• Day45

    Santiago de Compostela - Abschied nehmen

    June 27 in Spain ⋅ ⛅ 18 °C

    Heute beenden wir unsere Reise auf dem Camino del Norte.

    Die Compostela - Pilgerurkunde erhalten wir ohne Wartezeit im Pilgerbüro.
    Wir betreten die Kathedrale noch einmal, dieses Mal durch die Heilige Pforte. Und sind fast enttäuscht, wie unspektakulär diese ist.

    Auf dem Platz vor der Kirche zieht eine mexikanische Pilgertruppe ein; singend, feiernd und mit lautem Hallo.
    An der Südseite der Kirche sitzend, lassen wir uns noch ein bisschen von der Sonne wärmen, die sich zwischendurch doch mal blicken lässt.

    Ab morgen sind wir wieder nur noch Touristen auf dem Weg in den Süden. Mit dem Flieger, wie die Meisten, nicht zu Fuß. 😄

    Damit nehmen wir Abschied und danken allen, die an uns gedacht haben, die uns Glück gewünscht haben, die sich aus der Heimat gemeldet haben und uns damit immer wieder den Rücken gestärkt haben.

    BUEN CAMINO!
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    Respekt! Ich hätte das bestimmt nicht durchgehalten.... Eine Wahnsinnsleistung von euch beiden!!! Ich freu mich schon, wenn du wieder da bist! LG, Steffi [Steffi]

    6/28/22Reply
    Margot Kaudelka

    Danke, aber es ist wirklich machbar! Man braucht Zeit und zäh muss man sein! 👍

    6/28/22Reply
     
  • Day44

    Santiago de Compostela - am Ziel

    June 26 in Spain ⋅ ⛅ 16 °C

    Nach 41 Tagen und 766 km sind wir heute am Ziel angekommen. Alles zu Fuß, ohne Bus, Bahn, Taxi oder Rolltreppen 😉 - wir sind schon a bisserl stolz auf uns. Und das Ganze eigentlich ohne größere Blessuren und Probleme!

    Haben wir morgens noch die Hoffnung, trocken bei Sonnenschein anzukommen, werden wir nachmittags eines Besseren belehrt. Den größten Regenschauer gibt's allerdings, als wir beim Mittagessen im Lokal sitzen. Gutes Timing ist alles! 😁

    Zusammen mit mehreren Pilger- (Schüler)-Gruppen ziehen wir in die Stadt ein, wo der Weg natürlich zuerst zur Kathedrale führt.
    Nachdem wir unsere Rucksäcke im Hotel gelassen haben, können wir auch ins Innere und zum Abschluss des Tages die Pilgermesse um 19:30 Uhr besuchen.
    Alleine an diesem Sonntag haben 1850 registrierte Pilger ihre Compostela (Pilgerurkunde) abgeholt. Im Gottesdienst dürften es noch viel mehr Menschen gewesen sein.
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  • Day43

    O Pedrouzo - wie ein Schul-Wandertag

    June 25 in Spain ⋅ ⛅ 17 °C

    Seit heute sind wir ja auf dem Camino Frances unterwegs. Die Wege hier auf den letzten Kilometern haben sich verändert. Sie sind viel breiter, immer abseits oder zumindest neben den Straßen und an manchen Stellen gibt es sogar extra Fußgängerunterführungen.

    Den ganz großen Pilgermassen sind wir wohl vorraus. Die Ferien fangen auch hier in Spanien erst an.
    Allerdings als Wanderwoche scheint der Camino beliebt zu sein. Mehrere Gruppen junges Gemüse trifft man immer wieder. In (ehemals) weißen Turnschuhen und mit Rucksäckchen auf dem Rücken. Zimmer und Gepäcktransport sind wohl organisiert, wie wir es bei manch anderen Wanderern auch schon gesehen haben.
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    Traveler

    Hallo zusammen, ist morgen die letzte Etappe? lg

    6/25/22Reply
    Margot Kaudelka

    Ja, morgen sind die letzten 20 km fällig! Die Füße freuen sich und wir auch! lg

    6/25/22Reply
     
  • Day42

    Arzúa - so wie gestern

    June 24 in Spain ⋅ 🌧 15 °C

    Heute ist der dritte Tag in Folge, an dem ich mir beim Abmarsch wegen des feucht-kalten, windigen Wetters Handschuhe gewünscht habe. Und das Ende Juni!
    Angeblich liegen ja die Temperaturen momentan um 7° unter dem Durchschnitt, aber das hilft mir momentan auch nicht weiter.

