Christoph Teich

Joined March 2019Living in: Berlin, Deutschland
  • Day40

    Die anstrengende Reise zu einer Statue

    April 17 in the United States ⋅ 🌙 25 °C

    Wisst ihr, was mich am Paradies nervt? Die Hitze!

    Ich wollte mehr von Honolulu sehen sehen, als nur Waikiki, deswegen hab ich mir eine Tour durch die Stadt überlegt. Ziel war eine Statue, des großen hawaiianischen Königs Kamehameha. Wie immer ging es mehr um den Weg, als das Ziel, aber die Statue ist ziemlich bekannt.

    Leider war der Weg ziemlich anstrengend besagter Hitze und eines Lochs in meinem Schuh. (Im ernst. Da war plötzlich ein riesen Loch in meinem Schuh. Ich hab's ungefähr in der Mitte der Tour bemerkt und keine Ahnung wie lange das schon da war. Den ganzen restlichen Weg hab ich nur gehofft: Bitte kein Hundehaufen, bitte kein Hundehaufen!")

    Aber es war trotzdem schön. Auf Hawaii können sich Architekten so richtig austoben. Schaut euch diese abgefahrenen Hochhäuser an. Ich bin auch durch mehrere Parks gelaufen. Es ist irre schön hier.
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  • Day39

    Aloha!

    April 16 in the United States ⋅ ⛅ 25 °C

    Aloha, Hawaii!

    Viele wissen, dass dieses Wort in Hawaiianisch sowohl "Hallo" als auch "Auf Wiedersehen" bedeutet. Aber weil das noch nicht verwirrend genug ist, kann es auch noch einen ganzen Haufen anderer Bedeutungen haben, zum Beispiel "Viel Glück!", "Gute Reise!" oder auch "Ich liebe dich!" ...Das führt bestimmt niemals zu missverständnissen. In Hawaii morgends seinen Chef zu begrüßen muss ganz schön unangenehm sein...

    Aloha ist aber noch mehr als nur ein Wort. Es ist eine Lebensphilosophie und handelt von Einheit, Frieden und Gastfreundschaft. Und das Leben die Menschen hier auch voll und ganz aus.

    Das Hawaii zum größten Tourismus-Hotspot der Welt geworden ist, mag nicht nur an den Stränden, den Palmen und den riesigen schicken Hotels liegen, sondern auch an der offenherzigen Art der Einheimischen. Wohin du auch gehst, alle begrüßen dich mit Aloha und nicht selten auch mit Geschenken, wie Ketten aus Blumen, Muscheln oder Kernen, die man Lei Lei's nennt. Diese abzulehnen oder abzulegen, während der, der sie überreicht hat, noch anwesend ist, ist übrigens ungefähr so höflich, wie ihn anzuspucken.

    Was mich an Hawaii auch sehr fasziniert, ist das Konzept von Ohana, was "Familie" bedeutet. Hawaiianer definieren Familie allerdings ganz anders, als wir. Zur Ohana gehören nicht nur Menschen, mit denen man verwandt ist, sondern alle, mit denen man irgendwie zusammen lebt und die man in seinem Leben braucht. Der Kerl, der dir die Haare schneidet? Der gehört zu deiner Ohana. Der Metzger von dem du dein Fleisch holst oder der Nachbar, der deine Blumen gießt, wenn du nicht da bist? Deine Ohana. Und alle passen aufeinander auf. Wieder mal etwas, wovon wir noch viel lernen können und alle Touristen werden gebeten, den Geist von Aloha in die Welt rauszutragen. (Erledigt!)

    Aber genug Religionsunterricht: Da ich an meinem ersten Tag in Honolulu nur die Hälfte von Waikiki geschafft hab, bin ich nochmal hin. Am Strand findet man neben Palmen und schwitzigen Touristen, die wirklich WIRKLICH lieber T-shirts tragen sollten, auch ganz viele Statuen aus der Hawaiianischen Geschichte und Folklore.

