Manchmal ist es nicht so leicht von Sagres nach Al
October 20 in Portugal
☁️ 19 °C
In Sagres war ich in einem kleinen Hostel mit 2 polnischen Surfermädels, die nicht am Meer wohnen 🙈.
Mein Radl macht irgendwie Faxen und Franzi meint, es braucht Öl. Beim Chinashop bekomme ich so was, aber solange das Rad so unglaublich dreckig ist, will ich das nicht machen.
Mit starkem Gegenwind starte ich in bewölktem Wetter die Reise. Es ist sehr mühsam, da meine Vorderbremse schabt. Also doppelte Arbeit! Brrrr. Ich kann nicht einmal ohne treten bergab fahren.
Voller Verzweiflung radle ich sogar ein paar Kilometer zurück, weil ein Radgeschäft so gute reviews hat.
Natürlich ist der hochnäsige Schnösel nicht in der Lage was zu tun und auch nicht bereit. Er verleiht nur E-bikes... was soll ich sagen... rundherum Golfplätze und so...
Auf maps entdecke ich im nächsten und wohl fast berühmtesten Dorf der Algarve, Lagos, eine Werkstatt.
Er wechselt die Backen vorne, obwohl Franzi nachher meint, dass es der Kolben und nicht die Beläge wären. Na ja, mir ist leichter und ich bin 20 Euro los.
Am Weg zu meinem Ziel, ohnehin nur mehr gute 10km weg, entdecke ich endlich eine Waschanlage und ich kann den Dreck mit dem Hochdruckreiniger abspülen.
Für morgen, an meinem Rasttag werde ich das Rad dann einmal gut warten. Mein armer Mann muss mir alles 100x erklären, aber ich denke ich schaffe es.
Recht viel Spaß habe ich am Weg nicht und irgendwie ist es heute recht schwer. Das ewige Schaben im Ohr macht es noch härter!
In Lagos schlängle ich mich durch Menschenmassen. Schon wieder. Die Gasserl eng und voller Souvenirshops. Irgendwie sind das alles Amis oder so.
Ich entdecke eine große Austernfarm. So was habe ich noch nie gesehen. Was arg ist, ist, dass bei Ebbe alles über Wasser in der Lagune ist. Das muss ja eine Qual sein für die armen Viecher.
Fleißig sammeln Muschelsammler Venusmuscheln. Sie sind kultureller Bestandteil dieser Gegend.
Recht erleichtert und ziemlich kaputt checke ich im wohl schönsten Hostel der Welt ein. Alles ist riesig und weiß. Das Zimmer- in Lissabon wären hier 20 Betten drin- hier 4 hat ein eigenes Bad für uns. Ich wohne mit einer Brasilianerin, die in Faro im Krankenhaus arbeitet und hier Kurzurlaub macht. Es ist wie ein Privatzimmer! Alles ist so sauber und edel!
Es gibt sogar einen Swimmingpool!
Beim Nachbarn trinke ich zwei Feiertagsbiere und freu mich aufs Bett.
70 km und starke 808 HöhenmeterRead more

















