• Französisch-Polynesien Abschluss 🩵

    30. oktober 2024, Fransk Polynesien ⋅ ☁️ 25 °C

    Ich weiß, ich weiß… ich hinke völlig hinterher mit meinen Einträgen und das tut mir leid. Aber das Reisen, so schön es auch sein mag, ist sehr anstrengend und wenn ich mal eine freie Minute finde, dann schlafe ich oder versuche mich einfach auszuruhen.
    Bevor ich diese App und meine Berichte aber ganz versiegen lasse, werde ich mein System einfach abändern und nun mehr Bilder hochladen und nur noch lange Texte schreiben, wenn ich Zeit und Lust habe.
    Außerdem lade ich die Berichte dann nicht mehr immer Tageweise hoch, sondern eher nach Sehenswürdigkeit oder Ort, dann ist es auch auf der Weltkugel schöner zu verfolgen 😊 und man kann pro Eintrag nur 20 Bilder auswählen und das reicht für viele Tage kaum aus und kostet mich viel Zeit zum sortieren und auswählen.
    Da ich mir allerdings noch ein paar interessante Fakten notiert hatte, werde ich abschließend zu Französisch-Polynesien bzw. dem Atoll Rangiroa noch etwas schreiben:

    ✈️ Inlandsflüge zwischen den polynesischen Inseln (der einzige Weg, eine Fähre gibt es nur zwischen Tahiti und Moorea) haben eine Besonderheit - es gibt keine Sitzplatzvergabe. Wer zuerst kommt, malt zuerst 😂 da die Flieger aber selten ausgelastet sind, bleibt für die Meisten ein Fensterplatz verfügbar🤙🏽

    🪸 Auf ganz Rangiroa gibt es keinen einzigen Stein. Alles an Schotter und vermeintlichen Kieseln sind versteinerte Korallen! Das macht Stürze besonders lohnenswert und Barfußlaufen sehr schwer, denn sie sind super scharf. (Ja ich spreche in beiden Fällen aus Erfahrung😂)
    Zu den lebenden Korallen im Wasser habe ich auch etwas lernen müssen - sie sind giftig. Bei den starken Wellen und Strömungen unter Wasser muss man sehr nah am Riff bleiben, um sich ggf. festhalten zu können (natürlich nicht an lebenden Korallen). Hierbei ist es völlig normal, dass man sich den ein oder anderen Kratzer zuzieht. Ist ja nicht weiter schlimm. Ganz so einfach ist es leider nicht, denn auch der kleinste Kratzer wird nach wenigen Tagen zu einer Wunde und heilt dann nur sehr langsam, da die Korallen eben nun mal giftig sind. Aber die Einheimischen haben hierfür eine bombastische Heilsalbe aus Tamanuöl 🤙🏽

    ⛪️ Die Menschen auf Rangiroa sind sehr gläubig (überwiegend katholisch) und Sonntage sind hier heilig! Fährt man Sonntags mit dem Rad durch das verlassene Dörfchen, hört man die Einwohner gemeinsam singen und beten. Außerdem gibt es für ein so winziges Fleckchen Erde einen sehr beachtlichen Friedhof mit stattlichen Gräbern.

    ❤️‍🩹 Der letzte Fakt gefällt mir fast am Besten: es gibt keine Obdachlosen! Und das hat auch einen Grund. Die Menschen kümmern sich hier umeinander und wechseln sich ab, wenn jemand ein Obdach benötigt. Das Gemeinschaftsgefühl ist hier wirklich enorm groß und die Menschen halten zusammen!

    Abschließend verzichte ich auf ein gefühlsduseliges Resume, denn es waren wirklich Emotionen genug!
    Mein Tauchguide und Mitbewohner hat mir einige der Bilder und Videos zukommen lassen und zwar bin ich hier leider selbst nicht mit drauf, die Situation ist aber exakt wie ich sie erlebt habe und ich dachte, dass es euch vielleicht trotzdem interessiert und ist für mich eine tolle Erinnerung!😊

    PS: einen Fakt über Delfine kann ich hier wohl nicht unterschlagen… sie sind super verspielt und neugierig und genießen die Streicheleinheiten. Es kann aber auch passieren, dass die Männchen hierdurch sichtlich erregt werden und dann nicht mehr von den Tauchern ablassen. Außerdem können sie auch aufdringlich werden, wenn ihnen nach spielen zu Mute ist und dem Taucher nicht. Mein Tauchguide wurde in der Vergangenheit mal von einem jungen Männchen mitten im Pass auf den Boden gedrückt. Das ist zwar beides nicht die Regel, aber eben auch keine Seltenheit!
    Delfine sind also wundervoll und es war eine unglaubliche Erfahrung, es sind aber trotzdem wilde Tiere und sie sollten wie alles in der der Natur mit Vorsicht genossen werden!

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    Mich führte anschließend ein 1-stündiger Flug nach Tahiti und von dort aus ein 9-stündiger Nachtflug nach San Francisco. Ich hatte überhaupt nicht vor, nochmal in die Staaten zurückzukehren und das ist ein absolut unnötiger Umweg, in Anbetracht meiner Weltumrundung. Das ist allerdings der Nachteil an einer spontanen Reiseplanung und war für mich der einzige und bezahlbarste Weg, um mich nach Asien durchzuschlagen. Letztlich habe ich es aber kein bisschen bereut!😊🤙🏽
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