• Palacio de Pena. Märchen Teil 3

    October 16 in Portugal ☀️ 25 °C

    Mit einem Uber, einem weißen Tesla und einer Fahrerin- das kann man jetzt bei Uber extra bestellen fahre ich kreuz und quer durch die Gegend. Ich will zum Pena Palast. Sie trägt das nagelneue Auto in jeder Kurve auf Händen hinüber. Bei Gegenverkehr bleibt sie STEHEN!!! WAS HAB ICH MIR DA ANGETAN. 20-25 Minuten sollte die Fahrt dauern, wir brauchen das Doppelte! Warum ich es so eilig habe? Mein 2. Timeslot Ticket. Und da sind sie nicht lustig, die Wärter! 15 Minuten nach Einlass springe ich praktisch aus dem fahrenden Auto und rase zum Einlass. Oben beim Palast bekomme ich ein bisschen geschimpft. Depp bleda! Was will er denn machen? Auf die Bemerkung "you are late", sage ich "and....?"
    Na ja. Dafür habe ich wirklich den ganzen Berg gesehen und muss sagen. Wahnsinn! Den zu erkunden. Aber mit eBike. Sausteil! Kopfsteinig. Und super eng. Aber was für Anwesen und Gässchen! Und alles im Wald. Sehr genial!
    Zum Palast habe ich den Bus gebucht. Übrigens ist Portugal extrem elektrifiziert. So ziemlich der gesamte Öffiverkehr ist E und sehr, sehr viele private Autos auch. Krass wenn hinter mir als Radlerin so ein Teil nachschleicht. Sind echt schwer zu hören. Und, die Portis fahren einfach nicht vorbei. Es ist zum aus der Haut fahren. Und am meisten ärgert es mich, wenn so ein Lulli ewig hinter mir herumschleicht und er schon angehupt wird!
    Aber anderes Thema. Der E-Bus bringt uns zum Schloss.
    Früher stand hier nur eine Kapelle und Ferdinand 2, ein in Wien geborener Sachsen Coburg Sprössling ließ diesen wunderschönen Palast Mitte des 19. Jhd bauen. Auch jeglicher Stilverbundenheit entbunden verwirklichte sich der Architekt Baron von Eschwede hier. Wild auf riesige Felsen gebaut, mit Blick auf die Maurenburg, weit hinaus an die Bezirsränder von Sintra- der Atlanikküste, in der Ferne Lissabon ahnend errichtete er ein archtektonisches Wunderwerk.
    Ferdinands Frau begann den wunderschönen Park zu pflanzen.

    Trotz der vielen anderen Bewunderer habe ich einen eindrücklichen schönen Tag erlebt und Sintra hat sich tief in meinen Kopf gegraben. Wie gut, dass ich hier war!

    Den Weg zum Bahnhof bewältige ich durch die Parkanlagen, teilweise extrem Stein, immer das schlimme Kopfsteinpflaster- also eigentlich sind es "cobble stones", das ist noch viel Schlimmer, weil rund! Gerade rechtzeitig komme ich beim Zug an und 5 Minuten später rattern wir schon zurück nach Lissabon. Jetzt kann ich auch gut hinausschauen, weil ich keinen Gesprächspartner habe.
    Endlos lange durchqueren wir Satellitenstädte, die ban lieu von Lissabon. Diese sind viel, viel größer als das was wir an Lissabon sehen. Aberhundertausende Menschen wohnen eng auf eng, weit weg von Stränden und Stadt, hier in diesen Wohntürmen.

    Für mich ist der Aufenthalt in Lissabon, einen Tag früher als geplant, zu Ende. Die schönsten Teile, Cascais, Belem, Sintra habe ich gesehen. Und. Das Radl fehlt mir. Ich freu mich auf einen frühen Aufbruch. Es gibt viel zu radeln...
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