Aosta
4. maj 2025, Italien ⋅ ☁️ 19 °C
Heute wird es ein geruhsamer Tag. Unser Ziel ist Aosta – rund 13 Kilometer liegen vor uns. Am Nachmittag freuen wir uns auf Ruhe, eine warme Dusche und eine Waschmaschine im Appartement, das wirklich alles bietet.
Doch die verdiente Pause müssen wir uns erst verdienen. Auf dem ersten Streckenabschnitt kämpfen wir uns unter gefühlt hundert geknickten oder entwurzelten Bäumen hindurch. Mal klettern wir über die Stämme, mal robben wir drunter durch – hängenbleiben inklusive. Teilweise ist das Ganze halsbrecherisch. Und dennoch: Der Weg liegt wunderschön hoch über dem Tal.
Kurz vor Gignod lassen wir den Wald hinter uns. Der nasse, steile Abstieg ins Dorf folgt. Die Sonntagsmesse steht kurz bevor – doch wir schaffen es noch rechtzeitig in die Kirche, um den Pilgerstempel zu holen. Und tatsächlich: In dieser Kirche gibt es einen.
Der weitere Abstieg ins Tal bleibt fordernd. Unten angekommen, folgen wir der Haupt- oder Nebenstrasse bis Aosta – eher monoton, ohne grosse Abwechslung. Da Maurice uns um Punkt 12 Uhr beim Appartement erwartet, verzichten wir auf einen Kaffeehalt und ziehen zügig durch. Fast pünktlich stehen wir vor der Unterkunft.
Ankommen. Aufatmen. Waschen. Nach dem Bezug nehmen wir sofort die Waschmaschine in Betrieb – sämtliche Kleidungsstücke der letzten Tage wandern hinein. Auch das Gepäck wird sortiert, neu organisiert – es tut gut, wieder Ordnung zu schaffen.
Am Nachmittag erkunden wir das Touristenstädtchen Aosta. Einige der alten Gemäuer sind leider wegen Restaurierung nicht zugänglich, aber die Atmosphäre gefällt uns.
Da wir heute selbst kochen möchten, suchen wir einen Supermarkt – und finden ein wahres Paradies: über 80 Käsesorten, Saucen, Fleisch in allen Variationen und vieles mehr. Der gemütliche Abend ist gesichert – mit frischen Ravioli und einer halben Flasche Rotwein.
Morgen steht wieder eine längere Etappe an.Læs mere




