Ein schon immer dagewesener Traum wird wahr. Nachdem letztes und dieses Jahr ein paar meiner Cousinen aus Minnesota bei uns waren, war mir klar: die muss und will ich in Amerika besuchen. Nun ist es so weit, am 03.09 geht es los!
  • Day20

    Souvenir des Tages: Blaue Flecken

    September 22, 2019 in the United States ⋅ ⛅ 17 °C

    Heute morgen sind Grace und ich direkt nach dem Frühstück um halb 9 mit Michelle nach Sauk Centre gefahren. Auf dem Weg haben wir noch Cindy, eine Freundin von Michelle abgeholt.
    In der Nachbarschaft von Grace gibt es nämlich einen Hof, der paar Mal im Jahr als Deko Geschäft fungiert. Passend zum morgigen Herbstanfang gab es also tausende von Deko Artikeln, einige selbstgemacht, einige nur importiert. Die Sachen an sich waren eigentlich ganz schön, aber Preise hatten es echt in sich, dafür dass vieles eben nicht selbstgemacht war.
    Nachdem wir vier lange genug rumgestöbert hatten, ging es wieder auf die Farm von Grace und Familie. Da aber keiner da war und Grace vorerst noch etwas zu tun hatte, war Sina die glückliche, die ich diesmal mit meinem Videoanruf genervt habe. Da aber Oma und Opa zu Besuch und alle am grillen waren, habe ich nur 20 Minuten mit Sina gesprochen.
    Danach habe ich mit Grace angefangen das Mittagessen vorzubereiten. Um kurz nach eins war dann auch die restliche Familie wieder da und es gab leckere Nudeln.
    Nach dem Essen haben Grace, Anna und ich uns dazu entschieden die Chroniken von Narnia zu gucken, aber ich habe mal wieder alles verschlafen.
    Nach meinem kleinen Powernap bin ich raus um meine Kälbchen zu begrüßen. Im Kälbchenstall habe ich auch noch mit den Katzen babys gespielt. Und mit Rudi habe ich dann sogar noch einen Spaziergang gemacht. Ich glaube wäre er kein Kälbchen, dann wäre er gerne ein Schwein, denn irgendwie hat er sich in jede Matsch Pfütze geschmissen. Wir hatten echt Spaß, aber leider hat Rudi mir dabei ausversehen seinen Hinterhuf in mein Schienbein geknallt. Eigentlich habe ich mich mehr erschrocken, als dass es weh tat, wahrscheinlich gibt nur einen kleinen blauen Fleck.
    Als ich Rudi wieder zurück gebracht hatte, waren alle Kälbchen schon sehr hungrig und Sina sogar so doll, dass sie mir ihren Kopf in meinen Po gerammt hat, als würde da dann Milch rauskommen.
    Dann war tatsächlich auch schon Melkzeit und wir haben die Kühe fertig gemacht. Am Ende konnten dann auch endlich die Kälbchen gefüttert werden. Onno war so neidisch auf Gerda, dass er mir in die Hand gebissen hat, als ich mit der Hand GerdasFlasche hielt. Also so richtig konnte Onno gar nicht beißen, aber angenehm war es trotzdem nicht.
    Nachdem der Hof in den Schlafzustand versetzt wurde, gab es auch schon Abendessen.
    Nun packen alle noch ihre letzten Sachen, denn morgen um 3 Uhr morgens müssen wir pünktlich das Haus verlassen.
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  • Day19

    "Die Farm"

