• BALI - Bike Adventure Kintamani, Part 1

    16 juli 2025, Indonesien ⋅ 🌫 19 °C

    Nach dem Frühstück wurden wir heute um 7:30 Uhr von unserem Guide Mudita und Fahrer Norman abgeholt. Auf gehts zum Biketrip durch Dörfer & Reisfelder mit einigen Besichtigungsstopps am Weg.

    Zuerst fahren wir ca 1 Std rauf Richtung Kintamani. Am Weg dorthin besichtigen wir eine Kaffeeplantage bzw bauen sie dort auch jede Menge andere Kräuter und essbare Pflanzen an. Mudita erklärt entlang des Lehrpfads viel, einiges haben wir auch schon beim Kochkurs gelernt. Die Kinder interessieren sich am meisten für die Kaffeeherstellung und können da auch einiges selbst ausprobieren. Beim Thema Luwak-Kaffee war natürlich zuerst alles igitt-igitt und Emilia hat die Luwak-Bohnen sofort mit einem lauten "Wäääh" zurück in die Schüssel geschmissen 😂 Es ist nämlich so, dass ein Luwak (Tier) die Bohnen verspeist, weil die Fermentation beim Verdauungsprozess macht die Bohnen weicher und sie erhalten ein anderes Aroma... was hinten rauskommt wird gereinigt, getrocknet, weiterverarbeitet. Dann ging's zur Verkostung verschiedener Tees und Kaffees, inkl. Luwakkaffee 😉 und Trinkschokolade - alle haben (fast) alles probiert. Ein paar Kleinigkeiten nehmen wir für zuhause mit, leider ist ja nicht allzuviel Platz in den Rucksäcken übrig.

    Stopp 2 war der Frühstücksplatz mit einer traumhaften Aussicht auf den (aktiven) Vulkan Mt. Batur. Wir wählten alle vier das typisch indonesische Nasi bzw Mie Goreng, etwas Obst und Bananenfritters.

    Danach erhielten wir die Räder für den Trip. Kurz war's gewöhnungsbedürftig, weil Vorder- und Hinterradbremse genau verkehrt herum waren, aber Hauptsache sie funktionieren gut 😉

    Auf der Fahrt hielten wir bei einer Grossfamilie an. Mudita machte uns im Vorfeld bereits mit den gesellschaftlichen Regeln, wie diese Familien zusammenleben, welche Rolle die Familientempel spielen, und das Kastensystem vertraut. Da waren einige Aha- und Oh-Momente dabei 😉 Die Familie war gerade damit beschäftigt eine große Feier zu Ehren des Familientempels vorzubereiten, ganz besonderer Wert wird auf Opfergaben und Dekoration gelegt. Muditas Mama bspw macht JEDEN Tag 36 (!!) frische kleine Opferkörbchen für die Götter für diverse Zimmer im Haus, für Garten, Motorroller, Auto usw. Wir hatten diese Gestecke auch in unserer Villa in Ubud in allen Ecken: auf den Stufen zum Haus, auf der Anrichte, in den Zimmern, beim Ofen, Kühlschrank usw
    Diese Familie hat vier Söhne. Söhne bleiben in Bali meist daheim im Familienbund, in einem eigenen Häuschen und eigener Küche (Extrahütte), wenn sie selbst eine Familie gründen. Anders als bei uns ist der Jüngste der Hoferbe, weil er länger lebt und sich ggf um die alten Eltern kümmern kann. Der MUSS zuhause bleiben, die älteren haben zumindest die Wahl, wegzuziehen. Töchter, die heiraten, ziehen fix zur Familie des Mannes. Die Familie war wirklich ganz reizend. Besonders stolz sind sie auf die Honigproduktion. Sie haben "unsere" Honigbienen, aber auch Trigonabienen, die so klein wie Moskitos sind. Der Honig ist besonders gesund und exklusiv. Verkostungsprobe für daheim: check 😉
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