    Ein ganzer Tag fast nur im Regenponcho, auch wenn's die meiste Zeit - Gott sei Dank - nicht regnet sondern nur danach aussieht. 😏

    Wie man an den Fotos schon sieht: es gibt nichts Neues mehr zu fotografieren.
    Landschaft und Wege - siehe gestern, oder vorgestern, oder vorvorgestern!

    Nur die Pilger werden immer mehr. In Arzúa treffen sich Camino del Norte und Camino Frances. Und so sind wir auf die Pilgerschaaren von morgen gespannt!
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  • Day41

    Sobrado - Regen, nichts als Regen

    June 23 in Spain ⋅ 🌧 15 °C

    Losmarschieren konnten wir heute noch trocken.
    Dann aber folgt Schauer auf Schauer. Regenponcho an, Kapuze auf, Kapuze ab, Poncho aus, und dann wieder von vorne.
    Dazu 25 Kilometer Schotter- und Landstraße, unterbrochen von kurzen Matsch-Stücken.
    Da haben wir uns selbst gewundert, wie gut wir das durchgezogen haben.

    Kurz vorm Ziel erwischt es uns dann aber richtig und von den Knien abwärts sind wir klatschnass, inklusive Schuhe und Socken.

    Nachdem wir wieder trocken sind, werfen wir noch einen kurzen Blick in das Kloster Sobrado dos Monxes. Laut Google eine der spektakulärsten architektonischen Anlagen auf dem Nordweg.
    Eine südafrikanische Pilgerin hat extra ihr Zimmer storniert, nur um dort im Schlafsaal nächtigen zu dürfen. Das werden wir definitiv nicht tun! 😂
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  • Day40

    Miraz - unter Hundert

    June 22 in Spain ⋅ ⛅ 17 °C

    Gleich nach dem Losmarschieren haben wir die Hundert (Kilometer) erreicht! Ab jetzt sind die Kilometer 2-stellig!

    Wir haben festgestellt, in Galicien nehmen sie den Jakobsweg sehr ernst.
    Die Strecke ist so gut ausgeschildert und mit Kilometerangaben versehen, dass ein Blinder mit Krückstock sich nicht verlaufen könnte.
    Und die Wege sind so gut hergerichtet, dass man sich durchaus mal ein Stück Waldweg mehr, und ein Stück geteerten Feldweg weniger, wünschen würde.

    Noch einen Wunsch hätten wir: auf langen, einsamen Routen von 5 / 10 / 15 Kilometern würden wir uns manchmal eine Bank wünschen, oder ein Stück Leitplanke (ja, auch da kann man ganz gut sitzen) oder einfach nur einen passenden Stein 🪨.

    Doch wir wollen uns nicht beschweren.
    Nachdem man aber die Landschaft seit Wochen betrachtet hat, die Highlights wie Klippen und Felsen fehlen und die Landstraße einem immer länger vorkommt, wollen wir nur noch eins - ankommen!
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  • Day39

    Baamonde - heute mal wieder Herberge

    June 21 in Spain ⋅ 🌧 14 °C

    Die Strecke ist wie gestern: endlose Straße oder Feldwege rechts und links davon. Da das Wetter besser ist, entscheiden wir uns - den Füßen und der Stimmung zuliebe - für die Feldwege und kommen auch ganz gut voran.

    Schön langsam wird es aber eng mit den Unterkünften. Hier auf dem 'flachen Land' sind die Pensionen und Hotels dünn gesäht.