    September 21, 2019 in the United States ⋅ 🌧 23 °C

    Heute hatte ich verdammt leckere Pancakes zum Frühstück, einen leicht gezuckert, der andere mit Ahornsirup. Yummy! Danach haben Ian und Dirk mir ihre deutsch-lern-app gezeigt und wir bzw. die Jungs haben ein paar neue Wörter auf deutsch gelernt. Um weiterhin Zeit zu überbrücken, bis Loren von der Arbeit kommt, habe ich mit Ian Mario Kart auf der Wii gespielt.
    Gegen halb 12 war Loren dann auch wieder Zuhause und wie konnten kurze Zeit später Richtung Flensburg fahren. Auf dem Weg dahin haben wir bei einem Mexikaner gehalten und zum Mittag leckere Tacos gegessen.
    Nach dem Essen sind wir weiter zu Lorens Arbeitsstelle gefahren und er hat uns ein bisschen zeigen können was er macht. Als Ingenieur arbeitet er für sein County und hat viel damit zu tun, was größtenteils auf den Straßen des Todd Countys passiert.
    Um kurz nach 1 ging es weiter nach Flensburg auf "Die Farm". Sie wird so genannt, weil es damals Erichs Farm war und sich viele Familienereignisse hier abgespielt haben. Mittlerweile leben Erichs Sohn Landon, seine Frau Michelle und deren drei Kinder Maddison, Taylor und Emily hier.
    Paar Minuten nach unserer Ankunft, kamen auch Grace, Anna und Jessie dazu und zusammen haben wir uns den Hof angeguckt. Auch hier leben eine Menge Kühe und süße Kälbchen.
    Nach der Führung haben die Fellbaum und Westerman Kinder und auch ich, zusammen ein Spiel gespielt. Das hat ziemlich, ziemlich lange gedauert, sodass es schon wieder Essen gab, als wir fertig waren.
    Als wir auch mit Abendessen fertig waren, sind Anna und Jessie wieder zurück gefahren. Michelle wollte gerne, dass ich und damit auch Grace noch übernacht bleiben. Es klingt vielleicht ein bisschen komisch, aber es ist wirklich so, dass jeder aus der Familie gerne Zeit mit mit verbringen möchte. Ich finde das toll und freue mich, wenn ich viele Familien besuchen und somit meine Familie besser kennenlernen kann. Da Grace und ich ja eh da waren, haben wir gleich beim melken geholfen. Wobei ich mich fast nur um die ganzen Kälbchen gekümmert und alle gefüttert habe.
    Da es hier insgesamt mehr Kühe gibt, hat alles auch länger gedauert, als bei Grace und Anna. Aber es hat auch hier super viel Spaß gemacht und man wurde genau so dreckig. Um sich fürs Bett frisch zu fühlen, war ich dann auch erst duschen, bevor wir noch einem Film mit der ganzen Familie geguckt haben.
    Jetzt sind aber alle müde und müssen ins Bett, bevor in 6 Stunden wieder der Wecker klingelt. (Zum Glück aber nicht meiner)!
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  • Day18

    Mein erstes football game

    September 20, 2019 in the United States ⋅ ⛅ 27 °C

    Ich dachte schon, dass ich heute gar nichts zu erzählen habe. Denn nach dem Frühstück bin ich direkt wieder zurück ins Bett und habe etappenweise bis kurz vor halb 12 geschlafen.
    Aber dann habe ich insgesamt 1 Stunde und 15 Minuten mit Mama über Whatsapp videotelefoniert oder wie man das nennen soll. Dabei habe ich Mama den ganzen Hof und jedes noch so kleine Tier gezeigt.
    Kurz darauf gab es auch schon wieder Mittagessen. Nach dem Mittag habe ich erstmal mein Zimmer wieder ein bisschen aufgeräumt und alles sortiert, was ich in den 3 Tagen Duluth gekauft habe. Das hat tatsächlich alles länger gedauert als ich dachte, aber als ich fertig war, gab es selbstgemachtes Eis von Grace.
    Grace hatte mich dabei gefragt, ob ich nicht am Abend mit Sonja, Loren, Dirk und Ian zu einem Football Spiel möchte. Erst wollte Grace auch mitkommen, aber dann hatte Sonja angeboten, dass sie mich holen können und ich dann danach über Nacht bei ihnen bleiben kann. Also habe ich wieder meine Tasche gepackt und mich für die nächste Nacht auswärts bereit gemacht.
    Bevor es allerdings losging, bin ich noch eine Runde Quad durch den Wald der Nachbarn gefahren. Grace und Anna sind natürlich mit dem Ranger vorweg gefahren und haben mir paar schöne Routen durch den Wald und entlang eines Sees gezeigt. Einer halbe Stunde später, bin ich schnell unter die Dusche gehüpft, da mich spontan doch Erika abholt hat. Sie war eh auf dem Weg von Minneapolis nach Hause und da lagen Sauk Centre und Long Prairie zum Glück auf dem Weg. Um kurz nach 6 sind die Fellbaums und ich dann Richtung Grey Eagle zum Football Spiel gefahren. Auf dem Weg haben wir noch an ihrem zweit Grundstück gehalten. Das Grundstück liegt an einem schönen See und im Sommer steht da ihr großer, luxuriöser Camper.
    Um kurz vor 7 waren wir also beim Football und es gab erstmal Hotdogs für die Familie. Von Sonja habe ich dann ein Thunder Shirt bekommen, damit ich auch wie ein richtiger Fan aussehe. Das Spiel war echt interessant und nicht einmal langweilig. Während des Spiels habe ich dann Jürgen und Lou kennengelernt. Jürgen kommt aus Deutschland, aber ist schon vor langer Zeit hierher gezogen. Als wäre das nicht schon lustig genug, hat er mir erzählt, dass er damals in Rotenburg (Wümme) gelebt hat, später für längere Zeit in Wilhelmshaven war und auch mal in Wiesmoor gearbeitet hat. Emden kannte er aber auch ganz gut.
    Um kurz nach 21 Uhr war das Spiel vorbei und wir konnten nach Hause. Auf der Autofahrt haben Dirk und Ian erzählt, was für deutsche Wörter sie kennen und zusammen haben wir über Loren gelacht, der verzweilfet versucht hat "Hubschrauber" auszusprechen.
    Wieder Zuhause hat Sonja mir noch ein paar alte Bilder von ihrem Besuch in Deutschland vor knapp 20 Jahren gezeigt, bevor sich alle ins Bett verabschiedet haben.