    Ich bin auch an einer Art Marktplatz vorbeigekommen, wo ich mein erstes kleines Luau gesehen hab. Ein Luau ist im Prinzip Essen mit Varieté. Jeder kennt ja diese klassischen Hula-Tänzerinnen. Dabei war es Frauen ursprünglich gar nicht erlaubt, den Hula zu lernen und der war auch nicht zur Unterhaltung gedacht, sondern ein Kriegs- oder Friedensstanz, ähnlich dem Haka der Maori. Dann wurde der Hula genutzt, um Geschichten zu erzählen und weiterzureichen, denn Hawaiianer besaßen keine Schriftsprache.
    Als schließlich König Kamehameha (über den Kollegen später mehr) an die Macht kam und die hawaiianischen Inseln vereinte, nutzte er Luaus um aus all diesen Völkern ein Volk zu machen. Und, weil er die Art Mensch war, die wir heutzutage als "ziemlich coole Socke" bezeichnen würden, erlaubte er auch Frauen an Luaus teilzunehmen und den Hula zu lernen. Denn Menschen auszuschließen, gab es unter Aloha einfach nicht.
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  • Day38

    Station 13: Honolulu

    April 15 in the United States ⋅ ☀️ 22 °C

    Willkommen zum buchstäblich längsten Tag meines Lebens, dem 15. April, 2019. Er war so lang, weil ich ihn zwei mal erlebt habe. Das erste Mal hab ich fast den ganzen Tag in Auckland totgeschlagen, während ich auf meinen nächsten Flieger nach Honolulu, Hawaii, gewartet hab. Geflogen bin ich um 23 Uhr, insgesamt fast 9 Stunden lang. Während diser Zeit habe ich in der Luft die Datumsgrenze überschritten. Das heißt ich bin quasi vom Morgen des 16. April (ich glaube so um die 2 oder 3 Uhr) zum Morgen des 15. April zurück gesprungen und habe dann den Tag nochmal erlebt. (Und das ganz ohne Fluxkompensator.)

    Da ich im Prinzip aber trotzdem seit 24 Stunden nicht geschlafen hab, hab ich erst mal ein paar Stunden gepennt, sobald ich in meiner Unterkunft angekommen bin.

    Hawaii durfte auf meiner Pazifik-Tour auf keinen Fall fehlen. Wie oft hat man schon die Gelegenheit das Paradies auf Erden zu sehen. An meinem ersten Tag hab ich einen kleinen Ausflug in Hololulus berühmteste Nachbarschaft unternommen: Waikiki. Dort hab ich diesen absurd langen Tag endlich mit dem schönsten Sonnenuntergang aller Zeiten zuende gehen sehen.
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  • Day36

    Station 12: Auckland

    April 13 in New Zealand ⋅ ☀️ 15 °C

    Rotorua hat mir sehr gut gefallen. Ich mag diese gemütlichen Kleinstädte und hab mich nur schweren Herzens verabschiedet. Ich bin nach dem Village noch durch einen Park gelaufen, hab mir Heiße Quellen angeschaut und auch einfach mal ein bisschen gefaulenzt, dann ging's mit dem Bus nach Auckland.

    Auckland ist im Prinzip das New York City von Neuseeland. Es ist die größte, beliebteste, bekannteste, teuerste und anstrengendste Stadt des Landes, aber nicht die Hauptstadt.

    Ich hab hier nicht viel getan. War nur einen Tag da, um meinen nächsten Flug einfacher zu machen.
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  • Day30

    "Row, row, row your boat..."

    April 7 in New Zealand ⋅ 🌧 12 °C

    Auf der Fahrt nach Rotorua hab ich Lea kennengelernt, eine andere deutsche Reisende, mit der ich mich gut unterhalten konnte. Wir haben uns zusammen die Stadt angeschaut und zufälligerweise auch das selbe Maori-Village zur selben Zeit besucht.

    Das Mitai-Maori-Village gehört einer der ältesten Maori-Familien des Landes und ist eins von mehreren, die man in Rotorua so findet. Wenn man gerne von riesigen Kerlen angebrüllt wird und Essen aus einem Loch isst, wie ich, verbringt man hier echt einen tollen Abend.

    Das Village war einem authentischen Maoridorf nachempfunden. Wir hatten sehr coole Guides mit viel Humor. Eine Frau, die authentische Maoritrachten (oder wie sie es genannt hat, einen besseren Kartoffelsack) getragen hat, hat uns eun Kanu gezeigt, dass ihre Familie selbst geschnitzt hat. (Nein, das ist nicht der Grund für den Titel dieses Footprints.)
    Danach haben wir uns unser Abendessen angeschaut, ein traditionelles Hangi, das in einem Loch im Boden gekocht wird. (Hygienischer als es klingt.) Unser Guide hat uns dann in einen kleinen Wald (oder eher Mini-Dschungel) geführt. Durch die vulkanischen Aktivitäten hat das Wasser hier die merkwürdigsten Farben.
    Auf einem Fluss kamen die Krieger angerudert und haben sowas wie Schlachtrufe aufgeführt. (Nein, auch das ist nicht der Grund für den Titel dieses Footprints.)

