• Von Iquique nach Arica

    10. maj, Chile ⋅ ☀️ 26 °C

    Obwohl es nur etwa 300km von Iquique nach Arica sind, brauchen wir zwei Tage für die Strecke. Wir haben ja Zeit und es ist so schön warm, wozu also beeilen?! Gleich hinter Iquique gibt es die Weltkulturerbe Stadt Humberstone, auch wie so viel Orte hier, ehemalige Salpeterstädte. Micha möchte der Stadt einen Besuch abstatten, aber am Eingang teilt uns die Angestellte mit, dass man etwa zwei bis drei Stunden für den Besuch braucht und nun wäre bis Schließung nur noch eine Stunde Zeit. Also verschieben wir den Besuch auf die Rückfahrt, wenn wir vom Norden wieder runter fahren. So suchen wir uns ein schönes Plätzchen in der nahe gelegenen Reserva Natural de Tamarugal. Hier ist mitten in der Atacama-Wüste ein "Wald". Nicht so ein richtiger Wald, aber hier sind viele viele Tamarugo Bäume. Diese sind an den salzigen und trockenen Boden angepasst und haben Wurzeln, die bis 8 m in die Tiefe reichen. Beim Salpeterboom wurden so gut wie alle Bäume gerodet, aber vor einigen Jahren hat man einen großen Teil des Gebietes wieder aufgeforstet und zur Naturreserve erklärt. Eine merkwürdig schön aussehende Landschaft.
    Am nächsten Tag fahren wir bis kurz vor Arica und lassen uns dort in der Caleta Vitor nieder. Das ist eine kleine Palmenoase an einem Strand, an dem es manchmal Wale gibt, aber auf jeden Fall See-Robben, die wir die ganze Zeit vor unserem Womo sitzend beobachten können. Bis auf ein paar Angler sind wir ganz allein. Nur ins Wasser trauen wir uns nicht, weil die hohen Wellen zu nah am Strand brechen.
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