    Bevor ich es wieder vergesse und Mama mich nochmal dran erinnern muss: das vor paar Tagen geborene Kälbchen heißt übrigens Gerda, wie Opas und Erichs Schwester😌
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  • Day17

    Von Minnesota nach Wisconsin

    September 19, 2019 in the United States ⋅ ⛅ 15 °C

    Wenn man inmitten des Nichts wohnt und es zwar überall Seen, aber fast nirgends Häfen gibt, müssen große Schiffe wohl echt faszinierend sein. Anders kann ich es mir nicht erklären, warum Anna freiwillig um halb 6 aufstehen wollte um ans Wasser zu fahren. Ich hätte liegen bleiben können, aber irgendwie hätte ich das doof gefunden. Zum Glück war der Hafen eh nur paar hundert Meter entfernt und mit dem Auto konnte man fast bis an die Hafenkante fahren. Ausserdem hat es sich wirklich gelohnt! Vielleicht nicht fürs Containerschiff, denn das war zwar groß, aber ich bin der Meinung, dass einige Kreuzfahrtschiffe die bei uns lang fahren noch größer sind. Allerdings war der Sonnenaufgang echt ein Traum! Duluth in erste Sonnenstrahlen gehüllt zu sehen ist echt atemberaubend.
    Nach einem kurzen Spaziergang am Hafen, waren wir dann auch um viertel nach 7 wieder im Hotel.
    Nach einer Ladung Alka-Seltzer gegen meine Erkältung und einem Tee habe ich mich auch wieder ins Bett gekuschelt. Anna wollte noch eine Runde schwimmen gehen und ich war kurz am überlegen mitzugehen, aber da fielen mir meine Augen schon zu. Ich glaube aber, dass meine weiteren zwei Stunden Schlaf auch echt nötig waren und ich mich sonst nicht so gut gefühlt hätte.
    Um 10 haben wir dann das Hotel Richtung Glensheen Mansion verlassen. Das Herrenhaus ist eigentlich bekannt durch die signifikante Architektur im Inneren des Hauses, aber auch der dort begangene Mord von 1977 bringt so einige Touristen. Eingegangen wird bei der Tour aber nicht auf das Ereignis, um damit der hinterbliebenen Familie nicht zu nahe zu treten. Das Haus hat eine Größe von knapp 2.000 m2 und das gesamte Grundstück etwa 48.000 m2. Klingt groß und ist es auch! Aber es ist auch wunderschön und sehenswert.
    Nach einigen Fotos hier und da sind wie eine Weile später auf die anderen Seite des Lake Superior, nach Wisconsin gefahren. Dort haben wir dann ein bisschen am Wasser gesessen und zu Mittag gegessen.
    Danach sind wir noch ein Stückchen durch Wisconsin gefahren und anschließend nach Little Falls, um Viola zu besuchen. Sie ist die letzte und hinterbliebene Ehefrau von Erich, Papas Onkel. Und wie eine Oma eben so ist, gab es in der kurzen Zeit in der wir da waren ein leckeres Eis mit anschließendem Apfel und ein paar nette Geschichten.
    Zum Abschluss des Tages waren wir noch einmal bei Sonja und Loren um Kristen und ihre Kinder zu verabschieden, die morgen wieder nach Oregon fliegen.
    Um viertel nach 8 waren wir dann auch wieder Zuhause. Allerdings hat sich, kurz nach unserer Ankunft, der Strom dafür entschieden auszufallen. Ich hoffe, dass er in paar Stunden wieder da ist, denn für einen Hof ist das echt unpraktisch!
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  • Day16