    Und dann war da noch die Show, wo die ganze Familie aufgetreten ist, Tänze und Gesänge vorgeführt haben und uns einiges über ihre Kultur erklärt haben.
    Das lustige daran war, das per Zufall einer der Besucher ausgesucht wurde, der unseren gesammten "Stamm" bei einer Friedenszeremonie als Häuptling vertreten sollte. Das war bei uns ein alter Typ aus Ohio, der das echt gut gemacht hat. Tradition ist es, dass bei solchen Anlässen Lieder ausgetauscht werden. Die Maori-Familie hat also ein Freundschaftslied gesungen, was sehr schön klang... gefolgt von etwas, dass sich Haka nennt und Respekt einflößen soll. Bei einem Haka wird etwas aufgeführt, dass ich nur als koordinierten "Brüllgesang" bezeichnen kann, mit viel Gestampfe und Grimassenziehen. Die Frauen lassen ihre Augen hervorquellen und die Männer zeigen die Zunge (Was wohl laut unserem Guide sowohl "Hallo!" als auch "Du siehst lecker aus!" heißen kann... eine sehr missverständliche Form der Kommunikation.) Das, zusammen mit der Körperbemalung und den Muskelbergen aus denen Maori für gewöhnlich bestehen, flößt tatsächlich viel Respekt ein. Kein Wunder, dass sich die Briten mit denen lieber nicht angelgt haben. (Später habe ich von einer Geschichte gehört, laut der, während des zweiten Weltkriegs, Maori-Soldaten mit so einem Haka wohl eine ganze Gruppe Nazis in Afrika kampflos in die Flucht geschlagen haben.)

    Dann kam unser Häuptling aus dem fernen Lande Ohio zu Wort und hat mit seiner Familie zusammen "Row, row, row your boat" vorgesungen. (DAS ist der Grund, für den Titel dieses Footprints.)
    Der Maori-Häuptling war von der Darbietung beeindruckt und so gab es Frieden zwischen unseren Völkern. (Ich persönlich hätte ja "O-ooh Child" vorgesungen...)

    Dann haben wir unser Hangi/Lochessen verspeist, was ziemlich gut geschmeckt hat und ich hatte noch die Chance mir Kiwis anzuschauen. (Die erstaunlicher Weise nicht nach der Frucht benannt wurden, sondern andersrum. Na sowas...)

    Mehr Fotos im nächsten Footprint und sobald ich wieder Internet hab versuch ich auch Videos von der Show auf Facebook hochzuladen.
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  • Day29

    Station 11: Rotorua

    April 6 in New Zealand ⋅ 🌧 16 °C

    Ein großer Grund warum ich Neuseeland besuchen wollte, war meine Faszination für ureinwohner Kulturen. Ich finde es interessant mir vorzustellen, wie diese Menschen gelebt haben und wie ihre Länder heute wohl aussehen würden, wäre die Kolonialzeit ein wenig freundlicher zu ihnen gewesen. Aber wie jeder weiß, hatten Europäer zu der Zeit so eine gewisse Neigung zum Völkermord, sobald sie tolles neues Land und ihre lästige nicht-weiße Bevölkerung gefunden und sich erinnert haben, dass sie ja tolle Waffen und so besitzen.

    In Australien zum Beispiel haben die britischen Siedler sich vorgenommen, Aboriginie-Kinder ihren Eltern wegzunehmen und sie in sogenannte Reeducation-Camps gesteckt, um ihnen die britisch-christliche Kultur einzutrichtern und schließlich durch gezielte Züchtung ihre Rasse auszulöschen.
    In Amerika hat man's sich da leichter gemacht und die Ureinwohner einfach ganz klassisch zusammengepfercht und systematisch ermordet. Und afrikanische Ureinwohner wurden natürlich gefangengenommen und in alle Welt verschärbelt.
    Abgesehen von den offensichtlichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die diese Völkermorde darstellen, finde ich es einfach tragisch, wie viel Kultur und Weisheit dabei verlorengegangen sein muss.

    Aber wenn man ein Land besuchen will, in dem die Ureinwohner und ihre Art zu Leben noch weitestgehend verschont geblieben ist, ist man in Neuseeland jedenfalls nicht verkehrt. Die polynesischen Maori besiedelten Aotearoa (ihr Name für Neuseeland, was so viel bedeutet wie "Land der langen weißen Wolke") viele Jahrhunderte bevor James Cook es fand. Und wie für Cook üblich, wusste er sich als Gast zu benehmen. Sicher hat es hier und da Auseinandersetzungen gegeben, aber soweit ich weiß hat es nie Versuche der britischen Siedler auf Neuseeland gegeben, die Maori zu vertreiben oder gar auszulöschen. (Was eventuell auch daran gelegen haben könnte, dass Maori-Krieger gemeinhin gigantische Fleischberge mit gruseligen Tattoos waren.) Und auch die Maori respektierten ihre Besucher, vor allem Handelspartner. Sicher hat es die Briten nicht gestört, dass sie das Land das sie wollten kriegen konnten, in dem sie den Maori einfach süchtigmachenden Zucker und Musketen verkaufen konnten, mit denen die Häuptlinge sich dann einfach gegenseitig umbrachten.

