• Aulla

    24. Mai 2025 in Italien ⋅ ☀️ 18 °C

    Heute erwartet uns eine 32 km lange Wegstrecke nach Aulla. Wir verlassen Pontremoli früh durch die Hauptgasse. Der erste Weg biegt bald links von der Strasse ab und führt zu einem Dorf hoch, um dann wieder abwärts zur Strasse zu gehen. Dann geht es auf der anderen Seite über das Feld weiter.
    Wieder wechseln wir zur anderen Seite, um im Auf und Ab über kleine, teilweise hübsche Hangsiedlungen zu gehen. In Filetto nehmen wir beim Denkmal unser Picknick ein und machen anschliessend einen Rundgang durch das saubere und schöne Städtchen.
    In dieser Etappe haben wir alle Arten von Wegen: asphaltierte Strassen, gekieste Feldwege, Schlammwege mit riesigen Pfützen, Wege mit 40 cm tiefen Rinnen, Trampelpfade im Wald und auf Wiesen, sehr alte, mit Steinen belegte Handelswege, alte Wege zwischen Steinmauern, die in einem Abstand von 2 Metern stehen.
    Man fragt sich, wie die Karren früher gekreuzt haben, denn es gibt keine Ausweichmöglichkeit auf mehreren hundert Metern. Ebenso fragen wir uns, wie sie die Wagen auf den steilen Wegen halten und wie die Zugtiere diese hochziehen konnten. Und wie war das mit den Schuhwerken bei den Strassen, wenn wir mit unseren Hightech-Schuhen schon arg rutschen (die Sohlen von meinen Schuhen sind nach 1000 km schon abgelaufen).
    Die letzte Wegstrecke führt ganz durch den Wald und will einfach nicht enden. Mit den Dorf- und Kirchenbesuchen ergeben sich 36 km.
    Endlich in Aulla angekommen, ist das Wichtigste, die Dusche zu nehmen und die Rucksäcke loszuwerden, um dann noch den Pilgerstempel zu holen und das Frühstück einzukaufen.
    In Aulla gibt es nichts Sehenswertes, daher ist der Rundgang auch sehr kurz. Das Essen ist auch nicht das erhoffte. Wehe, es sitzen zwei italienische Familien mit Kindern am Nebentisch – man versteht sein eigenes Wort nicht mehr.
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