    North Shore Trip

    September 18, 2019 in the United States ⋅ ⛅ 22 °C

    Schon beim Aufwachen merkte ich meine verstopfte Nase und die Halsschmerzen. Nach einer heißen Dusche fühlte ich mich aber schon etwas besser. Und als hätte Andrea es gewusst, waren einfach zwei Rotlichtlampen im Badezimmer in der Decke installiert. Nachdem ich 10 Minuten an der Wand gelehnt, meine Nase zur Decke gestreckt hatte, löste sich sogar etwas der Druck im Kopf.
    Als Anna und Grace aufgestanden waren, machten wir uns alle noch ein Toast und ich mir noch eine heiße Milch mit Honig. Dann ging es schon weiter nach Duluth. Auf halbem Wege gab es eine Tankstelle mit kleinem Laden. Während Grace getankt hat, haben Anna und ich mir sämtliche sinnvolle Tabletten gekauft.
    Nachdem ich dann auch die erste Tablette genommen und im Auto geschlafen hatte, fühlte ich mich am Split Rock Lighthouse das erste mal wieder relativ normal. Der Leuchtturm liegt am Nordufer des Lake Superior, dem sogenannten "North Shore". Das komplette Nordufer führt von Duluth bis nach Canada und bietet tolle Sehenswürdigkeiten.
    Auch der eben genannte Leuchtturm war echt wunderschön und die Sicht auf den Lake Superior war einmalig, wenn auch etwas vernebelt.
    Weiter ging es zum Black Beach, der zwar nett war, aber je weiter man Richtung Canada kam, desto kälter wurde es. Für das ein oder andere Erinnerungsfoto hat es aber allemal gereicht.
    Anschließend waren wir bei unserer letzten geplanten Sehenswürdigkeit, den Gooseberry Falls. Die Wasserfälle bestehen aus den oberen, mittleren und unteren Wasserfällen und sind alle echt schön. Auch noch nie habe ich so viele Eichhörnchen, Erdhörnchen und Streifenhörnchen gesehen!
    Am Ende hat sich meine Erkältung aber doch bemerkbar gemacht und ich war froh als wir unser Hotel erreicht hatten. Zumal es auch schon 19 Uhr war und wir damit auch über 8 Stunden unterwegs waren! Als Hotel hat Janell uns das Radisson gebucht und wir waren etwas erstaunt, als wir davor standen und es wirklich das Radisson war. Wäre ich nicht so kaputt hätte ich gerne noch den Spa Bereich genutzt und mich im Whirlpool treiben lassen.
    Aber nein ich gehe jetzt ins Bett, denn morgen wollen wir Downtown Duluth erkunden!
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  • Day15

