• Von Castres nach Carcassonne

    Sep 21–30, 2024 in France ⋅ 🌬 17 °C

    Schon um 6.30h stand der Espressokocher auf der Flamme. Es ist Gegenwind von bis zu 40kmh gemeldet und ich muss über einen Berg. Dafür brauch ich Zeit. Noch schnell Proviant gekauft und los. Von Beginn an musste ich arbeiten. Bei den kleinen Anstiegen ging es, weil ich im Windschatten des Berges war. Ich war froh in Mazamet angekommen zu sein. Es ist Markt und ich schiebe mein Radel zwischendurch. Endlich in den Berg. Ich bin hier deutlich windgeschützt und radele gemütlich bergan. Alte zerfallene Fabrikgebäude säumen anfangs meinen Weg. Was hier wohl mal produziert wurde. Papier? Bald kam ich an einen Abzweig, der auf einen Berggipfel führt. Für mich heute nicht. Aber ein Höhenprofilschild weißt darauf hin, daß hier mal die Tour de France durchgekommen ist. Vielleicht Bergankunft. Ausserdem sind überall Banner das morgen hier ein Amateurradrennen stattfindet. Bei dem angekündigten Wetter. Na schönen Dank auch. Für mich Zeit für ein Essenspäuschen.
    Weiter gings den Berg hoch. Oben machte ich noch ein paar Höhenmeter mehr auf der suche nach einem Passschild. Gab aber keines. Was stimmt hier nicht? Was ist los mit den Franzosen? Suchen die etwa Zank? Aber nicht mit mir. Ich setze meine DDR Friedensfahrtmütze auf, verschwestere mich mit dem Passschildfreiem Bergrücken, erhebe die Faust als Zeichen für eine Passschildbefreite Welt, immer Vorbild sein und..., ich glaube ich schweife ab. Zurück zum Geschehen. Der Wind blies kühl hier oben und ich begann meine rauschende Abfahrt. Immer auf der Hut vor Windböhen durchfuhr ich einige nette Dörfer und bestaunte von unten die ersten Katarerburgen in Lacur. Jetzt schwengte mein Weg nach Südwest und ich profitierte endlich ein wenig von dem Wind. Den ersten Blick auf die Burg von Carcassonne erwischte ich, überquerte den Kanal du Midi und radelte eine Weile daran entlang. Hier bin ich jetzt im neuen alten Zentrum. Schnell was gekauft und ein Bier in der Plazabar. Jetzt geht's zum Appartement unterhalb der Altstadt.
    Die Bude ist etwas in die Jahre gekommen aber für mich reicht es. Ich kann hier kochen und das beste, ich habe eine Badewanne. Jaa. Bie noch auf ein Spaziergang in die Cite. Man kann nicht alles fotografieren. Fahrt am besten selbst hin. Es lohnt sich. Jetzt gibt Abendessen und dann ein Bad. Schlaft schön.
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