Wanderung entlang des SWCP in Cornwall. Atemberaubend schön. Ob bei Sonne oder Regen, absolut traumhafte Abschnitte mit Hügeln, Meer, Schluchten und Wiesen.
  • Day19

    Falls ihr mal Plymouth...

    September 13, 2019 in the United Kingdom ⋅ ☁️ 20 °C

    ... besuchen wollt: auf keinen Fall in den Backpacker's Lodge. So ne abgeranzte Hütte kenn ich sonst nur aus Russland.
    Eine Amerikanerin führt diese Unterkunft.
    Meist weniger gut gelaunt, aber weltbereist und viele Geschichten im Gepäck! Wir haben uns sehr angeregt unterhalten können, - mit meiner Zimmergenossin gab es Stress.
    Obwohl nur ein Doppelbett weiter, hatte sie Bettwanzenstiche...ich nicht!😅 Da gab es dann auch den ein oder anderen Wortwechsel.🙈

    Ansonsten kam sehr gemischtes Publikum dort unter. U.a. ein Kanadier, der seit 1 1/2 Jahren dort lebt und eine Wanderung des E1 plant.
    Die 8000Km wollte er im Frühjahr 2020 starten..., na, da hat ihm Corona mglweise einen Strich durch die Rechnung gemacht...
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  • Day17

    Thema Jacobs Ladder

    September 11, 2019 in the United Kingdom ⋅ ☁️ 17 °C

    Jau, wat n raaged Ding!
    Musikpub.
    111 Stufen hinauf von der Stadt, nahe des Hafens.
    Ein Mädel hinterm Tresen nimmt mich in Empfang und zeigt mir den 6-Betten-Raum.
    Toi auf m Flur für jedermann,- frau, ebenso das Bad, aber das ist okay,
    Den Flurboden und Fußboden im Zimmer betrachtet man bei hellerem Licht besser nicht, aber was soll's, ich will ja nur schlafen und tagsüber unterwegs sein.
    Also, schnell wieder runter in die Stadt.
    Nach all der schönen Natur und vielen Ruhe auf dem Pfad, ist Falmouth ein kleiner Schock: auf einmal sooo viele wohnungslose Menschen, die bereits am frühen Abend in den Eingängen der Banken u.a. Gebäude sich schlafen gelegt haben.
    War wohl nur ein Nickerchen, wie ich feststellen musste, als ich 1-2 Stunden später zu einem Stadtspaziergang aufbrach, die 111 Stufen hinunter und an ihnen vorbei ging.

    Als ich gegen 19.00 wieder oben im Pub ankomme, trinken schon die Ersten ihr xtes Pint (klar, ist ja ein typisch britischer Brauch) und die Stimmung ist beschwingt.

    Mittlerweile teile ich das Zimmer mit einer Italienerin, die ebenfalls auf dem SWCP unterwegs ist, jedoch Vieles mit dem Bus überbrückt und ohne Zelt (naja, meines trage ich ja auch nur noch mit, habe jedesmal gefroren...).

    Gegen 8 liegen wir im Bett, doch an Schlaf ist nicht zu denken. Die lauteste Musik-live-session steigt im UG! Yeah! Wenigstens ist die Musik ganz gut.
    Und dann kommt's!
    Gegen 9 öffnet sich die Tür und ein Typ voll wie 1000 Mann kommt schwafelnd auf uns zu, ohne Gepäck, ohne alles, und meint sich ins hintere Bett legen zu wollen!😳
    Wie bitte!? Das muss ein Irrtum sein! Fest im Glauben, er hat sich geirrt, helfe ich ihm zurück in die Kneipe und überlasse ihn sich allein.
    Kaum wieder in die Laken getaucht, steht eine weitere Mitarbeiterin im Zimmer und erklärt uns, dies sei ein mixed room, und der von mir/uns abgewiesene Kerl, brauche ein Bett! Aber sie sehe zu, was sich machen ließe ... Und wart nicht mehr gesehen. Puh! Ich war froh 😅
    Doch wir waren uns einig: in diesem Ding keine weitere Nacht mehr.
    Mit Glück konnte ich in einem Backpacker Lodge ein Bett in einem "Frauen!Mehrbettzimmer" noch buchen, die Italienerin war glücklos und entschied, den Bus zurück nach Truro zu nehmen... Wie gesagt, es ist nicht einfach, eine bezahlbare Unterkunft zu bekommen.
    Schlafen ging zunächst im Ladder nicht, und so zog ich mich an und "feierte" bis 11 mit, - dann konnte ich wirklich nicht mehr.