    Natürlich hat sich die britische Kultur heute durchgesetzt, trotzdem ist die Maori-Kultur noch immer quicklebendig und fest in die Identität des Landes integriert. Mann sieht es überall, von der Art, wie die Gebäude und Straßen verziert sind, bis hin zum Essen, Schmuck und der Musik. Es gibt Maori-Feiertage, Maori-Schulen und sogar Maori-Fernsehkanäle in der Maorisprache, welche zusammen mit Englisch als offizielle Landessprache zählt und auch in Schulen unterrichtet wird. Auch politisch scheinen Maori noch viel zu sagen zuhaben. Sie haben ihre eigenen Parteien und jeder Teil von Neuseeland wurde einem der überlebenden Maori-Stämmen zugesprochen, damit sie ein Mitspracherecht darüber bekommen.

    Lange Rede, wenig Sinn: das ist der Grund, warum ich nach Rotorua gekommen bin. Es ist eine der ältesten Städte des Landes, von den Maori selbst gegründet und noch bis heute ein heiliger Ort/Kulturzentrum/Touristenattraktion/beschauliche Kleinstadt.
    Hier gibt's viel zu tun, ganz abgesehen von den vielen Heißen Quellen, den Thermalaktivitäten und der "Eat Street", auf der sich Restaurants aneinanderreihen. (Ja, die heißt tatsächlich so.)
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  • Day27

    Das größte Bienennest der Welt!

    April 4 in New Zealand ⋅ ☀️ 15 °C

    Ich hab nicht viel Zeit in Wellington verbracht. Eigentlich bin ich nur vom Hafen zu meinem Hostel gelaufen. Ich glaub nicht, dass ich viel verpasst hab. Die Stadt selbst scheint nicht unbedingt was besonderes zu sein. Abgesehrn von der Tatsache, dass hier das größte und wichtigste Bienennest der Welt zuhause ist - siehe Fotos.

    Das ist der sogenannte Beehive und es ist - kein Witz - der Kongress von Neuseeland. Also quasi deren Bundestag. Japp, neuseeländische Politiker kontrollieren ihr Land von einem Gebäude aus, das wie ein Kuchen aussieht und Bienennest heißt. Brauchen wir noch mehr Beweise für den selbstironischen Charme dieses Landes?

    Hiermit plädiere ich dafür, unseren Reichstag in die "Käseglocke" umzubenennen!
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  • Day27

    Come Sail Away

    April 4 in New Zealand ⋅ ⛅ 16 °C

    Tschüss, Picton und danke für all die Frostbeulen!

    Mit der InterIslander-Fähre hab ich die Südinsel verlassen und bin auf den Fjord rausgefahren. Die Aussicht war toll, auch wenn ich dafür aufs kalte, windige Oberdeck musste, denn die Fenster waren echt dreckig. Der Wind hat das fotografieren sehr erschwert.
    Unter Deck hab ich zwei nette deutsche Familien kennengelernt, die wohl zusammen Urlaub gemacht. Überhaupt treffe ich hier in Neuseeland mehr deutsche Leute, als zuhause.

    Nach nur drei Stunden haben wir in Neuseelands Hauptstadt mit dem wohl britischsten Namen aller Zeiten angelegt: Wellington.
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  • Day26

    Station 10: Picton

    April 3 in New Zealand ⋅ ☀️ 14 °C

    Picton liegt am Ende der Südinsel Neuseelands. Der Ort ist klein, beschaulich und SCHWEINEKALT! Und ich hatte auch noch das Glück ein billighostel ohne Heizung erwischt zu haben. Brrr.

    Von Picton aus kann man mit der InterIslander Ferry zur Nordinsel fahren, so wie ich, oder eine Antarktis-Expedition starten, so wie Verrückte, die hier her kommen und sich denken "Weißt du, worauf ich jetzt Bock hab? Noch mehr Kälte!".

    Picton liegt auch an einem echt schönen Fjord. Ich hab einen freien Tag verwendet, einen der Wanderwege entlang zu laufen und hatte eine tolle Aussicht.
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