Day 10 🇸🇿
11. juli, Swaziland ⋅ ⛅ 22 °C
Zum Glück habe ich (Dömu) darauf bestanden, einen ganzen Tag in Swaziland zu verbringen. Das Land ist unglaublich. Es ist in drei Ebenen aufgeteilt die subtropische, die Talebene und die Berge.
In den Subtropen werden Ananas und Wassermelonen angebaut. Die Talebene ist mit der Hauptstadt Mbabane das Industrieherzstück und die Berge liefern Edelmetalle und vor allem Holz.
Eswatini spricht SiSwati, was eine Bantu Sprache ist und da ich ja seit nun 100 Tagen Swahili lerne, was auch eine Bantusprache ist, kann ich einige Dinge verstehen, ebenso mit isiZulu und isiTswana. Auch interessant hier ist, dass indoeuropäische Sprachen konjugieren. Ich du er wir ihr sie etc etc... das macht jede indoeuropäische sprache. Bantusprachen machen das nicht. Die haben stattdessen die Nomenklassen bspw. M-Mi oder Ki-Vi etc. diese definieren dann was der Wortstamm also das Nomen im Detail bedeutet. In Swahili zb. Ist ein Wortstamm "handisi" das heisst etwas wie "erschaffen" wenn ich die Nomenklasse M-Mi anwende wird es zu Mhandsi (singular) oder Mihandisi (plural) die M-Mi Klasse wird verwendet für Personen, Orte und Pflanzen (zumindest in Swahili) das heisst ein Mhandisi ist ein Mensch der erschafft, also ein Ingenieur bspw. Worauf ich jetzt also hinaus will... Viele Orte beginnen hier mit einem M wie eben die Hauptstadt Mbabane, dies nutzt genau diese Nomenklassen und heisst nichts anderes als der Ort Namens Babane, und so nennen sie es dann eben auch. Babane. Dies ist ein Phänomen dass man praktisch in ganz Afrika beobachten kann, da eigentlich ganz Subhara-Afrika Bantusprachen spricht.
Btw diese Sprachen sind nominell zwar auf der selben Ebene wie die indoeuropäischen Sprachen das heisst Zulu ist von Swahili nominell gleichweit entfernt wie Albanisch von Norwegisch doch tatsächlich sind alle Sprachen sehr ähnlich und in etwa so weit entfernt wie holländisch zu schweizerdeutsch, wenn man also eine Bantusprache spricht kann man tatsächlich mit einem ganzen Kontinent sprechen und zirka 1 Milliarde Leute, man kann es also nur empfehlen.
Das heutige Eswatini entstand im frühen 19. Jahrhundert unter König Sobhuza I. und König Mswati II., nach dem das Volk der Swasi und später auch das Land benannt wurden. Unter Mswati II. konnte das Königreich sein Gebiet ausdehnen und sich gegen benachbarte Völker behaupten.
Ende des 19. Jahrhunderts geriet Eswatini zunehmend unter den Einfluss europäischer Kolonialmächte. Nach dem Zweiten Burenkrieg (1899–1902) übernahm Großbritannien die Verwaltung des Landes und erklärte es 1903 zum britischen Protektorat Swaziland. Im Gegensatz zu vielen anderen afrikanischen Staaten blieb die traditionelle Monarchie jedoch bestehen. Die britische Verwaltung regierte gemeinsam mit dem Königshaus, wodurch viele kulturelle Traditionen erhalten blieben.
Am 6. September 1968 erlangte Swaziland seine Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich. Zehn Jahre später löste König Sobhuza II. das Parlament auf und führte wieder eine absolute Monarchie ein, ein politisches System, das bis heute besteht. Seit 1986 regiert König Mswati III., einer der letzten absoluten Monarchen der Welt.
Im Jahr 2018, zum 50. Jahrestag der Unabhängigkeit, wurde der Staatsname offiziell von Swaziland in Eswatini geändert. Der neue Name bedeutet in der Landessprache siSwati „Land der Swasi“ und sollte die nationale Identität stärken sowie Verwechslungen mit der Schweiz (Switzerland) vermeiden.
Kulturell spielen Traditionen bis heute eine zentrale Rolle. Besonders bekannt sind die Umhlanga-Zeremonie (Schilftanz), bei der jedes Jahr Tausende unverheiratete Frauen dem Königshaus ihre Ehre erweisen und traditionelle Tänze aufführen, sowie die Incwala-Zeremonie, das wichtigste religiös-kulturelle Fest des Landes. Diese Feste verdeutlichen, wie eng Geschichte, Kultur und Monarchie in Eswatini bis heute miteinander verbunden sind.
Als Aktivität verfolgten wir heute mehreres zum einen das traditionelle Bangen um die eingezogene Kreditkarte am Bankautomaten und den folgenden Gang zur Bank und die unglaubliche Hilfe der Angestellten ihren Arbeitstag unseretwegen zu verlängern und nochmals das halbe Land zu durchqueren um uns die Karte zurückgeben zu können, sowie das bereitstellen des eigenen limitierten Internets für uns damit die Karte in der App entsperrt werden konnte.
Natürlich ist das nichts traditionelles und rückblickend auch eher lustig aber zum Zeitpunkt schon sehr beängstigend. Aber eben auch sehr bezeichnend der Kultur der Swasi. Sie sind unglaublich hilfsbereit und würden alles für Leute tun, die Respekt zeigen. Letzterer Teil ist aber wirklich essentiell.
Danach gehen wir auf eine Reitsafari und wir sind uns einig... Das ist das wohl allerbeste Erlebnis das man machen kann... Denn die Tiere scheuen sich nicht vor den Pferden und man ist wirklich hautnah an den Tieren. Wir hätten wohl die grasenden Zebras sogar berühren können wenn wir gewollt hätten so nah waren wir und die Pferde fühlten sich auch so wohl neben den Wildtieren, dass auch sie selbst direkt zu fressen begannen. Einfach ein unglaubliches Erlebnis.
Zum Schluss noch das Cultural Village wo wir alles über die Kultur der Swasi lernen und auch hier sind wir uns einig es ist schön es mal gesehen zu haben aber die Kultur ist wahrhaftig schockierend für uns...Læs mere





























RejsendeOh wow! Sehr interessante und informative Bricht 👍
Rejsende
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Rejsende
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