• Chuquicamata und Erdbeben

    25 de maio, Chile ⋅ ☀️ 20 °C

    Die größte Kupfermine der Welt. Die besuchen wir, als wir auf dem Weg nach San Pedro de Atacama sind. Etwas umständlich ist es, Tickets zu reservieren. Auf unsere Mail bekommen wir keine Antwort mehr, weil Feiertag und Wochenende ist. Wir versuchen es trotzdem und dort treffen wir Jutta und Joachim wieder. Unsere Reservierungen hat das Besucherzentrum erhalten. Ansonsten ist der Besuch kostenlos. Mit Helmen und Warnwesten werden wir mit einem Bus zur Mine gebracht. Da seit einigen Jahren Kupfer nur noch unterirdisch gefördert wird, sieht man nicht viel mehr als ein gigantisches Loch von etwa 6km Länge, 3 km breit und einem Kilometer tief!! Die LKWs , die an den Abhängen aus der Mine hoch fahren, sehen aus wie Spielzeuge. Wir besuchen auch noch die ehemalige Minenarbeiter -Stadt, die aber schon 2011 wegen Kontamination des Bodens und des Grundwassers aufgegeben wurde. Da kann man sich vorstellen, wie der Abbau des Kupfers die gesamte Umgebung mit Giften verseucht. Die junge Frau, die uns durch die Mine führt hat als Kind hier gelebt und erzählt, wie traurig ihre Familie und die anderen Minenarbeiter waren, als sie ihre Häuser, die ihnen kostenlos zur Verfügung gestellt wurden, auf einmal aufgegeben mussten und da sie alle nie Geld sparen mussten, auch plötzlich mit der Situation konfrontiert waren, ein Haus oder Wohnung in der nahegelegenen Stadt Calama zu kaufen bzw.zu mieten.
    Nach dem Besuch der Mine fahren wir mit den Schwaben gemeinsam nach San Pedro de Atacama. Dort gehen wir auf einen Campingplatz. In San Pedro könnte man zwar auch frei stehen, allerdings ist es problematisch, an Trinkwasser zu gelangen und da wir mehrere Tage hier bleiben wollen, quartieren wir uns lieber auf einen Stellplatz ein, wo wir das Wasserproblem vermeiden können. Maria, sie Besitzerin des Stellplatzes ist sehr freundlich und gibt uns viele Ausflugstipps. Gerade als wir draußen stehen, fängt der Boden plötzlich an zu vibrieren. Alle denken wir, dass der vorbeifahrende LKW daran Schuld ist, aber nun beginnen die Bäume und die Wohnmobile heftig zu wackeln. Maria ruft: "Herzlich Willkommen in Chile - ihr seid inmitten eines der häufigen Erdbeben hier".
    Wie aufregend!! Danach herrscht in der ganzen Stadt Stromausfall. Immer wenn es ein Erdbeben gibt, wird der Strom abgestellt, damit keine Unfälle damit passieren.
    Als wir uns alle wieder beruhigen, machen wir mit den Schwaben ein kleines Lagerfeuer und genießen den schönen Abend. Später lesen wir, dass das Erdbeben eine Stärke von 6,9 hatte und das Epizentrum 30km von uns entfernt war. Die Mine Chuquicamata, in der wir vor wenigen Stunden waren, wurde evakuiert.
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