    Am nächsten Morgen die böse Überraschung.
    Ein angepisster Besitzer am Telefon, der auf uns schimpfte,- englische Höflichkeit war hier weit gefehlt,- , doch unbeirrt und betont ruhig auf ihn einredend, gab es schließlich einen Teil der bereits gezahlten 2.Nacht zurück. Aufs Frühstück habe ich dennoch verzichtet, mein Magen war nach all der Aufregung wie zugeschnürt.

    Also, auf in die neue Unterkunft. Einige Km Richtung Westen.
    Die Besitzerin kam gerade vom Baden aus dem Meer (um 8.30 später als gewöhnlich), ließ mich meine Sachen abstellen und bat um Verständnis, dass erst ab 17.00 Check in sei.
    Aber das kannte ich ja schon.

    So besorgte ich mir was leckeres zum Essen (Sandwich, Avocado und Salt&Vinegar Chips!, ich bin verrückt danach...) und machte mich auf, Richtung Helford, die Lücke zu schließen.

    Herrlich war der Tag! Sonne, Wärme, eine leichte Brise, zum Meer abfallende Wiesen, schmale Küstenwege und Buchten mit belebten Strandabschnitten.
    Hin, bis oberhalb des Herford Rivers, durch einen wunderschönen Eichenwald, und wieder zurück nach Falmouth, das teuerste Tribute trinkend in einem kleinen Foodtempel. Bier trinkt man besser im Pub😉
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  • Day17

    Auf nach Falmouth

    September 11, 2019 in the United Kingdom ⋅ ☀️ 18 °C

    Falmouth, die schöne Hafenstadt ist mein nächstes Ziel. Um die Helfordpassage mit Schiff zu umgehen, beschließe ich, den Bus zu nehmen um von Falmouth aus Richtung Westen den Lückenschluss zu laufen. Soweit, so gut.

    Vor Tagen bereits zwei Nächte in einem Musikpub gebucht; the Jacobs Ladder.
    Was hab ich mir dabei nur gedacht🤷‍♀️!!!

    Davon mehr später...
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  • Day17

    Die Britjapanerin

    September 11, 2019 in the United Kingdom ⋅ ☀️ 5 °C

    Da liege ich in einem 4-Bettzimmer mit einer ca. 10 Jahre älteren Britin aus Yorkshire. Sie macht alleine Urlaub, wovor ihre Nachbarn und Freundinnen warnten, - die Gefahr als Frau "raped" zu werden, sei zu groß! Darüber konnte sie nur den Kopf schütteln und gab mir zu verstehen, dass es wichtig sei, neue Schritte zu wagen, andere Menschen und Geschichten kennenzulernen, sowie neue Gegenden zu erkunden, auch mit über 60!