    Mall of America

    September 17, 2019 in the United States ⋅ ☀️ 29 °C

    Heute haben wir eigentlich nur eins gemacht und das war shoppen! Nach dem Frühstück haben wir nämlich gleich unsere Sachen gepackt und sind nach Minneapolis zur Mall of America gefahren. Also fing der Shopping Spaß schon um 11 Uhr morgens an! Als erstes musste ich mir natürlich den kleinen Freizeitpark "nickelodeon universe", der mitten in der Mall aufgebaut ist, angucken. Das fand ich echt unglaublich, denn wo gibt es denn sowas? Mein erster richtig Einkauf waren dann Cowboy boots, wobei ich dafür fast über ne Stunde gebraucht habe um die perfekten zu finden. Kein Wunder also, dass wir danach hungrig waren und erst mal Mittag gegessen haben.
    Als nächstes habe ich dann gleich den großen Sephora Store angesteuert und tausend Lippenstifte und Lidschatten ausprobiert, bis ich mal wieder bei den Produkten von Huda Beauty hängengeblieben bin und mir natürlich auch schön was gekauft habe. Danach habe ich dann für die weiblichen Mitglieder der Familie bei Victorias secret geshoppt um endlich mal keine Versandkosten zahlen zu müssen. Auch den Levi's Store konnte ich nicht links liegen lassen und habe dort noch ein nettes Tshirt gefunden.
    Anschließend waren wir in "fly over america". Das ist ein riesen Flugsimulator, der dir in 10 Minuten alle Schönheiten des Landes zeigt! Das ganze war durch viel Technik so realistisch gemacht, dass ein kleiner Junge neben mir angefangen hat zu weinen, weil er dachte, er würde tatsächlich über New York oder den Grand Canyon fliegen.
    Wieder zurück in der Mall "gelandet" habe ich für Lea die ganze Mall nach dem perfekten Pullover durchsucht und auch einen gefunden. Ob sie ihn allerdings auch so mag wie ich, wird sich erst zeigen wenn ich ihr morgen ein Bild schicke.
    Natürlich war ich auch in vielen anderen Läden und habe alles durchstöbert, aber irgendwann fängt auch ein Kreditkarte an zu weinen. Ich glaube, ich habe aber auch genug und da es morgen weiter nach Duluth geht, brauche ich auch da etwas Geld.
    Nach 7 Stunden Spaß sind wir dann zu Andrea, eine weitere Cousine von Papa, gefahren. Dort sind wir jetzt auch immer noch, denn sie wohnt in Minneapolis bzw. etwas außerhalb. Aber von hier kann man dann morgen besser weiterfahren!
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  • Day14

    Workout day

    September 16, 2019 in the United States ⋅ 🌙 23 °C

    Heu abladen, Rasen mähen, Scheunen sauber machen, das war der Plan für heute. Klingt erstmal ganz human, wie anstrengend das aber wird hätte ich nicht gedacht.
    Gleich nach dem Frühstück ist die ganze Familie raus um die erste Aufgabe zu erledigen. Heu abladen ist nämlich nicht so eben mal getan, sondern ist ein Workout für den ganzen Körper. Denn die kleinen Heu Quader sehen zwar nicht so aus, aber dadurch ,dass ganz viel Gras zusammen gequetscht wurde, sind die echt schwer. Da es viele kleine Heu Quader waren, haben wir auch so unsere Zeit gebraucht, bis alle von den beiden Hängern, über den Aufzug, auf dem Heuboden gelandet sind. Schweiß gebadet habe ich aber direkt weiter damit gemacht, alle Rasenflächen von Stöckern zu befreien und das waren echt viele! Zwei mal habe ich den Ranger füllen und abladen können. Danach gab es erstmal Mittagessen und zum Nachtisch leckeren roten Wackelpudding.
    Während Scott und Anna nach dem Essen anfangen haben die Scheunen für die Kühe zu säubern, haben Grace und ich die kleinen Aufsitz-rasenmäher genommen und sind über den Rasen gefahren. Jeder hatte sein eigenes Stück zum mähen, da Grace aber öfter bei den Kühen aushelfen musste, habe ich bestimmt 3/4 des Hofes gemäht. Aber mir hat das echt Spaß gemacht! Die Steuerung war am Anfang komisch, aber ich hatte es schnell raus und konnte dann im Eiltempo über den Rasen fahren. Auch wenn man mit dem Rasenmäher bestimmt 10 mph (16 kmh) fahren konnte, habe ich locker 2 Stunden für das ganze Grundstück gebraucht. Anschließend war ich mit dem Ranger draussen auf dem Maisfeld und habe Mais fürs Essen gesammelt. Zwischen dem ganzen Futtermais, wurden nämlich auch teilweise Zuckermais Reihen gepflanzt. Nachdem ich genug Mais für die nächsten drei Mahlzeiten zusammen hatte, bin ich zurück auf die Farm zum melken gegangen. Zum Abschluss des Tages war ich dann, passend zum Sonnenuntergang, mit Grace auf Quad Tour. Auch hier war es Anfang etwas schwerer zu lenken, weil so ein Quad ist schon groß und breit.
    Um kurz nach 8 konnte ich dann endlich meinen ganzen Schmutz abspülen und habe dabei bemerkt, dass ich sogar wieder etwas braun geworden bin. Ja denn so wie Samstag und gestern, war auch heute wieder strahlender Sonnenschein, bei bis zu 28°C.
    Nach dem Abendessen habe ich eben meine Sachen gepackt, denn morgen geht es in die Mall of America!
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  • Day13

