ältere Dame in der Gruppe zu und frage sie freundlich- und vermutlich gleichzeitig mit hungrigem Gesichtsausdruck- ob ich hier zwei Portionen Cozido kaufen könne.

    Die Dame ist sichtlich erheitert und erklärt mir in einer sympathischen Mischung aus Portugiesisch, Englisch und Spanisch, dass sie nichts verkaufen würden- es finde gerade ein großes Familientreffen teil, zu dem wir nun herzlich eingeladen wären.

    Ich winke Nancy herbei, die noch in einigem Abstand steht und ehe wir uns versehen sind wir mittendrin in einer bunten, herzlichen Familienfeier und die Gastfreundschaft und Offenheit, mit der wir wie selbstverständlich in ihrer Mitte aufgenommen wurden, rührt mich noch heute. Viele Geschichten erfahren wir während des außergewöhnlichsten Mittagessens, das wir in dieser Zeit auf der Insel haben würden. Die Familie, die hier ihr Wiedersehen feiert, lebt in aller Welt- ein Paar sogar in Kanada- und wir haben so viel zu lachen und zu erzählen, während unsere Teller und auch unsere Trinkbecher immer wieder mit Köstlichkeiten und portugiesischen Rotwein nachgefüllt werden.

    Die Zeit verfliegt und aus unserem geplanten Vorhaben, auf den Miradouro do Pico do Forro zu wandern, wird nun doch nichts mehr. Stattdessen wurden wir aber auf andere Weise so reichhaltig beschenkt und bedanken uns noch einmal gebührend bei der liebenswerten Großfamilie für das gesellige Beisammensein. Solche Erlebnisse sind einfach unbezahlbar....und das alles nur, weil ich unbedingt einmal einen frischen Cozido probieren wollte...
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  • Day345

    Furmas hat es uns einfach angetan. Insgesamt sollten wir dreimal während unserer Reise dorthin zurückkehren- jedes Mal auf andere Weise. Und ich glaube, sollten wir eines Tages wieder nach São Miguel reisen, dann würden wir wohl in Furnas bleiben. Dieser Ort hat etwas Magisches, Kraftvolles, etwas das mich jedes Mal auf's Neue fasziniert.

    An diesem Tag wollen wir in den Parque Terra Nostra, der in unserem Reiseführer als ein Stück vom Paradies beschrieben wird. Obwohl der Himmel heute eher wenig paradiesisch wirkt und die Landschaft sich in graue Wolken hüllt, ist unsere Vorfreude ungebrochen...wir hoffen auf einen herrlich entspannten Tag und freuen uns vor allem auf ein ausgiebiges heißes Bad im Thermalbecken des Terra-Nostra-Parks.

    Schlagartig wird mir plötzlich bewusst, was ich in unserem Ferienhäuschen vergessen habe- meinen alten ausgeleierten Bikini! Extra dafür gedacht, in den heißen Mineralquellen und Seen zu baden.....grrrrr. Stattdessen habe ich nur meinen guten funkelnagelneuen hellen Bikini dabei. Mist! Das geht ja wieder gut los. Nachdem Nancy mich jedoch besänftigt hat und mir ihren schwarzen Badeanzug im Wechsel anbietet, beruhige auch ich mich allmählich und fühle erneut die Vorfreude auf den heutigen Tag.

    Angekommen erwartet uns schon von weitem das Hotel Terra Nostra Garden, in dessen Garten das besagte Thermalwasserbecken liegt. Der gesamte Park Terra Nostra wurde 1780 von dem amerikanischen Konsul und Orangenbaron Thomas Hickling entworfen, wo er auch sein eigenes Ferienhaus erbauen ließ.

    Der Park zählt zu den schönsten Parkanlagen auf den ganzen Azoren und neben dem nostalgischen Schwimmbecken befinden sich etwa 2500 Bäume aus aller Welt darin. Auch gedeihen hier eine ganze Reihe endemischer Pflanzen und exotischer Gewächse.

    Das Baden im Thermalbecken ist ein ganz besonderer Höhepunkt unserer Reise- das warme Wasser bewirkt bei uns beiden ein Gefühl tiefster Ruhe und Entspannung und wir tauchen förmlich in die spürbar mystische Atmosphäre der Insel und ihrer unvergleichliche Natur ein. Einen solchen Ort habe ich bislang auf meinen bisherigen Reisen noch nirgendwo angetroffen...und wir verbringen den ganzen Vormittag / Mittag mit einer Mischung aus Baden, Ausruhen und ausgiebigen Wandern durch die faszinierende Pflanzenwelt des Parks. Auch die Zeit scheint zum Stillstand gekommen zu sein...
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  • Day345

    Bei einem zweiwöchigen Aufenthalt auf der Insel darf die Hauptstadt natürlich nicht fehlen und so beschließen wir, ihr einen Besuch abzustatten.