    Und so erzählte sie mir von einer seltsamen, extrem anstrengenden und befremdlichen Begegnung im YH den Tag vor meiner Ankunft.
    Ihr ahnt schon?! Ich auch, sofort, und fürchtete ein erneutes Aufeinandertreffen mit diesem "Unruhegeist".
    Aber im Gegensatz zu dieser sehr netten und offensichtlich empathischeren Yokshirein, ist es mir ja in Penzance nicht gelungen, der "jungen" Britjapanerin behilflich zu sein (sie hatte meine Hilfsangebote ja mit Abwehr und Stöhnen abgetan...) .
    Nun, so jung ist sie gar nicht mehr , sah nur so aus. Sie war auf der Flucht vor einem Typen aus London, der ihr nach dem Leben trachte (n sollte), aber wer weiß schon, was wahr ist. Doch offensichtlich völlig verängstigt und mit pathologischem Habitus, reagierte meine Zimmergenossin auf dieses Verhalten und begruff, dass nan tötig werden musste!
    Sie leitete in die Wege, dass alle YH auf der Peninsula bis Penzance informiert wurden, um dieser Frau irgendwie zu helfen. Sie flüchtete nämlich beinahe täglich von einem Youth Hostel ins nächste an der Küste. Immer die gleichen.
    Das, was sie ständig des nachts verpackte und abband, war ihr ganzes Hab&Gut! Ist doch furchtbar!

    Nach dieser Geschichte jedenfalls habe ich mich gefragt, wieso ich nicht begriffen habe, dass da etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist!? Mehr als nur ein Spleen...
    Habe mich ein Stück schlecht gefühlt, aber zugegebenermaßen auch erleichtert, dass ich dieser Situation nicht erneut ausgesetzt war!
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  • Day16

    Abends im Pub

    September 10, 2019 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 17 °C

    Mein rituelles Bier zu einer Mahlzeit am Abend, ist begleitet von einem Gespräch mit Einheimischen, das erst zum 2. Mal auf dieser Reise (das 1. Mal in Perranporth am 3.Tag an der Küste, als ich keine Unterkunft fand und in einem Pub hilfesuchend einfiel).
    Sie fragten nach meinem Aufenthalt und zeigten sich überrascht, aber anerkennend, dass ich ( als nicht mehr so junge Frau) alleine auf dem SWCP unterwegs bin, ohne Organisation, ohne Wander Partner..

    Essen war lecker, Bier sowieso. Und dann wollte ich zahlen. Und zwar bar. Meine ec-Karte nicht dabei.
    Dem Wirt reichte ich meinen -zugegebermaßen lapperigen - 20Pfundschein💷.
    Den lehnte er ab mit der Begründung, der sei nicht mehr gültig! Ooops, davon hatte ich gehört. Es wurden vor 1,2 Jahren neue Pfundscheine eingeführt und die Übergangszeit der alten Scheine war bereits abgelaufen.
    Da hatte mir dich jmd dieses alte Ding andrehen können!!! Mir "bloddy" Touristin!
    Er weigerte sich nach wie vor, mich damit zahlen zu lassen und schlug vor, in der nächsten größeren Stadt den Schein einzutauschen. Jetzt solle ich mit Karte zahlen.
    😁
    Konnte ich aber nicht, lag im YH verschlossen im "Safe".
    Es ging hin und her, aber es gelang mir deutlich zu machen, dass er ja wohl eher auffer Bank umtauschen könne...und blieb stur.
    Ich hatte ja so den Verdacht, dass ich am Abend vorher von ihm den Schein angedreht bekam, denn viel Bargeldzahlungsverkehr hatte ich überhaupt nicht!
    Zähneknirschend nahm er das Geld an sich, ... ein Dankeschön und schönen Abend wünschte er mir indes nicht! 😄
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  • Day16