    Unterwegs überholt uns eine Gruppe junger Männer, die gestern beim Abendessen im Lokal schon für Stimmung 🥴 gesorgt haben.
    Und so befürchten wir, dass es selbst in der zwar großen aber einzigen Herberge eng werden könnte.

    Doch es gibt noch reichlich Platz; zumindest als wir ankommen. Später füllt sich der Schlafsaal mit insgesamt ca. 50 anderen Pilgern.
    Wir sind schon neugierig auf die Nacht. 🥵
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  • Day38

    Vilalba - ein harter Kampf

    June 20 in Spain ⋅ ⛅ 15 °C

    Die Straße von Abadín nach Vilalba ist wie mit dem Lineal gezogen. Für den Pilger geht's immer wieder rechts oder links davon auf Nebenstraßen und Feldwege.
    Bei Regen, Matsch und feuchten Wiesen entscheiden wir uns aber bald doch für die eintönige, harte, ewig lange Straße. Die drückt auf die Füße und auf's Gemüt.
    Nur mit Tee, Kaffee und Zaubertrank (Cerveza) halten wir durch. Das letzte Stück wird das Wetter etwas besser und wir trauen uns wieder in die Landschaft.

    Aber so ganz ohne Highlights, Sonne oder Meer, rückt der Wunsch endlich anzukommen immer mehr in den Vordergrund. Eine Woche brauchen wir ungefähr noch.
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  • Day37

    Abadín - vom Winde verweht

    June 19 in Spain ⋅ 🌧 11 °C

    Die Tagesform ist entscheidend! Das haben wir heute mal wieder gemerkt.

    Eigentlich hatten wir uns vor Tagen schon entschieden, nicht über den großen Hügel mit seinem gewaltigen Steilanstieg über 3,3 km auf 679 m Höhe zu marschieren, sondern den um über 5 km längeren, dafür aber um 100 Höhenmeter niedrigeren zu nehmen. Gestern Abend dann die spontane Entscheidung, dass uns der über fast die ganze Strecke quälend ansteigende Weg doch viel beschwerlicher erscheint als einmal ein heftiger, aber relativ überschaubarer Anstieg. Die Entscheidung war richtig, wie sich heute zeigte.

    Während in Mondoñedo noch die Fronleichnamsprozession vorbereitet wird, starten wir in Richtung Aufstieg.
    Obwohl das Wetter nicht wirklich mitspielt, ziehen wir die Bergpassage so gut wie am Stück durch.
    Sonne, Regen und Wind, heute ist alles dabei. Auf dem Bergrücken, umgeben von zig Windrädern 🤔, zeigt wetter.com Windgeschwindigkeiten von 66 km/h an. Und trotzdem fühlen wir uns großartig!

    Erst als noch Regen von vorne dazukommt, suchen wir Unterschlupf, um wenigstens trocken eine Kleinigkeit zu essen. Danach wird's sogar in den Schuhen nass!
    Doch auch der hört wieder auf, und wir sind fast trocken gepustet, als wir in unserer wunderschönen, modernen Pension mit Herberge ankommen.
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  • Day36

    Mondoñedo - heute nur im Schneckentempo

    June 18 in Spain ⋅ ⛅ 25 °C

    Gestern 20 km mit Berg dazwischen, morgen die Aussicht auf 400 Höhenmeter, da gönnen wir uns heute schlappe 9 km mit kleinem Berg. 😏
    Aber jeder Tag ist nicht gleich und so sind wir froh im Hotel anzukommen.
    Und da hier eine Herberge dazu gehört, können wir das Waschen der Maschine überlassen und haben viel Leine im Garten zum Wäsche aufhängen. 👍

    Den einen oder anderen Kilometer laufen wir dann doch noch, um in der Altstadt zu spanischer Zeit Mittag zu essen (14:00 bis 16:00 Uhr) und die lokalen Sehenswürdigkeiten zu besichtigen.
    Die angesagten Gewitter bleiben aus, die Wäsche ist nachmittags schon trocken. 😅👍
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