    Es handelt sich hierbei im Übrigen nicht nur um die Inselhauptstadt; Ponta Delgada wird auch öfters als die Hauptstadt der Azoren bezeichnet. Wer jetzt allerdings eine quirlige Metropole erwartet, wird schnell enttäuscht sein. In Ponta Delgada geht es vergleichsweise beschaulich zu....mit 40 000 Einwohnern hat es sich eher das Flair einer mittelgroßen Stadt bewahrt. Dennoch finden sich immer wieder imposante Straßenzüge- oftmals mit schachbrettartigem Schwarz-Weiß-Pflastersteinen- sowie herrschaftliche Häuser. Viele von ihnen gehörten im 18. Jahrhundert Plantagenbaronen, die mit Orangenanbau und -handel ihr Vermögen erwirtschafteten. Ein großer Teil des Zentrums ist geprägt von diesen schneeweißen Fassaden und ihren hübschen kunstvoll verzierten Balkonen. Man findet einige lauschige Plätzchen, eine beeindruckende Uferpromenade sowie eine große Markthalle mit frischen regionalen Produkten vor. Als sehenswert empfinden wir zudem die Igreja de Sao Jose, eine Kirche, die zum ehemaligen Franziskanerkloster gehört.

    An der Südseites des großen Platzes, an dem sich auch die Kirche befindet,liegt auch das Forte de Sao Braz- ein vieleckiges Bauwerk, das 1552 zum Schutz der Einheimischen vor Piraten gedient hat. Von hier hat man eine herrliche Aussicht auf die Skyline von Ponta Delgada

    Wirklich viel erlebt haben wir an unserem Tag in der Hauptstadt nicht, obwohl es eine angenehme Abwechslung zu unseren Ausflügen in die Natur bietet. Es ist einfach ein wahnsinnig heißer Tag und die Mittagssonne brennt unbarmherzig auf unsere Köpfe. Nachdem wir durch einige Gassen hindurchgeschlendert sind, die Hafenpromenade und einige schöne Plätze sowie oben beschriebene Kirche aufgesucht haben, entscheiden wir uns dazu, den Rest des Tages in unserem schattigen Garten zu verbringen.

    Dennoch muss gesagt sein: in Ponta Delgada habe ich das beste Eis während des ganzen Urlaubes genossen- ein richtig dunkles Mousse-au-Chocolat-Eis....jeder Löffel war die Sünde wert! Leider ist mir der Name der Eisdiele entfallen- sie war aber nicht weit entfernt vom Platz "Praca 5 de Outubro".
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  • Day139

    Ein Geisterhotel...

    November 16, 2016 in Portugal

    ....zurückerobert von der Natur...So könnte die Überschrift lauten für das einsam und verlassen gelegene ehemalige 5-Sterne-Hotel "Monte Palace". Dabei hätte es eigentlich so schön werden sollen- und war es wohl auch, als es 1984 feierlich eröffnet wurde. Ein Hotel mit grandioser Aussicht- entweder auf die Seen oder das Meer- und allem erdenklichen Komfort. Nur dass das französische Unternehmen den Nebel nicht bedacht hatte, in den der Aussichtspunkt Vista do Rei an so vielen Tagen im Jahr verhüllt ist. Und daher kam es wohl wie es kommen musste- die Touristen blieben aus und nach kürzester Zeit sah sich das Hotel gezwungen, seine Pforten wieder zu schließen...Das ist nun rund 30 Jahre her- und nach anfänglicher Bewachung wurde das Hotel irgendwann sich selbst überlassen.

    So hässlich die Hotelruine von außen auch ausschauen mag- sie hat auch etwas Verlorenes und Trauriges in ihrem Inneren- kann man doch den Glanz vergangener Tage noch gut erkennen. Sogar die Tapete blättert teilweise noch von den Wänden...Es ist ein bizarres, etwas gruseliges aber auch faszinierendes Schauspiel- zu sehen, wie sich die Natur Stück für Stück ihren Raum wieder erobert. Wie wohl einst unsere Erde ausschauen wird? Ob es dann auch lauter Häuserruinen geben wird...Was für düstere Gedanken an einem so freundlichen Tag! Erst die traurige Prinzessin und ihr Hirte- nun ein Vorgeschmack vom Ende der Zivilisation?! Wir beschließen nach kurzer Zeit, dem bröckelnden Hotel nun Lebewohl zu sagen und brechen wieder in die Helligkeit und die raue, wunderschöne Berglandschaft rund um Vista do Rei auf.
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