    Ode an den cornischen SWCP

    September 10, 2019 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 18 °C

    Süß ist die Erinnerung an meinen ersten Thru hike. Ein Teil des Küstenpfades in Cornwall zu begehen, schien mir ein leichtgemachter Einstieg.
    Das Meer zu Orientierung in Richtung Süd, Südosten stets auf der rechten Seite, bewältigbare 18-24 Km täglich, durchaus mit Höhenmetern zu bewältigen, aber machbar.
    Den Regen empfangen, wenn er kommt, die Sonne umarmen, wenn sie scheint und dem Wind begegnen, wenn er mich streift ( und das tat er kräftig und beinahe täglich 😃, das war so nicht erwartet)!
    Dies waren meine Erwartungen, dies die möglichen Wetterbedingungen, denen ich freudig entgegenging.
    Und währenddessen die unbeschreibliche Schönheit und besondere Atmosphäre, das Licht und den Duft dieser abwechslungsreichen Gegend genießen...
    Heute vor 1 Jahr bin ich gestartet. Alleine. Mit Rucksack, Zelt und Neugier.
    Mein Start in das Sabbatical, um harte Jahre mit "besonders herausfordernden" Arbeitsbedingungen abzuschütteln und zu durchwandern.
    Nun, nach einem sehr guten Start und viel Freude zurück im Arbeitsleben, möchte ich meine Wanderung auf dem SWCP bebildert und mit kl. Geschichten abschließen.
    Das erklärte Ziel war (und ist) zurückzukehren, Neues zu erwandern, verpasste Buchten noch live zu sichten, - dann, wenn man wieder sicher auf die Insel kann😉.
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  • Day16

    Coverack...

    September 10, 2019 in the United Kingdom ⋅ ☀️ 12 °C

    ...einer der schönsten Tage!

    Sonne, kein Gepäck, die Luft duftet unglaublich und der Walk ist interessant.

    Nach ca. 8Meilen lande ich an einem Strand und der Weg, das Symbol der Eichel des SWCP, ist nicht mehr zu sehen😳? Hä? Wo geht's weiter? Doch nicht etwa die Felsen am Strand rauf?!

    Nach einigem hin und her-irren, entscheide ich, den 1. Strandtag einzulegen und bin froh, dass ich heute nicht mit Samt und Zeugs weiter muss.
    Aber wo wird es morgen lang gehen ?

    Da ich beschloss auf dem Rückweg über das Landesinnere einen Rundweg zu laufen, den Pfad des SWCP nach wie vor nicht finden kann und auch mein Map mir den Weg nicht zeigen will (der hört einfach da am Strand auf), entschließe ich wieder den Bus zu nehmen, um dann von Falmouth in entgegengesetzter Richtung die Lücke bis zur Helford Passage zu nehmen. 👍
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  • Day15

    Kurz vor der 1. Flussüberquerung

    September 9, 2019 in the United Kingdom ⋅ 🌧 15 °C

    Coverack ist der letzte Ort mit Übernachtung, bevor man die HelfordPassage erreicht und in den Bereich rund um Falmouth eintritt.

    Erneut bleibe ich 2 Nächte im YH, der Fuß zwackt und fordert Schonung ein, so dass Tagestouren ohne Rucksack mir sinnvoll erscheinen.

    Von 9.00 bis 16.00 laufe ich , mit 30 minütiger Pause gegen 13.00 als die Sonne rauskommt und ich mich trockne. Das Gute auf dem SWCP: regelmäßige öffentliche, topgepflegte Toiletten, reichlich Wasser zum Nachfüllen und im Sommer Budchen, die Verpflegung anbieten. Was für n Luxus!

    Am Abend gehe ich in den einzigen Pub im Ort und stille meinen "Salathunger" ! Salat, Salat, Salat, -dabei gäbe es herrlichen Fisch. Na, jedenfalls das lecker Bier muss sein, vorzugsweise ein Tribute (Pale Ale😋)!

    Der Weg zum YH ist so schön. Es liegt oben auf den Höhen und nan blickt über die See. Vor Coverack liegen Tanker. Einer bereits seit Jahrzehnten, von einem Deutschen, dessen Reederei pleite gefangen ist. Jo, und dann bleibt das Ding da einfach liegen...
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  • Day14

    Lauf noch immer allein...

    September 8, 2019 in the United Kingdom ⋅ 🌧 13 °C

    ...und soll sich für diese Reise auch nicht ändern.

    Und am nächsten Morgen der angekündigte Regen auf meinem weiteren Weg nach Coverack.

    Eben noch Wasser aus dem Himmel fast 4h lang, dann... klart es auf😊 Doch davon morgen mehr, wenn ihr wollt!?Read more