• Tag 15 - eine Etappe der Superlative!

    August 6, 2024 in France ⋅ ☀️ 16 °C

    Col du Palet - Refuge Plan du Lac
    (25,7km/ 7:40 Stunden⬆️1080m⬇️1355m!!!)
    Eigentlich sollte das Motto heute lauten: „Sleep high, train low!“, aber es kam mal wieder anders!😄
    Die Nacht in der Höhe war sehr ruhig (mal abgesehen von Christians knarrender Matratze 🤪), sternenklar (was für ein Sternenhimmel!🤩) und KALT! Selbst zum Frühstück war der Schlafsack noch angemessen, aber dann kam schon bald die Sonne hoch und es wurde wieder ein heißer Tag.
    Vom Col ging es unter den Liftanlagen des Skigebiets hindurch in Richtung Tignes. Am Kreuz von Lognan hatten wir richtig „Aussicht“ auf diese Retortenstadt (Kommentar unseres Wanderführers) und waren schnell überzeugt, dass wir nicht weiter durch die Wintersportorte wollten, sondern haben uns für die vorgeschlagene Variante GR 55 entschieden. Trotzdem mussten wir den Ort erstmal zum Einkauf besuchen. Danach ging es steil aufwärts Richtung Col de la Fresse 🤭 immer am Sessellift entlang (das erfordert schon mentale Stärke 💪 oder man ist ein bisschen bekloppt!🤪). Oben angekommen, wurde es ruhiger, frischer (bis kühler Wind) und es boten sich wieder unglaubliche Ausblicke, unter anderem auf mehrere Gletscher.
    Am Col de la Leisse (2767m) haben wir den höchsten Punkt der Tour erreicht. Dann ging es an zahlreichen Bergseeen vorbei das Leisse-Tal hinab zum Refuge de la Leisse. Und dann begann der ungewollte lange zweite Teil. Da wir ja wieder im Nationalpark waren, gab es keine Übernachtungsmöglichkeit ohne Reservierung. Als wir hörten, dass nur noch ein Platz frei wäre, hatten wir uns schon entschlossen, zu dritt in einem Zelt zu schlafen. Aber es ging um die Personenanzahl - keine Chance - also weiter! Noch sehr angenehm, denn der Weg führte ziemlich gemütlich durch ein beeindruckendes Tal - in der Mitte der brausende Fluss, steile Hänge an beiden Seiten (teils grün und blühend, teils Schotter). Aber auch am Refuge d‘entre deux eaux hatten wir keine Chance.😔 Nachdem wir Omelette au fromage (leider das schlechteste bisher) verspeist hatten, bot die Hüttenwirtin an, für uns beim nächsten Refuge anzufragen. Ohne Essen gab es die Möglichkeit zum Biwakieren. Also noch mal eine Stunde länger, natürlich bergauf und vor allem wieder auf dem GR 5 zurück.🙈 Das heißt dann morgen erstmal auf demselben Weg zurück. Aber egal! Gegen halb 7 war endlich Zeit zum Ausruhen!
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