• Voie Verte Arles a Elne

    Sep 27–Oct 11, 2024 in France ⋅ ☁️ 17 °C

    Guten Morgen heute ist Bummeltag. Ich habe nur 35km zu radeln. Das liegt daran, daß ich ja gestern schon was von der Uhr genommen habe.
    Ich könnte natürlich einen Weg nach Spanien nehmen der unten am Meer entlang geht. Aber wer mich kennt weiß das es noch mehr Optionen gibt. Es muss natürlich der Col de Ares sein. Mit knapp1600 Meter Meereshöhe der höchste Punkt dieser Radreise. Da heute Nacht nur 8 Grad und ein wenig Regen gemeldet sind, entscheide ich mich für ein Zimmer. In Prads de Mollo am Talschluss kurz bevor der Passanstieg beginnt werde ich nächtigen. So teile ich mir die Strecke gut ein und kann noch ein wenig durch die Dörfer streifen. Da ich aber wohl erst gegen 17h in meine Unterkunft komme, kann ich mir viel Zeit lassen. Bis später.
    Länger als 10h schaffe ich nicht zu bummeln. Ich fahre los, durchstreifen noch das Dorf Ceret, wo ich genächtigt habe und geh auf die Strecke. Es ist ziemlich bewölkt aber trocken. Auch konnte ich das Zelt trocken einpacken. Heute mal wieder auf einer alten Bahntrasse. Sehr schön geführt, rechts und links am Hang entlang, einige schicke Viadukte, ein kurzer Tunnel. Leider nur ca. 15km aber sehr nett. Gleich ist der Weg zu Ende und ich werde wohl auf die Strasse geführt. Da es kein Durchgangsverkehr hat, dürfte aber nicht so viel Verkehr sein. Gerade hab ich 2 Frühstück gemacht und gleich werde ich durch das Dörfchen Arles spazieren. Wie gesagt, ich habe Zeit. Ganz hübsch alles. Es gibt ein großes altes Kloster. Ich beschließe dem einem Besuch abzustatten. Ab 12.30h Mittagspause. Es ist 12.31h. Na dann ein andermal. Wie vermutet radele ich jetzt auf der Straße. Aber es ist nicht viel los. Und ich habe wieder kräftig Rückenwind. Die Straße steigt gemütlich mit 2-6% und ich muss nur ein bisschen mitstrampeln. Die Gegend ist vor allem eins, bewaldet. Es gibt immer wieder felsige Abschnitte aber dies schöne Südfranzösische ist nicht mehr. Es wird rauer,es geht ins Hochgebirge. Auch wehen hier zusehends Katalanische Fahnen und mein Eindruck ist, auch ein bisschen strammer als die französischen. Mir ist eh schon länger aufgefallen das die französischen Ortseingangsschilder auf den Kopf stehen und die Katalanischen "richtig "rum. Die immer all mit ihrem nationalen Quatsch. Anfangs kamm immer mal die Sonne raus, hängen die Wolken jetzt schon tief. Als ich ans Ziel kamm,ist von mein Passberg nichts mehr zusehen. Nur graue Wattebäuschien. Auch ist es hier oben deutlich kühler und mir kommen einige Tourenradler entgegen, dick angezogen, Handschuhe usw. Ich bin heilfroh das ich da heute nicht mehr hoch muss. Morgen soll es deutlich sonniger sein. Und nochmal Glück. Eigentlich ist Checkin erst 17h. Als ich 14.45h davor stehe werde ich sofort reingebeten. Duschen,etwas essen und jetzt geht's noch auf Dorf und Burgerkundung.
    Das Dorf ist ser appart. Komplett mit wehrmauer umgeben und ein paar schicken Toren.Überall verwinkelte kopfsteipflastergassen und treppen und Ecken und Blümchen. Eine dicke Wehrkirche rundet dieses Bild ab. Oberhalb trohnt die Veste Langard. Verbunden sind Dorf und Burg durch einen unterirdischen Tunnel. Wurde im 17 Jahrhundert so im Festungsbau eingeführt. Konnten die Leut hoch und runter und wenn doch mal der "Feind" den Tunneleingang eingenommen hatte, konnten die anderen von oben wie bei der Hasenjagd... Wobei es gibt keinen "Feind". Es gibt nur Arbeiterinnen und Bäuerinnenklasse. Alles andere ist Manipulation und austricksen des Menschenverstandes, kurz gesagt. Naja, ich schweife schon wieder ab. Auf jeden Fall schlendere ich ein wenig durch die Burg. Dort gibt es eine Ausstellung zur "La Retirada". Morgen mehr dazu und wers nicht aushält muss es googeln. Ich geh jetzt inne Dorfpinte und verköstige einen von diesen Furchtbaren französischen Lakritzschnaps. Letzter Abend in Frankreich. Dieses Opfer muss ich bringen. Nachti.
    Read more