    Zwei sind besser als eins!

    September 15, 2019 in the United States ⋅ 🌙 18 °C

    Ich war noch nicht mal ganz aus dem Bett, da hörte ich schon, dass schon wieder ein neues Kälbchen auf dem Weg ist. Diesmal war die Geburt echt aufregend, weil der Kleine nicht aus seiner Mama rauskam und Scott ihn letztendlich mit aller Kraft rausziehen musste. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich echt Angst um ihn hatte, weil wenn Kälbchen zu lange in der Mama bleiben, obwohl sie rauswollen, können sie auch sterben. Aber zum Glück ist ja alles gut gegangen und der Kleine bekam den Namen: Onno! Ein schöner Ostfriesen Name, den schon mein Ur-Opa trug. Mein Ur-Opa, ohne den es die Westerman(n) Familie nie so gegeben hätte. Also ist es eigentlich ihm mit zu verdanken, dass ich auf so einer tollen Farm gelandet bin.
    Nach dem Frühstück sind wir dann zum Gottesdienst der first baptism church gefahren. Ich muss ja immer wieder zugeben, dass auch wenn ich weder Kirchgänger bin, noch wirklich an Gott glaube, die Baptisten wissen, wie sie begeistern können. Tolle Lieder von einer Band begleitet und ein Pastor der mit Humor Gott und Aktuelles verknüpft.
    Nach der Kirche sind wir wieder nach Grey Eagle zur gestrigen Wedding Location gefahren und haben da nochmal ein zweites Frühstück eingenommen. Danach haben alle zusammen aufgeräumt, sodass wir schnell fertig waren und im angrenzenden See mit den Kanus fahren konnten. Als wäre das nicht genug, ist Quaid danach noch mit mir und dem Jeep über die Straßen und durch das tolle Wetter gedüst.
    Zum melken waren wir dann wieder rechtzeitig Zuhause und wir konnten da schon erahnen, dass bald ein neues Kälbchen kommen muss. Dass das kleine Ding, dann aber schon paar Stunden später aus seiner Mama wollte, wussten wir noch nicht. Aber ja, das neue Kälbchen Mädchen hatte sich überlegt um 21 Uhr rauszuwollen. Nun liegt sie noch ganz verschmiert neben Onno und schläft, bis sie morgen ihr erstes Fläschchen bekommt.
    Heute war übrigens der erste Tag, an dem Rudi ohne Flasche getrunken hat. Ich fühle mich echt wie seine Mami, denn von mir gab es das erste Fläschchen, ich bin mit ihm seine ersten Schritte gegangen, habe sein erstes "Muuh" mitbekommen und ich durfte uns sogar zu Piercing Freunden machen. Und nun kann er ohne mich trinken, das ist schon ein emotionaler Moment.😁
    Morgen früh werde ich dann gleich wieder nach allen meinen "Babys" gucken.
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  • Day12

    Wedding Day!

    September 14, 2019 in the United States ⋅ 🌙 15 °C

    Ich glaube heute hat sich der Glaube der Westerman's an Gott bezahlbar gemacht. Denn nach 3-4 Tagen voller Kälte und teilweise Regen, hat heute bei 26°C die Sonne geschienen.
    Heute morgen sind wir gleich um 9 Uhr zu Dawn's und Aaron's Wedding Location gefahren um zu dekorieren. Gegen halb 12 wurden mir dann die Haare und später auch Make-up gemacht. Ab 13 Uhr wurden schon die ersten Fotos gemacht und um 15 Uhr war Beginn der Zeremonie. Dawn sah umwerfend aus, ihr off-white Kleid aus Spitze hatte eine tolle Schleppe und einen schönen Rückenausschnitt. Passend zu dem Rückenauschnitt hatte Dawn eine feine Perlenkette die hinten über den Rücken hing, aber von vorne wie eine normale Kette aussah. Zum Glück war der Pastor echt gut und hat die richtige Prise Witz mit in die Zeremonie gebracht. Nach einer halben Stunde waren Dawn und Aaron dann rechtmäßig verheiratet und aus Dawn Evoniuk wurde Mrs. Cheney. Im Anschluss wurden noch mehr Fotos gemacht, bis es Dinner gab. Doch bevor man sich Essen holen durfte, gab es nochmal einen Einmarsch mit allen Bridesmaids und Groomsmen und natürlich dem Brautpaar. Das Dinner war ein kleines typisch amerikanisches Buffet mit Chicken, Coleslaw, Corn usw. Als Dessert gab es Hochzeitskuchen bzw. Schoko und Vanillekuchen, weil die eigentliche Hochzeitstorte zu klein für alle gewesen wäre. Damit war der offizielle Teil auch eigentlich schon vorbei und es gab nur noch hier und da paar kleine Spiele. Getanzt wurde noch lange und vielleicht auch immer noch, aber da morgen die Kühe trotzdem gemolken werden müssen, sind wir nicht bis zum Ende geblieben. Aber wir waren auch nicht die ersten die gegangen sind, deswegen war das bestimmt auch alles gut so. Mir hat es so oder so gefallen, denn ich habe jetzt bis auf 3, die in Oregon leben, alle aus meiner Familie kennengelernt und mit allen Cousinen und Cousins den Dancefloor unsicher gemacht. Morgen geht's eh wieder zurück um mit dem Brautpaar zu frühstücken und beim abbauen zu helfen.Read more

  • Day11

    Der Tag vor der Hochzeit

    September 13, 2019 in the United States ⋅ 🌙 9 °C

    Heute morgen haben wir schon relativ früh das Haus verlassen, um Dawn bei ihren Hochzeitsvorbereitungen zu helfen. Dafür sind wir zur wedding location gefahren und konnten uns schon ein einen ersten Eindruck verschaffen. Da es eine Outdoor Hochzeit ist, hat Dawn The Olive Branch Retreat als Ort ausgewählt. Außer einem großen Garten, mit angrenzendem See und Wald, gibt es ein großes, mediterran aussehendes Haus, wo heute und morgen schon die ersten Gäste bzw. der engste Familienkreis schläft. Dort haben wir dann heute schon die Zelte, Tische usw. aufgestellt. Ich bin ja tatsächlich begeistert von meiner Familie hier, denn sie ist so groß und alle sind hilfsbereit und kommen gut miteinander klar, man braucht also gar kein kostspieliges Aufbauteam, sondern nur so eine tolle Familie. Um kurz vor 5 sind Anna, Grace und ich dann auch gegangen, diesmal durfte ich sogar mit den Truck von Grace nach Hause fahren. Wieder auf dem Hof, die gleiche Prozedur wie jeden Tag, Kühe, Kühe, Kühe. Aber ich mag das total und heute war ich sogar alleine für das Heu zuständig. Dafür bin ich wieder mit dem Ranger hin und hergedüst, habe Heu vom Hänger auf und bei den Kühen wieder abgeladen. Ich find's toll wie viel ich alleine machen darf, weil das macht echt Spaß und man fühlt sich wie ein richtiger Teil des Familienunternehmens. Als wir eigentlich schon fertig waren, ist Scott allerdings aufgefallen, dass ein paar Kühe ausgebüchst sind und so waren wir nochmal locker 20 Minuten mit dem Kühe einfangen beschäftigt. Eben nach dem Abendbrot haben wir noch die Geschenke für Dawn und Aaron fertig gemacht, damit wir morgen gleich nach dem Essen los können. Ich freue mich schon auf die Hochzeit!
    Oh nein, jetzt habe ich es fast vergessen. Heute morgen kam mein drittes Kälbchen zur Welt, ich bin jetzt also Drillingsmama. Rudi und Sini haben eine neue Schwester: Rosalie bzw. Rosi, das passt so gut zu Rudi.
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